[LOGO] ITM praktiker :: Projekt HighEnd-HiFi Röhrenverstärker ITM BicepTube & Co. - Galerie unserer Leser

[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht

Detlev Ahlbrecht

Rednitzhembach (D)

Gerät: ITM BicepTube

Hallo praktiker-Team,

endlich habe ich meinen ITM BicepTube fertiggestellt. Die Bauzeit hat sich jetzt insgesamt über 6 Monate hingezogen und der Bericht hat auch noch seine Zeit gebraucht:

Was wäre ein Leben ohne Musik und ohne Rotwein? Ersteres beschäftigt mich seit jeher, zweiteres erst nachdem ich schon etwas in die Jahre gekommen bin. Mit einem Berufsmusiker als Vater bin ich sozusagen mit Swing im Blut aufgewachsen. Meine Bastelleidenschaft und das Interesse für Elektronik haben später dann in einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker geendet. Mein Musikgeschmack und meine Hörgewohnheiten haben über die Jahre auch eine Wandlung erfahren. Einmal mehr höre ich heute auch gerne mal die etwas leiseren Töne, viel Swing, Jazz, Klassik, Liedermacher, Pop und Rockballaden. Musik muss für mich viel Gefühl, Seele und Leidenschaft transportieren können. Der beste Werbeslogan aller Zeiten ist jener der HiFi-Schmiede von Herrn Burmester und trifft den Nagel für mich auf den Kopf:

"We amplify your emotions"

Wer sich mit HighEnd-HiFi beschäftigt kommt an dem Thema hochwertige Musikaufnahmen nicht vorbei. Denn eine Kette ist bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Allgemein würde ich sagen, dass heute vieles was für den Massenmarkt kommerziell produziert wird, leider oft keinen audiophilen Hörgenuss bringt. Es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick auf die Musik-Labels zu werfen. Um nur ein paar aufzuzählen wären da beispielsweise Stockfish und Blue Note, oder beispielsweise die Firma Sieveking Sound, die hochwertigste Aufnahmen (im XRCD, FIM Verfahren) von ausgesuchten Interpreten herstellt und nur über den Fachhandel vertreibt.

Schon länger war ich auf der Suche nach einem geeigneten Verstärker für meine Transmissionline Criterion-Lautsprecher von T&A, die wirklich gut klingen, wohl aber etwas zickig sind was die Wahl des geeigneten Verstärkers angeht. Mein NAD-Verstärker klang zwar nicht schlecht, aber einfach zu kühl und analytisch, also wurde er irgendwann durch einen gebrauchten Luxman M383 mit Vorstufe ersetzt. Das kam meiner Vorstellung schon sehr viel näher. Der Klang war viel wärmer und die Musik hatte irgendwie mehr Luft und Transparenz.

Im Jahr darauf hatte sich ein Kumpel einen HighEnd-Röhrenverstärker zugelegt. Der Klang war beeindruckend, leider auch der Preis. So ein Teil hätte mir natürlich auch gefallen, aber nicht für 3000 EUR, zumal ich ja mit meinem Luxman gar nicht so unglücklich war. Dann kam der Tag, als ich beim Stöbern im Internet auf die Praktikerseite gestoßen bin. Kurz gesagt, ich habe alle Berichte gelesen und gedacht, dass sich so viele Leute einfach nicht irren können.

Ein wichtiger Punkt war auch die allseits viel gelobte Unterstützung durch Herrn Paltauf. Ich entschloss mich dann das "Baby" zu bauen. Trotz meiner elektronischen Vorbildung entschied ich mich für die risikoarme Platinenversion (was bei echten Röhren-Bau-Freaks echt verpönt ist) und nicht für einen freien Aufbau. Dazu fehlte mir schlichtweg die Erfahrung im Verstärkerbau und das Risiko eines Fehlschlages war mir einfach zu hoch, zumal in dem Projekt doch ein paar Euros drinstecken.

Kurzerhand habe ich dann Platine, Teilesatz und Röhren inklusive Trafos bei Praktiker bestellt. Die Lieferung hat super geklappt und es hat auch alles gepasst. Die Lötarbeiten waren innerhalb einer guten Woche erledigt und die Erstinbetriebnahme war natürlich sehr spannend! Ein kleiner Fehler hatte sich beim Bau eingeschlichen. Ich hatte die Leuchtdiode auf der Platine, die als Konstantstromquelle für die Stabilisierung dient falsch gepolt. Nach eigener Überprüfung und kurzer Rücksprache mit Herrn Paltauf war das Problem schnell gefunden und gelöst. Ein weiteres Problem tauchte später beim Anschließen der Rückkopplung auf. Ein Kanal wurde lauter anstatt leiser. Also noch mal kurze Rücksprache mit Herrn Paltauf, dann kurz am Übertrager die Anschlüsse von TP7 und TP11 getauscht und somit war auch dieses Problem behoben.

Zum Testen hatte ich natürlich nicht gleich meine großen T&A-Boxen angeschlossen. Vorsichtshalber nahm ich erstmal meine älteren Yamaha-Regal-Lautsprecher. Sogar an diesen Kleinen war der Klang schon sehr beeindruckend! Nachdem ich es nicht erwarten konnte bis das Gehäuse endlich fertig wurde, hatte ich den ITM BicepTube während der Gehäusebauphase in meinem Büro provisorisch angeschlossen und immer schon mal Musik gehört.

Mein ITM BicepTube sollte drei mechanisch und zusätzlich per Fernbedienung umschaltbare Stereo-Cincheingänge und eine fernbedienbare Lautstärkeregelung haben, also musste noch eine IR-Fernbedienung mit Empfänger her.

Ich habe sehr viel im Internet über Tube-Amps gelesen und mir dann noch drei Bücher über Röhrentechnik bestellt. In der Fachliteratur las ich viel über das Thema "Gegenkopplung" und wusste dann, dass die Gegenkopplung den Dämpfungsfaktor des Verstärkers und die klanglichen Eigenschaften der kompletten Kette - also auch das Zusammenspiel mit den Lautsprechern - maßgeblich beeinflusst. Das dürfte dann meiner Meinung nach wohl das Hauptproblem für viele sein, nämlich eine Kombination aus Verstärker und dazu perfekt abgestimmten Lautsprechern zu finden, welche auch im eigenen Wohnzimmer optimal klingen. Ich möchte hiermit auf einen sehr interessanten Artikel unter www.hornlautsprecher.de aufmerksam machen, der sich mit dem Thema Hornlautsprecher und Resonanztheorie beschäftigt.

Besonderes Augenmerk wollte ich auf die Hitzeentwicklung legen, da viele Erbauer von thermischen Problemen bei selbst konstruierten Gehäusen berichtet hatten. Die Beschaffung der noch erforderlichen Teile, wie Motorpoti, Cinchbuchsen und hochwertige Relais für die Umschaltung der 3 Eingänge erwies sich als nicht so trivial wie anfangs gedacht. Auch hier war wieder Recherche erforderlich. Schlussendlich habe ich mich dann für HighEnd- Cinch- und Lautsprecherbuchsen von WBT entschieden.

Die Relais für die Eingangswahl sind von der Firma Omron. Für die Umschaltung der Eingangswahl hatte ich auch ein paar Gedanken verschwendet. So sollte eine mechanische Umschaltung - und diese per Fernbedienung - möglich sein, da aber beide Systeme miteinander konkurrieren, habe ich sozusagen eine Vorrangschaltung eingebaut. Beim Einschalten des ITM BicepTube ist erstmal immer das Handrad aktiv, sobald aber über die Fernbedienung ein anderer Eingang gewählt wird, deaktiviert sich das Handrad bis zum nächsten Einschalten des ITM BicepTube. Die Umschaltung der Kanäle habe ich mit kleinen direkt an die Cinchbuchsen gelöteten Relaisplatinen gelöst. Um Brumm und andere Störsignale zu vermeiden, wollte ich so nah wie möglich an den Signalquellen umschalten. Die drei Stereo-Cincheingänge sind quasi über einen gemeinsamen Bus verbunden. Ein entsprechendes Relais schaltet dann immer jeweils ein Cinchpaar auf den Bus, der direkt mit dem Poti verbunden ist.

Am Schluss habe ich das dann noch um eine vierte Relaisplatine erweitert, diese dient als "Pure Direkt Schalter" und schaltet ein Cinchpaar anstatt auf den Bus direkt aufs Poti. Somit wären eventuelle Störungen, die über den Bus einstreuen auch ausgeschaltet. Die Relais von Omron haben extrem niedrige Übergangswiderstände und besitzen Goldkontakte.

Das Lautstärkepoti war ein eigenes Kapitel, denn es spielt in Bezug auf Klang und Räumlichkeit eine große Rolle. Auch hier war wieder guter Rat teuer. Die Firma ALPS beispielsweise bietet zwar relativ günstige Motorpotis an, sie sind aber laut vielen Berichten für HighEnd-Anwendungen nicht zu empfehlen.

Also musste ein vernünftiges Motorpoti her. Das Nonplusultra wäre natürlich ein Stufenpoti gewesen, ist aber leider nicht bezahlbar. Der Preis liegt bei ca. 250 bis 500 EUR und hat zudem den großen Nachteil, dass es nicht fernbedienbar ist. Ich habe mich dann für den Motorpoti TKD Leitplastik CP2500 - 10 kOhm/log mit herausragenden audiophilen Eigenschaften ähnlich denen eines Stufenpotis mit einer Ganggenauigkeitsabweichung von kleiner als 1% entschieden. Der stolze Preis lag immerhin bei 114 EUR, ist aber meiner Meinung nach das Geld auf jeden Fall wert.

Bis jetzt war alles noch relativ entspannt und easy, jetzt aber kam der Hammer, der Prüfstein sozusagen. Das Gehäuse! Ein guter Elektroniker muss ja nicht zwingend auch gleichzeitig ein guter Schreiner sein! Die große Frage: wie soll das Gehäuse denn Aussehen? Nach einigen Überlegungen und Recherchen hatte ich mich dann entschieden. Mein ITM BicepTube sollte in einem richtig altmodischen Möbel wohnen, so eins mit schönem furnierten Edelholz und es sollte auf keinen Fall nach Do-It-Yourself aussehen. Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt...

Gehäusevorlage war ein Sinfonia von Unison. Was mir aber am Sinfonia nicht gefiel, waren die 3 Trafos, die in schwarze viereckige Töpfe verpackt waren. Sie ragten hinter den Röhren empor und sahen da nicht wirklich gut aus. Ich entschied mich also, die Trafos im Gehäuseinneren unterzubringen. Gehäusebau war aber leider noch nie meine Stärke und die Konstruktion des Gehäuses war für mich ziemlich schwierig, nerv- und zeitraubend. Ich hatte eine Grundidee von der Gehäuseform und ich habe Gott sei Dank einen sehr guten Kumpel, der im wahren Leben Werkzeuge konstruiert. Er hat mir den Grundplan für das Gehäuse und die Aluräder entworfen. Es gab während der Bauzeit noch zahlreiche Gespräche zu den Gehäusedetails. An dieser Stelle möchte mich bei meinem Kumpel Jürgen Seifert ganz herzlich für die Unterstützung bedanken.

Nach dem Grundplan fertigte ich erstmal einen Prototypen aus Sperrholz an. Die Maße des Gehäuses sollten die eines normalen HiFi-Verstärkers nicht überschreiten. Nach der Grundplatine sollten noch eine IR-Platine, ein 12-V-Netzteil und die Stabiplatine für die Anodenspannung hinzukommen, dazu noch das Motorpoti und der Eingangswahlschalter. Es hatte einige Zeit gedauert bis alles richtig angeordnet war und damit auch die genauen Gehäuseabmessungen feststanden.

Nachdem ich schon so einen tollen Grundplan von meinem Kumpel Jürgen bekommen hatte, packte mich der Ehrgeiz und ich entschied mich, den ITM BicepTube komplett auf dem Reißbrett mit Stückliste und Bemaßung zu konstruieren. Die Grundplatte und die Rückseite sind aus 4-mm-starkem Alublech, beide Teile habe ich gleich auf das richtige Maß schneiden lassen. Ein befreundeter Schreiner hat mir dann alle Gehäuseteile aus 15-mm-Multiplexplatten geschnitten und mit afrikanischem Cocobolo-Edelholz furniert; inklusive der Kanten. Das waren satte 12 Stunden Bastelarbeit, denn keiner der Teile passte unter eine normale Schreinerei-Maschine. Fast alle waren zu klein und mussten von Hand bearbeitet werden.

Das Gehäuse sollte natürlich ohne sichtbare Verschraubungen zusammengesetzt werden, was nicht einfach war. Ich habe das Gehäuse dann 2-teilig gebaut. Die hintere Haube kann nach oben abgehoben werden und der Vorderteil ist als Schub konstruiert. Alle Teile wurden von innen mit Hilfsleisten verleimt und verschraubt. Die größten Wärmeproduzenten waren natürlich die Röhren selbst und der Netztrafo. Die Röhren standen zwar im Freien, sollten aber keine Chance bekommen, das Gehäuse aufzuheizen. Also habe ich kurzerhand in der Alu-Grundplatte 2 Löcherreihen seitlich entlang der Platine gebohrt.

Die Platine selbst sollte ein poliertes Alublech als Abdeckung auf der Oberseite erhalten. Für die Löcher der Röhren habe ich eine Schablone angefertigt und diese zusammen mit dem Alublech zu einem Wasserstrahlschneidebetrieb geschickt. Dort wurden alle Löcher inklusive zweier schlangenförmiger Luftauslässe für die zwei 8-Watt-Widerstände fein säuberlich ausgefräst. Das Abdeckblech selbst hat etwas geringere Abmessungen als der Einschub und wurde etwas höher montiert, damit ringsum ein Luftschlitz entstand, durch den die Luft durch das Gehäuse zirkulieren kann. Die Röhren erzeugen durch das Aufsteigen der warmen Luft somit einen Kamineffekt.

Für die Warmluftabfuhr des Trafos hatte ich ursprünglich ein ovales Lüftungsgitter aus Alu entworfen, welches im Gehäuse genau über dem Trafo eingelassen werden sollte. Ich habe dieses aber aus zwei Gründen verworfen: erstens aus ästhetischen Gründen, da ich ein großes Loch aus dem schön furnierten Holz hätte aussägen müssen, und zweitens wegen der Fräsung selbst, die sogar für einen gelernten Schreiner nicht so einfach zu bewerkstelligen ist. Ich habe mich dann für einen temperaturgeregelten superleisen 8-dB-PC-Lüfter entschieden, der nur aus nächster Nähe ganz leise zu hören ist. Alles in allem ist mein Plan aufgegangen - die Hitzeentwicklung stellt kein Problem dar, denn alle Teile am Gehäuse werden nicht einmal handwarm.

Röhrenübliche Brummgeräusche sind natürlich vorhanden, sind aber sehr leise und nur dann wahrnehmbar, wenn man das Ohr praktisch direkt an die Lautsprecher legt. Der Sinfonia-Verstärker meines Kumpels brachte auch ein ganz leises Brummen hervor, also kein Grund zur Beunruhigung, zumal der Brumm sich im Triodenbetrieb und hoher Gegenkopplung nochmals verringert und aus normaler Hörposition sogar im Pentodenbetrieb nicht wahrnehmbar ist.

Apropos: damit der ITM BicepTube an unterschiedliche Lautsprecher variabel angepasst werden kann, habe ich für die Gegenkopplung noch ein zusätzliches Motorpoti (100 kOhm, lin.) eingebaut. Damit kann ich nun per Fernbedienung die Gegenkopplung variabel einstellen.

Die Bauzeit insgesamt betrug ca. 6 Monate, wobei aber immer wieder Zwangspausen entstanden sind. Die Teilebestellungen haben natürlich auch Ihre Zeit gebraucht. Der ITM BicepTube hat mich alles in allem rund 1500 EUR gekostet, was nicht gerade billig erscheint, dafür aber wird man klanglich für alles mehr als entschädigt. Allein für das Gehäuse waren es etwa 350 EUR.

Die Basswiedergabe des ITM BicepTube ist hervorragend, auch in Verbindung mit meinen T&A-Lautsprechern. Die Transmissionline meiner T&As allerdings bringen - wohl Prinzip-bedingt - leider keine so präzisen Bässe, wie ich mir das wünschen würde. Das Klangbild des ITM BicepTube im Allgemeinen würde ich als warm und sehr angenehm bezeichnen. Viele Stücke von früher, die eine gewisse Nervkomponente entwickelten - enervierend waren -, spielt der ITM BicepTube unheimlich gelassen und mühelos.

Im Vergleich mit meinem Luxman bringt der ITM BicepTube vielleicht nicht jedes kleinste Detail ans Tageslicht, was vielleicht auch an den Ausgangsübertragern liegt, dafür aber kann er einfach so richtig toll musizieren. Er ist wunderbar dynamisch, die Musik lebt und er klingt rund und sehr räumlich. Der ITM BicepTube hat einfach einen unheimlich hohen "Gute-Laune-Spaß-Faktor". Eine nochmalige Optimierung meiner Lautsprecherpositionen zur Sitzposition in Verbindung mit dem Triodenbetrieb, bringt nun über weite Strecken anstatt eines zweidimensionalen, ein dreidimensionales Klangbild. Ich sitze jetzt sozusagen in der ersten Reihe, also direkt vor der Bühne.

Herr Krieger, Inhaber der Firma Audio Creative (ein renommiertes Audio-Fachgeschäft in Riedenburg), den ich schon einige Zeit kenne, war neugierig auf mein Selbstbauprojekt und hat sich freundlicherweise bereit erklärt, meinen ITM BicepTube mal unter die Lupe zu nehmen. Schon alleine der Optik wegen war er bereits voll des Lobes, ja sogar richtig begeistert! Für den Soundcheck hatte ich den ITM BicepTube ca. 15 Minuten warm laufen lassen, dann musste er gegen 2 HighEnd-Röhrenverstärker in der 3000- und 8000-EUR-Klasse antreten. Der Test dauerte ca. 1 Stunde und ich war ja sooo gespannt auf das Urteil von Herrn Krieger.

Also um es kurz zu machen: die BicepTube-Gemeinde kann sich wirklich freuen... Herr Krieger (der Mann mit den HiFi-Ohren) war ziemlich beeindruckt - WOW !!! Im Vergleich zu dem 3000-EUR-Verstärker war so gut wie kein Unterschied hörbar, zu dem 8000er-Boliden natürlich schon. Er klang vielleicht noch etwas transparenter und noch kraftvoller. Der Unterschied allerdings wäre für mich persönlich keine 5000 EUR wert gewesen. Mehr als erstaunt war ich, als Herr Krieger gleich beim Beginn des Probehörens die Frage stellte, ob in dem ITM BicepTube eventuell ECC83 von JJ verbaut sind (er hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Blick auf die verbauten Röhren geworfen!). Das nur ganz nebenbei zum Thema "geschulte Ohren" - ich war echt beeindruckt! Herr Krieger hat dann mal einen Satz ECC83 von Electro Harmonix eingesteckt und - tatsächlich - der Klang war noch etwas luftiger und transparenter als vorher mit den JJs.

Fazit unseres Hörtests: der ITM BicepTube braucht sich wirklich nicht zu verstecken. Für einen Selbstbau-Verstärker ist er "allererste Sahne". Das war für mich jetzt natürlich der krönende Abschluss des Projektes. Ich möchte dieses Kompliment an dieser Stelle auch an Herrn Paltauf und Herrn Wessely und das ganze Team weitergeben.

Viele liebe Grüße,

Detlev Ahlbrecht


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 1

Detlev Ahlbrechts ITM BicepTube ist ein sehr sorgfältig verarbeitetes Designstück mit frei stehenden Röhren. Die Plexiglas-Blende reflektiert das Leuchten der Röhren. Für die Anzeige des Betriebszustands gibt es ein umfangreiches Display. Die beiden überdimensionierten Rändelräder sind für Lautstärke und Quellwahl.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 2

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Rückseite mit drei Cinch-Eingängen, Ventilator, unten links und rechts die Lautsprecher-Ausgänge für jeweils 4 Ohm resp. 8 Ohm, links vom Netzschalter-Kaltgerätebuchse-Modul ist ein Betriebsstundenzähler. Die beiden Kippschalter oben in der Mitte dienen dem Umschalten von Trioden- auf Pentodenbetrieb.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 3

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Das Gehäuse im Rohbau, hier noch mit einer Lochblech-Blende hinter den Röhren, welche letztlich durch Plexiglas ersetzt wurde.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 4

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Die Lochrasterplatine mit IR-Empfänger und den Leuchtelementen für das Display.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 5

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Der Rahmen mit bereits eingebauten Leuchtelementen für das Display, hier noch ohne Display-Blende.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 6

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Blick von oben auf den - bis auf die Räder und Lüfter - fast fertig aufgebauten Verstärker.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 7+8

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Fernbedienung sowie eines der beiden riesigen Rändelräder; hier das rechts am Gehäuse angeordnete für die Lautstärke. Im Bild links die Relaisplatinen für Eingangswahlumschaltung und Lüfter.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 9

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Blick auf das Chassis, rechts mit der Hauptplatine und an die Rückwand montiertem 12-Volt-Netzteil. Am Trafo montiert sind die kleine Relais-Platine und 8-Ohm-Lastwiderstand für die Schutzschaltung.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 10+11

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: An der Rückwand montierte Cinch-Buchsen für die über Relais umschaltbaren Quell-Eingänge. Links oben im linken Bild ist an der Rückwand der 8-dB-leise Lüfter zu sehen.


[BILD] ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht / 12

ITM BicepTube Detlev Ahlbrecht: Die ECC83er sind hier noch von JJ, beim Test gemeinsam mit HighEnd-HiFi-Spezialisten Herr Krieger von Audio Creative brachten die von ihm empfohlenen Ausführungen von Electro Harmonix ein luftigeres, transparenteres Klangbild und wurden daher gegen solche ausgetauscht.


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