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[BILD] ITM BicepTube Mario Weymayer

Mario Weymayer

Linz (A)

Gerät: ITM BicepTube

Als vorbildliche Lösung veröffentlicht in "praktiker" Nr. 12 / 2004


Hallo Praktiker-Team!

Ausgangspunkt für den Selbstbau eines Verstärkers war ein anderes Selbstbauprojekt, auf das mich ein Freund brachte: Breitbandlautsprecher. In meinem Fall FS-Accousta mit AER MD 1b Chassis von Filip Keller. Nach Fertigstellung und ausreichend Einspielzeit "holperten" und dröhnten die Lautsprecher bei gewissen Musikstücken. Nach - mehrfacher - Rücksprache mit dem Chassis-Hersteller und verschiedenen nicht ganz zufrieden stellenden Versuchen stand mein - nicht ganz billiger - Verstärker (Accuphase E 210 A) im Verdacht, am Dröhnen zumindest mitbeteiligt zu sein. Anfangs skeptisch, hat sich dies mittlerweile bestätigt. Bei Internet-Recherchen stieß ich schnell auf den "ITM BicepTube", war ebenso schnell begeistert und entschied mich für die Variante C als Vollverstärker.

Da ich elektronisch wenig versiert und erfahren bin, fragte ich Freund Clemens, ob er mir bei den notwendigen Bau- und Lötarbeiten helfen würde. Gott sei dank wusste er damals noch nicht, wie viele Stunden Arbeit dies letztenendes noch bedeutete. Und sagte zu.

Die meiste Zeit benötigte der Gehäuseaufbau. Da Clemens bei solchen Dingen ein bisschen perfektionistisch veranlagt ist, überzeugte er mich von einem extra Trafo-Gehäuse.

Weil ich eine fertig bestückte Platine verwendete, mussten "nur mehr" ein Eingangswahlschalter, Lautstärkepot, Ein- und Ausgänge und die Trafos / Übertrager mit der Platine und untereinander verlötet werden, und fertig war der Röhrenvollverstärker.

Meine Lautsprecher haben mit einem Kennschalldruckpegel von von ca. 99 dB einen sehr hohen Wirkungsgrad, weswegen ich die Betriebsvariante C verwenden kann. Beim ersten Probehören war ein lauter Brumm zu hören und die niedrigen Frequenzen viel zu laut. Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Wessely und vor allem Herrn Paltauf konnte der Fehler schnell gefunden werden: Wir hatten den Anschluss der Gegenkopplung vergessen. Bei der vorangegangenen Fehlersuche ging allerdings noch der Lautstärkepot kaputt, was aber wieder repariert werden konnte. Beim Gehäuse half mir ein Freund aus vergangenen Tagen (danke Harri!) mit der Beschaffung und dem Zuschneiden der Nirosta-Teile.

Endlich fertig, ist der Klang sehr beeindruckend. Mein teurerer Accuphase-Verstärker kann da keinesfalls mithalten. Es ist toll, wie feinauflösend und dynamisch meine Lautsprecher in Verbindung mit einem solchen Verstärker klingen können. Nie hätte ich gedacht, dass man das Schlucken der SängerInnen hören würde. Allerdings war ich anfänglich enttäuscht, da es bei der Musikwiedergabe oft rauschte. Erst als ich merkte, dass dies das Rauschen der Aufnahmen bzw. die zum Teil sehr schlechte CD-Qualität war, erkannte ich das Potential des "ITM BicepTube" zur Gänze. Als Quelle verwende ich einen Sony CDP XA 50 ES und nach Hörtests habe ich mich nun auch für ein neues Cinch-Kabel aus dem Angebot des Herrn Paltauf entschieden.

Ohne das Wissen, Können und den ausdauernden Erklärungen von Clemens hätte ich den Verstärker so nicht bauen können bzw. hätte ich wohl viel Zeit im Austausch mit Hr. Wessely und Hr. Paltauf verbringen müssen (von der Aneignung der notwendigen Lötfertigkeiten ganz zu schweigen). Ein gewisses Know-How und vor allem handwerkliche Fähigkeiten sollten beim Selbstbauer vorhanden sein. Wer es aber mal geschafft hat, kann sich über einen hervorragenden Röhrenverstärker freuen. Musikhören bedeutet nun noch mehr Freude.

Liebe Grüße,

Mario Weymayer


[BILD] ITM BicepTube Mario Weymayer / 1

Mario Weymayers ITM BicepTube von vorne


[BILD] ITM BicepTube Mario Weymayer / 2

Mario Weymayers ITM BicepTube - Blick von oben in das Gehäuse


[BILD] ITM BicepTube Mario Weymayer / 3

Mario Weymayers ITM BicepTube, Rückseite


[BILD] ITM BicepTube Mario Weymayer / 4

Mario Weymayers ITM BicepTube und der separat mit Holzgehäuse ausgeführte Netzteil. Wie man auf diesem Bild gut erkennen kann, ermöglicht ein Fenster in Form eines auf die Spitze gestellten Dreiecks den Blick ins Innere des Geräts


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