[COVER] ITM praktiker

ITM Newsroom
Meldungen Nr. 1750-1759
praktiker.at/news


Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

[!>  Tiefergehende Behandlung der Themen sowie Testberichte, Grundlagenwissen und Hintergründe zu Technologien finden Sie bitte in den "praktiker"-Heften (kostenlos testen: Schnupperabo-Bestellung).



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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1759:

Französischer Reparierbarkeit-Index als EU-Vorbild

(12.02.2021) Kürzlich - am 9. Februar - hatten EU-Parlaments-Abgeordnete als Ergebnis einer Abstimmung die EU-Kommission aufgefordert Standards auszuarbeiten um die Reparierbarkeit von Elektroartikeln zu verbessern. Erwartet wird eine Kennzeichnung nach verschiedenen Kriterien, die - ähnlich jener für Stromverbrauch - für den Konsumenten die Tauglichkeit für Reparaturen beim Kauf erkennbar macht. Vorbildgebend dabei soll der bereits in Frankreich seit Jahresanfang angewandte "Reparierbarkeits-Index für Elektroartikel" sein.

Beim französischen "Reparierbarkeits-Index für Elektroartikel" werden folgende Kriterien bewertet:

  • Zeitdauer der Verfügbarkeit von technischer Dokumentation, Gebrauchsanweisungen und Wartungshinweisen
  • Reparaturtauglichkeit und dafür erforderliche Werkzeuge
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie Dauer der Verfügbarkeit und Lieferfristen
  • Höhe der Preise von Ersatzteilen im Vergleich zum Preis des ganzen Produkts

Es geht dabei auch um die Reparierbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Spezialwerkzeugen auch für Reparaturbetriebe, die nicht Vertragsbetriebe des jeweiligen Geräteherstellers sind.

Vor allem für Besitzer von teureren Marken-Smartphones ist es ärgerlich, dass sich Reparaturen - außer dem Wechsel des eingebauten Akkus - bei Vertragsbetrieben des jeweiligen Produktherstellers wegen extrem hoher Ersatzteilpreise oft zu teuer sind. Es ist also einerseits ein Problem für freie Reparaturbetriebe, weil sie diese Geräte nicht uneingeschränkt reparieren können. Entweder kommt man nur extrem teuer an Original-Ersatzteile oder es gibt auch Spezialwerkzeuge, die nur an Vertragsbetriebe des jeweiligen Produktherstellers gegeben werden.

Das ist ärgerlich für freie Reparaturbetriebe und es ist ärgerlich für den Konsumenten, dass Reparaturen mitunter so teuer sind, sodass sich diese dann eher für ein Neugerät als für eine Reparatur entscheiden.

Für den privaten Praktiker ist es sowieso erfreulich, dass beispielsweise Ersatzteile - Module - für gängigere Smartphone-Modelle erhältlich sind und mit einigem Können auch leicht ausgetauscht werden können. Wenn man das selbst macht, weiß man, dass dadurch Garantie oder Gewährleistung erlöschen und es geht niemanden etwas an, ob die Ersatzteile neu, "refurbished" oder Nachbauten von Fremdherstellern sind - was für einen professionellen Reparaturbetrieb freilich nicht egal ist.

Jeder, der bei einem Smartphone schon einmal selbst einen Akku ausgewechselt hat, kann sehen, dass das Innenleben aus leicht trennbaren Modulen besteht. Und er weiß, dass die Verklebungen der Gehäuse leicht zu lösen und beim Zusammenbau wieder herzustellen sind.

Es wurde schon vor mehreren Jahren eine große Verbesserung erzielt, indem einheitliche Netzgerät-Anschlüsse vorgeschrieben worden sind. Das war dann der USB-Anschluss, was sich sehr gut bewährt seither.

Es ist aber leider fraglich, ob eine uneingeschränkte Reparierbarkeit von Geräten auch durchgesetzt werden kann. Beispielsweise die Kfz-Hersteller zeigen sehr klar, wer der eigentliche Eigentümer eines Autos über dessen Lebensdauer hinweg bleibt.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1758:

OM Digital Solutions hat ihren Betrieb aufgenommen

(07.01.2021) Die OM Digital Solutions Corporation, Tokyo hat am 1. Januar 2021 ihren Betrieb aufgenommen. Das neue Unternehmen vermarktet die bislang von Olympus hergestellten und vertriebenen Consumer-Produkte; also in der Hauptsache Kameras und Diktiergeräte. Dies wurde bereits im vorigen Herbst angekündigt - siehe Meldung vom 02.10.2020: Olympus: Kameras und Diktiergeräte ab 1.1. bei JIP.

Die Niederlassung von OM Digital Solutions Corporation in Hamburg wird u.a. auch für Österreich zuständig sein. Die Consumer-Bereiche von Olympus in der Österreich-Niederlassung in Wien wurden leider per Jahresende geschlossen.

Shigemi Sugimoto, der die Imaging-Division von Olympus verantwortet hatte, wurde nun Representative Director und Präsident der OM Digital Solutions Corporation. Eine neue Organisationsstruktur, in der Management, Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb zusammengefasst sind, soll es ermöglichen, die Workflows zu optimieren und die Produktpalette, unter anderem der Marken OM-D, PEN und Zuiko, entsprechend den Wünschen und Anforderungen der Anwender weiterzuentwickeln.

Außer der Fortführung der bisherigen Produktlinien wurde also auch die Arbeit an weiteren Innovationen in Aussicht gestellt.

=>> OM Digital Solutions Kameras, Audio, Ferngläser unter olympus.de

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1757:

EU-Drohnenverordnung: Prüfungen, Voraussetzungen

(21.12.2020) Für den Einsatz von Drohnen gibt es nun neue Gesetze. Nur "Spielzeug-Drohnen" bleiben weiterhin ohne Prüfungen oder Zulassungen verwendbar. Nur einige Einschränkungen wie Flughöhen oder Sperrbereiche sind bei diesen zu beachten. - Alles über die neue Drohnenverordnung und auch die Möglichkeit, die Prüfungen abzulegen findet der geneigte Leser bitte unter folgendem Link zur Drohnenplattform von Austro Control. Die Informationen dort sind jeweils aktuell.

=>> www.dronespace.at

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1756:

photokina wird nun "bis auf Weiteres ausgesetzt"

[LOGO](03.12.2020) Ende November hatte Koelnmesse nun in einer Aussendung mitgeteilt, dass die photokina nun doch nicht mehr stattfinden wird: "Die photokina wird bis auf Weiteres ausgesetzt". Es hatte mehrere Versuche gegeben, ein Konzept für eine Zukunft der photokina zu finden - siehe zuletzt Meldung vom 20.03.2020: photokina 2020 abgesagt, nächste daher im Mai 2022. "Die Rahmenbedingungen der Branche bieten leider aktuell keine tragfähige Basis der internationalen Leitmesse für Foto, Video und Imaging", sagt dazu Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. "Dieser harte Schnitt nach einer 70-jährigen gemeinsamen Geschichte ist uns sehr schwergefallen. Die Entwicklung der Branche, mit der uns stets eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft verbunden hat, schmerzt uns sehr. Aber wir stellen uns der Sachlage mit einer klaren, ehrlichen Entscheidung gegen die Fortsetzung der Veranstaltung, die leider für uns ohne Alternative ist."

Schon vor der Corona-Pandemie war der Imagingmarkt mit jährlich zweistelligen Rückgängen stark in Bewegung. Die Dynamik hat sich 2020 massiv verstärkt und war zuletzt mit einem Minus im Bereich um die 50 Prozent verbunden. Dies hat sich zur photokina, die seit 1950 für Generationen in Köln die erste Adresse für die Imaging-Industrie war und die zu den besonders positiv und emotional besetzten Marken in der Messewelt zählt, in jüngerer Vergangenheit stark bemerkbar gemacht.

Seit 2014 hat die Koelnmesse gemeinsam mit dem Photoindustrie-Verband Konsequenzen aus der rückläufigen Entwicklung des Marktes gezogen und mit grundlegenden Konzeptanpassungen sowie hohen Investitionen in neue Aussteller- und Besuchersegmente reagiert. "Diese konzeptionellen Veränderungen haben ebenso wie eine Turnusänderung und ein Terminwechsel die Situation der Veranstaltung aber letztlich nicht grundlegend verbessert", so Geschäftsführer Oliver Frese, Chief Operating Officer der Koelnmesse. "Es wird heute mehr fotografiert als je zuvor, doch auch die Integration der Smartphone-Foto- und -Videografie sowie der Bildkommunikation beispielsweise via Social Media konnten den Ausfall großer Teile des klassischen Markts nicht kompensieren. So ist die Gesamtlage mit dem Qualitätsanspruch der photokina als einer weltweit renommierten Marke, die für höchste Qualität und Professionalität im internationalen Imaging-Markt steht, nicht vereinbar."

Die Koelnmesse hat ihre Entscheidung in enger Abstimmung mit dem Photoindustrie-Verband getroffen. PIV-Vorsitzender Kai Hillebrandt: "Unsere Partner in Köln haben alles getan, die photokina als globale Leitmesse zu erhalten. Die damit verbundenen Erwartungen der gesamten Imaging-Community hätte die Veranstaltung aber 2022 in der Tat nicht erfüllen können. Deshalb gehen wir seitens des Verbands diesen leider unabwendbaren Schritt mit. Wir bedanken uns beim Kölner Team für großartige gemeinsame 70 Jahre!"

Soweit die traurige Mitteilung der Koelnmesse. Traurig auch deswegen, weil die photokina neben der Präsentation der neuen Produkte durch umfangreiche Themen-Galerien auch eine wichtige Bühne für die Werke von Amateur- und Profifotografen gewesen ist.

Davor wurde auch die CeBIT bereits aufgegeben - siehe Meldung vom 05.12.2018: CeBIT Hannover findet schon 2019 nicht mehr statt. Als große Messe für die für "praktiker" relevanten Themenbereiche bleibt weiterhin die IFA Berlin, die derzeit nur wegen der Corona-Vorschriften - Limits bei Personenanzahl, Abständen zueinander und erhöhte Hygiene-Anforderungen - im Vorjahr nur für Fachbesucher stattgefunden hatte.

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Der Hauptgrund ist der dramatische Rückgang der Verkäufe von Kameras in den letzten Jahren. Die Ursache dafür sind freilich die zunehmend besser gewordenen Smartphone-Kameras. Fotografiert wird ja so viel wie noch nie zuvor.

Es hatte schon vor ungefähr 30 Jahren einmal sehr schlecht für die Kameraindustrie ausgeschaut. Dann kam die Digitalkamera und es hatte jahrelang einen enormen Boom für die Fotoindustrie gegeben. Weggefallen ist damals naturgemäß sehr rapide das Geschäft mit der Filmausarbeitung. Mit immer besser werdenden Displays ist auch das Interesse an Papierbildern stark gesunken. Für die Industrie hatte sich das Geschäft mit der Fotografie also praktisch auf den Verkauf von Kameras reduziert. Und diese sind mittlerweile primär Smartphones.

Es gibt auch weiterhin Systemkameras, aber die Interessenten dafür sind ein relativ kleiner Kreis. Dazu kommt, dass die Systemkameras bereits seit mehreren Jahren so leistungsstark sind, dass auch das Interesse an neuen Modellen nicht so gewaltig ist. Eine heute zehn Jahre alte Systemkamera ist durchaus perfekt.

Die Flaute für die Fotoindustrie vor ungefähr 30 Jahren war bedingt durch die Verbesserungen bei den Kompaktkameras, die vor etwa 40 Jahren eingesetzt hatte. Davor war es so, dass jeder, der halbwegs scharfe Fotos haben wollte, sich eine Systemkamera kaufen musste. Also auch jene, die keine Foto-Enthusiasten sind. Man kann sich das heute nicht mehr vorstellen, aber die Fotos von einfachen Kompaktkameras waren mitunter so schlecht, dass man bei Personengruppen von mehr als fünf Leuten auf einem Bild, die Personen kaum erkennen konnte.

Nun kamen also vor 40 Jahren dann Kompaktkameras, die durchaus auch die Qualität von Systemkameras erreicht hatten. Damit wurden für weite Teile der Anwender die Systemkameras weniger interessant. Nachdem alle jene, die das interessiert hatte nun eine gute Kompaktkamera hatten, war auch dieser Markt gesättigt und wurde nicht mehr viel nachgekauft.

Dann kamen die Digitalkameras, die vorerst praktisch jährlich deutliche Verbesserungen hatten. Wer sich das leisten konnte, hatte die damals sündteuren Kameras fast jährlich neu gekauft. Als diese auch erschwinglicher geworden sind, sind schon fast alle, die bislang schon fotografiert hatten von ihrer Kamera mit Film auf Digitalkamera umgestiegen.

Die weniger Anspruchsvollen sind letztlich dann mit den ersten Smartphones, die nun teilweise von Mobiltelefonnetzbetreibern kostenlos oder zumindest sehr billig erhältich geworden sind, abgelöst worden. Mittlerweile ist die Qualität der Kameras von Smartphones durchaus auf dem Niveau von Kompaktkameras - teilweise sogar mit Telebrennweiten. Dank Periskop-Konstruktionen, die bereits bei Kompaktkameras eingesetzt worden sind, sind auch lange Telebrennweiten im Smartphone realisierbar, was auch zunehmend passiert.

Jetzt bleiben halt nur noch jene als Kamerakäufer übrig, die wegen der Handhabung eine konventionelle Kamera haben wollen oder die sich technisch für die Fotografie interessieren und jede kleine Verbesserung in Form eines neuen Kameramodells haben wollen. Das ist eben ein nur noch sehr kleiner Kreis an Interessenten. Und Systemkameras für die ultimativ möglichen Möglichkeiten an Detaildarstellung und echtem Bokeh beispielsweise, was halt nur mit wirklich großem Aufnahmeformat und großer Blendenöffnung erreichbar ist. Auch der exakte Auslösezeitpunkt ist mit einer Kamera konventioneller Bauart besser in der Gewalt des Fotografen, als bei einem Smartphone. Dass es den "entscheidenden Augenblick" gibt und den zu treffen - der auch mit tausenden von Serienaufnahmen verfehlt werden kann -, die eigentliche Kunst der Fotografie ist, interessiert den Alltagsfotografen nicht. Und könnte er auch nicht. Jeder hat andere Interessensschwerpunkte. Nicht jeder der fotografiert, will auch ein perfektes Foto machen. Es reicht, wenn alles, was festgehalten werden soll, im Bild gut erkennbar ist.

Die breite Masse an Alltagsfotografen hat daher - für ihren Bedarf - auch recht. Heute schafft man mit einer besseren Smartphone-Kamera - hinsichtlich Detailabbildung und Streulichtunempfindlichkeit - eine bessere Abbildungsleistung als mit einem sündteuren Leica-Objektiv vor 30 Jahren auf Filmmaterial, wobei hier das Filmmaterial der limitierende Faktor ist. Wenn man sich die Preise für Ersatzteile bei Smartphones anschaut, sieht man, dass das komplette Kameramodul für ein Smartphone nur ein paar Euro kostet. Die Technik hat also in den letzten Jahren extreme Fortschritte gemacht.

Eine Fotoindustrie im früheren Sinn - also Hersteller von Kameras, Hersteller von Fotochemie, Filmmaterial und Fotopapier - gibt es nicht mehr und wird auch nicht mehr kommen. Fotografie ist heute die Domäne von Smartphone-Herstellern und Computerdrucker-Herstellern. Ernsthafte Fotografie - der Bedarf für Amateurfotografen und Profifotografen - wird sich reduzieren auf vielleicht drei Hersteller von Systemkameras, die übrigbleiben dürften. Plus Leica, vermutlich.

(Felix Wessely)

=>> www.photokina.de

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1755:
TERMIN-TIPP FÜR PRAKTIKER

Klangbilder heuer nicht möglich, kommt wieder 2021

[BILD] Klangbilder 2018 - im Bild Mag. Sabine Pannik - (c) Felix WesselyLeider fällt die Klangbilder-Messe für heuer aus. Hier im Bild die Showbühne bei einer der vorigen Klangbilder; rechts im Vordergund die seit 2018 hinzugegekommene Verstärkung im Management, Mag. Sabine Pannik.                                 Bild: Felix Wessely

[LOGO](19.11.2020) Österreichs einzige Messe für Unterhaltungselektronik - ganz speziell für Audiophile -, die von Dr. Ludwig Flich geleitete "Klangbilder" war für heuer von 20. bis 22. November geplant gewesen. Wegen der Covid-Maßnahmen, darf diese heuer leider nicht stattfinden.

Dr. Flichs Klangbilder-Team wird seit zwei Jahren nun von der in Sachen Marketing und Eventveranstaltung erfahrenen Mag. Sabine Pannik verstärkt und hätte viel Interessantes und Neues für heuer vorgehabt. Sehr schade.

Für das Jahr 2021 ist die nächste Klangbilder geplant. An den Veranstaltern und Interesse an Ausstellern hatte es ja heuer nicht gelegen. Es ist halt zu hoffen, dass es bis dahin mit den Covid-Massnahmen vorbei ist.

=>> www.klangbilder.at

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1754:

KEF LS50 Wireless II Aktivboxen mit Tidal Connect

[BILD] KEF LS50 Wireless II Wireless-Akivboxen - (c) KEFKEF bringt mit den neuen Wireless-Akivboxen LS50 Wireless II auch den hochwertigen, bei Audiophilen beliebten Musikstreamingdienst Tidal Connect ins Wohnzimmer.                     Bild: © KEF

(07.11.2020) Der renommierte britische Lautsprecherhersteller KEF hat kürzlich mit den KEF LS50 Wireless II "wohnraumkompatible" Aktivboxen vorgestellt - diese unterstützen nun als Besonderheit den Musik-Streamingdienst Tidal Connect. LS50 Wireless II verbinden sich über einen WLAN-Router direkt mit dem Internet oder freilich mit einem eigenen Musikserver. Die Steuerung erfolgt über eine Smartphone-App.

Die globale Musik-Streaming-Plattform Tidal hat Tidal Connect vorgestellt, die erste und einzige HiFi-Casting-Technologie, die es Benutzern ermöglicht, direkt zum LS50 Wireless-II-System zu streamen. Durch Tidal Connect kann ab sofort die verlustfreie Audioqualität der Streaming-Plattform in Verbindung mit bekannt hochwertiger KEF-Technik erlebt werden.

Der linke und der rechte Lautsprecher können ohne Kabel miteinander verbunden werden. Es ist also alles drahtlos hinsichtlich der Musiksignal-Einspeisung.

Die Tidal Connect App fungiert dabei als Controller. Auch Tidal Premium-Mitglieder können Ihre LS50 Wireless II-Lautsprecher nutzen, indem sie während der Wiedergabe eines Songs den Bildschirm "Now Playing" öffnen, auf den Geräte- Wahlbutton unten links klicken und Ihre KEF LS50 Wireless II auswählen.

Tidal Connect ist auch die einzige Casting-Technologie, die Unterstützung für High-End Streaming Formate in höchster Auflösung bietet, die über Tidal HiFi verfügbar sind - einschließlich Master Quality Authenticated Records (MQA) und Dolby Atmos. MQA liefert den Klang in Master-Qualität, so wie es der Künstler beabsichtigt hat, und Dolby Atmos bietet den Zuhörern beeindruckende Audioerlebnisse durch räumliche, objektbasierte Audiowiedergabe.

Die Leistungsstärke der LS50 Wireless II ergibt sich aus der Kombination des akzentesetzenden Gehäuses mit der innovativen digitalen Signalverarbeitung - KEFs Music Integrity Engine und den beeindruckenden 380 W Verstärkerleistung - ein neuer 100 W Class A/B-Verstärker versorgt die Hochtöner und ein 280-W-Class-D-Verstärker die Mittel-/ Tieftöner.

KEF LS50 Wireleless II ist in vier Farbversionen - Carbon Black, Titanium Grey, Mineral White sowie die Crimson Red Sonderedition - um knapp 2500 EUR bereits erhältlich.

=>> de.kef.com

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1753:

Microsoft akzeptiert Internet Explorer nicht mehr

(28.10.2020) Microsoft wird - wie soeben bekanntgegeben - nun von der Verwendung des mittlerweile veralteten Internet Explorer abhalten indem mit diesem der Zugang zum Microsoft-Konto ab Mitte November nicht mehr möglich sein wird. Es wird dann der Umstieg auf Edge empfohlen. Ebenso soll für den Zugriff auf populäre Websites wie beispielsweise YouTube der Zugang mit Internet Explorer nicht mehr möglich sein. Als Grund dafür wird angegeben, dass Internet Explorer einige der mittlerweile aktuellen Funktionen nicht mehr unterstützt.

Der Zugang zum Microsoft-Konto wird - wie bisher - auch mit anderen aktuelleren Webbrowsern möglich sein. Es wird also nicht die Verwendung von MS Edge dafür erzwungen.

Internet Explorer ist bekanntlich seit Windows 10 nicht mehr der vorinstallierte Microsoft-Browser, sondern dessen Nachfolger MS Edge. MS Edge für Windows basiert - wie die Android-Version von vornherein - seit vorigem Jahr auf der Rendering Engine von Google - siehe Meldung vom 11.12.2018: Microsoft Edge soll fortan auf Chromium basieren.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1752:

Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera mit µFT-Bajonett

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera - (c) PanasonicHier die brandneue Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera mit µFT-Bajonett mit umfangreicher Peripherie - bereit für professionelle Filmaufnahmen in Auflösungen bis zu C4K/4K bei 10-bit-Farbtiefe.                                   Bild: © Panasonic

(21.10.2020) Panasonic hat kürzlich mit der Lumix BGH1 die erste Box-Style-Nur-Kamera im Micro-FourThirds-System angekündigt, die im November erhältlich werden soll. Man richtet sich damit an Video-Profis oder sehr hohe Ansprüche hinsichtlich Qualität und Flexibilität für Videoaufnahmen unter praktisch allen denkbaren Bedingungen. Diese würfelförmige Kamera ist nur Kamera, also ohne Sucher und ohne für die Bedienung nötige Bedienelemente. Diese - sowie Display für Sucher - werden den Bedürfnissen entsprechend angeschlossen. Also für Filmen durch einen Kameramann oder auch allein für den Einsatz mit ferngesteuerter Drohne beispielsweise. Dank des Wechselbajonetts ist die Lumix BGH1 mit dem sehr umfangreichen Sortiment an Micro-FourThirds-Objektiven kombinierbar. Panasonic hat in der Lumix BGH1 seine Erfahrungen mit professionellen Cine-Kameras, Camcordern und der Lumix-GH-Serie eingesetzt.

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera - (c) Panasonic
Bild: © Panasonic Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera. Deutlich erkennbar sind die jeweils drei großen Lüftungs-Löcher für die Sensor-Kühlung; diese gibt es an allen vier Seiten.

Abgesehen von diesem genialen Konzept für Profianwendungen und zahlreichen sonstigen Besonderheiten gibt es ein Kühlungssystem für den Sensor, sodass auch langdauernde Aufnahmen problemlos möglich sind. Das Gehäuse der Lumix BGH1 ist aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und ist dadurch leicht und robust.

Diese erste kompakte Box-Style-Kamera im µFT-System bietet Aufzeichnungen mit C4K/4K, 60p/50p und 10-bit Farbtiefe. C4K steht übrigens für Cinema-4K. Das unterscheidet sich von 4K-UHD durch das Seitenverhältnis. 4K-UHD ist 16:9 und C4K ist 19:10 (= 17,1:9), also geringfügig breiter. Unter "4K" gibt es schon eine ganze Menge an Seitenverhältnissen.

Wegen der rasant zunehmenden Streaming-Möglichkeiten ist die Lumix BGH1 eine Kamera für professionelle Broadcast-Übertragungen und bietet einfache Installation und gleichzeitig hohe Ausbaufähigkeit bis hin zu einer Multi-Kamera-Steuerung. Damit deckt sie zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten von Live-Streaming, über Steuerung via Netzwerk bis hin zum Einsatz auf stabilisierenden Gimbals oder in Kombination mit ferngesteuerten Drohnen ab.

[BILD] Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera, Rückseite - (c) Panasonic
Bild: © Panasonic Panasonic Lumix BGH1 Box-Style-Nur-Kamera, Rückseite. In der Mitte der Einschub für den Akku.

Die Lumix BGH1 arbeitet mit einem 10,2-Mpx Live-MOS-Sensor mit Dual-Native-ISO-Technologie und Venus Engine als Bildprozessor. Durch die Dual-Native-ISO-Technologie wird der Sensor der Lumix BGH1 - wie bei den professionellen Varicam-Broadcastkameras von Panasonic - über zwei getrennte Schaltkreise ausgelesen. Damit gibt es zwei verlustfreie native ISO-Empfindlichkeiten, was für deutlich reduziertes Bildrauschen sorgt und daher höhere Empfindlichkeiten bis zu ISO 51200 erlaubt.

Die Lumix BGH1 zeichnet intern mit C4K/4K-Auflösung und 4:2:0 10-bit-Farbtiefe wahlweise mit 60p oder 50p auf. Sie kann Videos mit einer Gamma-Kurve aufnehmen, die mit dem ITU-R BT.2100-Standard kompatibel ist. Sie bietet zudem Hybrid Log Gamma (HLG) für HDR-Aufnahmen, die nach HEVC/H.265-Codec mit deutlich reduzierter Datenrate gespeichert werden können.

Mit dem vorinstallierten V-Log L-Modus liefert die Kamera einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen und kann dieses Signal via HDMI in C4K/4K 4:2:2 10-bit an einen Recorder ausgeben.

Der VFR-Modus (Variable Frame Rate) erlaubt Aufnahmen mit variablen Bildraten und somit Zeitlupen oder Zeitraffer. Bei C4K/4K-Auflösung können Aufnahmen mit 60 fps gemacht werden, sodass im 24p-Modus maximal eine ums 2,5-fache verlangsamte Zeitlupe entsteht. Bei Full-HD erlaubt die Kamera maximal 240 fps und ermöglicht damit in 24p eine 10-fache Zeitlupe. Die minimale Bildrate für Zeitrafferaufnahmen liegt bei 2 fps.

Die Lumix BGH1 kann zudem mittels Deep-Learning-Technologie Objekte erkennen, die sich sehr schnell bewegen - sowohl Menschen als auch Tiere wie Hunde, Katzen und Vögel. Um speziell bei Menschen eine noch präzisere Schärfeverfolgung in Echtzeit zu ermöglichen, gibt es nun neben der Augen-, Gesichts- und Körpererkennung die separate Erfassung des Kopfs. Die Kamera kann deshalb auch dann die Schärfe von Personen zuverlässig verfolgen, wenn sich diese schnell bewegen, von der Kamera wegdrehen, den Kopf neigen oder sich weit von der Kamera entfernen.

Die Lumix BGH1 ist eine kompakte, leichte Box-Style Kamera, deren Montage und Installation durch Power over Ethernet+ (PoE+) sehr einfach ist. Mit PoE+ können über die Ethernet-Kabelverbindung bis zu ca. 25 Watt bei einer Spannung von typisch 48 V mitgeliefert werden. Dies passiert entweder über ein oder mehrere ungenutzte Adernpaare oder unter das Signal gelegte Datenleitungen. Über eine neue PC-Software "Lumix Tether for Multicam" lassen sich bis zu zwölf Lumix BGH1 steuern. Mit einem später folgenden Firmware-Update soll zudem IP-Streaming (RTP/RTSP) über die Netzwerkkabel ermöglicht werden.

Neben der USB-3.1-Type-C-Schnittstelle bietet die Kamera einen 3G-SDI- sowie einen HDMI-Type-A-Ausgang, die beide parallel ein Videosignal ausgeben können. Darüber hinaus gibt es Genlock-IN und Timecode-IN/OUT für leichte Synchronisierung bei Multicam-Aufnahmen. Die Lumix BGH1 kann über entsprechende Schnittstellen leicht mit externen Monitoren, Rigs und Gimbals kombiniert werden.

Für die Speicherung der Aufnahmen gibt es zwei SD-Kartenschächte, die sowohl als Backup parallel oder - für längere Aufzeichnungen - nacheinander beschrieben werden können.

Die Lumix BGH1 soll im November um knapp 2100 EUR erhältlich werden.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1751:

Epson: Neue Heimprojektoren für Gaming & Heimkino

[BILD] Epson EH-TW5820 - (c) EpsonSpitzenmodell der neuen Palette Heimprojektoren von Epson: EH-TW5820.                       Bild: © Epson

(12.10.2020) Epson stellt zu Beginn der dunklen Jahreszeit eine neue Palette preiswerter und leicht zu bedienender Heimprojektoren vor, die großformatiges Gaming- und Kinoerlebnis ermöglichen. Auch auf die komfortable Verwendung von Projektoren im Heimbüro wird von Epson hingewiesen. Die neuen Geräte sind dabei eine Alternative zum herkömmlichen Fernseher. Die neuen Projektoren sind Epson EB-W06, EB-W51, EH-TW740, EH-TW750, EH-TW5820 sowie Epson EB-FH06. Die Preise liegen liegen zwischen knapp 700 EUR für den Epson EB-W06 und knapp 1400 EUR für den Epson EH-TW5820.

Jörn von Ahlen, Marketingleiter der Epson Deutschland GmbH: "Da wir alle viel Zeit zu Hause verbringen, benötigen wir auch eine bessere Unterhaltung für Jung und Alt. Projektoren sind eine hervorragende Lösung für ein immersives Kino- und Gamingerlebnis oder auch für die Bearbeitung von Dokumenten im Heimbüro. Unser neues Portfolio an Projektoren für daheim stellt sicher, dass wir eine große Auswahl für alle Anforderungen zur Verfügung haben. Ob Anwender sich Filme ansehen möchten oder das Fernsehprogramm, ob sie Computerspiele spielen möchten oder im Heimbüro arbeiten wollen: Alle neuen Geräte liefern einen hohen Lichtstrom für helle, augenfreundliche Bilder. Die Projektoren sind zudem leicht zu bedienen und werden von der ganzen Familie genutzt. Es ist ebenfalls möglich, sie für die Arbeit in kleinen Arbeitsgruppen einzusetzen."

Während sich die Modelle EB-W06, EB-FH06 und EB-W51 als Begleiter für den Einsatz im Heimbüro anbieten, glänzen die EH-TW740 und EH-TW750 im Heimkino, bei Gamingeinsätzen und anderen Unterhaltungsformen. Alle neuen Projektoren haben eine Auflösung von mindestens WXGA, wobei der EB-FH06, EH-TW740 und EH-TW750 Bilder in Full-HD 1080p liefern.

Anwender genießen dank Epson 3LCD-Technologie auf einer großen Bilddiagonale von bis zu 320 Zoll beim EB-W06 und EB-W51 und bis zu 386 Zoll beim EH-TW740 eine hohe Bildqualität. Sogar bei Tageslicht liefern diese tragbaren Projektoren farbenfrohe, detailreiche Projektionen in natürlichen Farben.

Die 3LCD-Technologie garantiert dabei eine gleich hohe Weiß- und Farblichtleistung von je nach Gerät ab 3300 bis zu 4000 Lumen. Ihr starker Kontrast sorgt für lebendige Darstellungen mit deutlich gezeichneten Schatten und tiefen Schwarztönen.

Die Geräte besitzen eine horizontale und automatische vertikale Trapezkorrektur, sodass sie überall aufgestellt werden können, ohne dass das Bild verzerrt wird. Sie werden zudem von der Epson App iProjection unterstützt, sodass die Inhalte von drei externen Geräten unabhängig voneinander auf einer geteilten Abbildung dargestellt werden können. Die eingebauten 2-W-Lautsprecher überzeugen durch ihren kräftigen klaren Sound und in jedem Projektor ist ein HDMI-Anschluss verbaut. Damit wird die einfache Einspeisung von digitalen Video- und Audioinhalten (zusätzliche Anschlüsse am EB-FH06 und EH-TW750) möglich. Blu-ray-Player, Spielekonsolen, Media-Streaming-Geräte und mehr sind ebenfalls schnell angeschlossen.

Für alle mit Fokus auf Home-Entertainment und Gaming sind die EH-TW5820 mit einer Fülle hoch entwickelter Funktionen ausgestattet. In diese 1080p-Heimkinoprojektoren ist Android TVTM integriert, sodass Unterhaltungsprogramme einfach ohne externes Gerät gestreamt, der Google Assistant genutzt und Inhalte vom Telefon in die Projektion übertragen werden.

Für alle neuen Projektoren verspricht Epson eine lange Lampen-Lebensdauer; und zwar - je nach Modell 4500 oder 6000 Stunden im Normal- und 7500 oder 10.000 Stunden im Eco-Modus.

Epson EH-TW5820: Spitzenmodell der neuen Heimprojektoren mit Android-TV

Sowohl für Heimkino als auch für Gaming ist das Spitzenmodell der Serie, Epson EH-TW5820, ausgelegt. Dieser bietet einen Lichtstrom von 2700 Lumen, 1080p-Full-HD-Auflösung, Kontrastumfang von 60.000:1 sowie eine schon recht "kinomäßige" Bilddiagonale von bis zu 300 Zoll - also 7,62 m. Bluetooth-Audio gibt es mit Unterstützung von AptX. Als Bildquelle integriert ist Android-TV. Zur Darstellungs-Korrektur gibt es Horizontale Keystone-Korrektur und Lens-Shift.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1750:

Olympus: Kameras und Diktiergeräte ab 1.1. bei JIP

(02.10.2020) Bei Olympus war man mit den Geschäftsergebnissen bei Kameras und Diktiergeräten schon seit längerer Zeit nicht zufrieden und es war immer wieder die Rede davon, sich vor allem von der Kamera-Sparte zu trennen. Seit wenigen Tagen ist es nun fix, dass der Finanzinvestor JIP Japan Industrial Partners Inc. die Sparten Diktiergeräte und Kameras per Anfang 2021 übernehmen wird. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass Entwicklung und Produkte weitergeführt werden. Jene, die Produkte aus den beiden Sparten nutzen, sollten demnach mit einer Fortsetzung mit neuen Produkten rechnen können.

Die Vereinbarung gilt für das globale Imaging-Geschäft von Olympus inklusive Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Produktionsstandorten. Der Name der dafür in Gründung befindlichen Firma ist "OM Digital Solutions Corporation" und der Firmensitz Tokio. Die Beteiligungsverhältnisse an der neuen Firma sind noch nicht bekanntgegeben. Es ist die Rede von 5% Anteil, den Olympus an der neuen Gesellschaft halten soll. Dies würde auch dem entsprechen, was im Jahr 2014 bei der Übernahme der Computer-Sparte VAIO von Sony durch JIP gemacht worden ist.

Verkauf, Marketing, F&E sowie das Produktdesign werden an den Hauptsitz des neuen Unternehmens in Hachioji, Tokio, verlegt. Die Produktion wird an dem Standort in der Provinz Dong Nai, Vietnam, fortgesetzt. Das neue Unternehmen wird künftig Service und Support für die von Olympus hergestellten und verkauften Imaging-Produkte übernehmen. Der europäische Markt soll wie bisher aus Hamburg gesteuert werden.

In Wien gibt es bekanntlich von Olympus auch eine Niederlassung als Zweigstelle von Hamburg; ob und wie weit diese dann für Foto- und Diktiergeräte zuständig sein wird, ist uns vorläufig nicht bekannt, dürfte aber zu erwarten sein.

Nach aktuellem Stand unserer Informationen wird die Marke "Olympus" für die Produkte nach der Übertragung weiter verwendet werden.

Olympus ist sehr erfolgreich bei ihren medizinischen Produkten, die davon nicht betroffen sind. Bei Kameras und Diktiergeräten ist Olympus einer der technologisch führenden Hersteller; zuletzt mit riesigem Erfolg als einer der Pioniere bei Digital-Kompaktkameras und später auch mit Systemkameras mit Bajonetten FourThirds und Micro-FourThirds. Die Systemkameras konnten sich nicht erwartungsgemäß behaupten und generell gibt es starke Rückgänge bei der Nachfrage.

Olympus hatte mit der E-1 im Jahr 2003 die erste Digital-Spiegelreflexkamera, zu der es vom Start weg ein komplettes - durchgängig exzellentes - Objektivangebot gegeben hatte. Von Olympus eingeführte Technologien wie Staubreiniger, telezentrisch gerechnete Objektive und später auch LiveView - was alles vorerst von den beiden großen SLR-Marken als Unfug hingestellt worden ist - gehören heute zum Standard bei Systemkameras.

Dass der E-1 - bei der damals extrem schnellen Weiterentwicklung - erst nach vier Jahren mit der E-3 ein Nachfolger gefolgt ist und im Jahr 2008 - also schon 5 Jahre nach der Einführung von FourThirds auf das spiegellose System Micro-FourThirds umgestellt worden ist, war sicherlich nicht optimal.

Canon und Nikon konnten sich mit ihrer von vornherein größten Anwender-Basis und mit der Geschichte, die Objektive aus der Kleinbildfilm-Zeit weiterverwenden zu können - was bekanntlich nicht wirklich optimal war - besser durchsetzen. FourThirds resp. Micro-FourThirds ist - nüchtern betrachtet - der optimale Nachfolger für das frühere Kleinbild-Format und qualitativ bereits sehr erheblich besser als dieses. Mit aktuellen Vollformatkameras - die letztlich das Rennen gemacht haben - wird eine Qualität bis zu wie früher bei Großformat-Film erreicht, was wohl kaum jemand wirklich praktisch nutzen kann.

Micro-FourThirds wird - auch durch das gewaltige Angebot von Panasonic - weiterhin interessant bleiben, obwohl es nicht zu dem dominierenden Nachfolge-System von Kleinbildfilm geworden ist, das es werden hätte können. Olympus war ursprünglich auch der Pionier bei den Digital-Kompaktkameras und bis zuletzt in diesem Bereich sehr stark. Dieses Segment ist durch die Smartphones überhaupt fast obsolet geworden.

Die Firma Olympus ist ein erfolgreiches Unternehmen - primär mit ihren Produkten aus Medizintechnik. Es bedeutet also keinen Niedergang für Olympus. Schlimm ist das aber sehr wohl für jene Mitarbeiter, die ausschließlich für Diktiergeräte und Kameras tätig sind, weil es da sicherlich Kündigungen geben wird.

"praktiker" hält jedenfalls dem Olympus-Team in Österreich die Daumen, dass es hier - in dieser sowieso schon schwierigeren Zeit - keine "Anpassungen" gibt.

Nachtrag 10.12.2020: Es ist nun leider definitiv so, dass die Bereiche Diktiergeräte und Kameras in der Olympus-Niederlassung in Österreich aufgelassen werden. Die hier oben bereits angekündigte OM Digital Solutions Corporation wird von ihrer geplanten Niederlassung in Hamburg aus auch für Österreich zuständig sein.

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