[COVER] ITM praktiker

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Meldungen Nr. 1700-1709
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Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

[!>  Tiefergehende Behandlung der Themen sowie Testberichte, Grundlagenwissen und Hintergründe zu Technologien finden Sie bitte in den "praktiker"-Heften (kostenlos testen: Schnupperabo-Bestellung).



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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1709:

LG-Neuheiten 2019: OLED, Nano-Cell-TV, Soundbar

[BILD] LG-Fernseher mit OLED und Nano-Cell-LCD-Technologie - (c) Felix WesselyProminent unter den Frühjahrs-Neuheiten von LG sind Fernseher mit OLED und Nano-Cell-LCD-Technologie mit kleinen Zellen zur gezielten Hinterleuchtung. Unten beim OLED-Fernseher links im Bild ist die hier im Text erwähnte LG SL8Y Dolby Atmos Soundbar zu sehen.                                 Bild: Felix Wessely

(04.04.2019) Wie nun schon Tradition, hatte LG am vorigen Montag im Wiener Allianz Stadion - der Heimat des Fußballclubs Rapid - Händlern und Fachmedien seine Neuheiten präsentiert. "praktiker" war dabei und berichtet hier kurzgefasst über einige der interessanten Trends und Neuheiten. Hauptthema sind die OLED-Technologie und auch wiederum Verbesserungen bei LCD-Fernsehern unter dem Begriff Nano Cell Display. In den Vordergrund gestellt werden auch die neuen Soundbars.

Den neuen OLED- und Nano-Cell-Fernsehern von LG gemeinsam ist u.a der Processor Alpha 9 Gen 2, der die Bild- und auch Tonqualität wiederum weiter verbessert. Besonderheit dabei ist, dass nun die technische Qualität der Inhalte besser analysiert werden kann und so ein besser individuell optimierter Algorithmus für die Darstellung ermittelt und angewandt werden kann. Der Processor wertet dafür beispielsweise auch die Raumhelligkeit für optimale Bildschirmhelligkeit aus.

Die aktuellen Modelle mit beiden Display-Technologien unterstützen HDMI 2.1 für Darstellung von 4K-Inhalten mit einer hohen Bildwechselfrequenz von 120 fps sowie eine 4K-hohe Bildrate 4K HFR, automatischen Low-Latency-Modus ALLM, variable Bildwiederholrate VRR und erweiterten Audio-Rückkanal eARC.

Außerdem können die Möglichkeiten von Dolby-Vison-kompatiblen Inhalten genutzt werden. So gibt es auch bei hellerem Umgebungslicht optimale HDR-Darstellung. Auch Audio wird automatisch - mit manueller Eingriffsmöglichkeit - an die Raumverhältnisse angepasst und unterstützt auch Dolby Atmos.

Nano Cell Displays bei Fernsehern sind LCDs, bei denen mit - winzigen - Nanopartikeln ein umfassenderes Farbspektrum dargestellt werden kann. Zudem bleibt auch die Darstellung bei extrem flachem Betrachtungswinkel farblich besser korrekt als normalerweise. Die Hinterleuchtung erfolgt über Local Dimming in kleinen Feldern und daher gezielter für einen größeren Kontrastumfang.

Die neuen Nano-Cell-Fernseher sind insgesamt 15 Modelle in den Größen 49 bis 86 Zoll. Besonders interessant sind freilich die OLED-Geräte, wobei es Größen von 45 bis 77 Zoll und den 88-Zoll-Fernseher LG 88Z9 mit 8K-Auflösung gibt.

Das Design von LG ist beispielgebend klar, immer schwarz und konsistent über alle Produkte hinweg, aber bei Fernsehern ist davon heute nicht mehr viel zu sehen. Diese sind praktisch rahmenlos und die Gestaltungsmöglichkeiten beschränken sich auf den Standfuß.

[BILD] LG SL8Y Dolby Atmos Soundbar - (c) Felix Wessely
Bild: Felix Wessely LG SL8Y Dolby Atmos Soundbar mit Lautsprechertechnik von Meridian. Der Subwoofer dazu ist über Bluetooth angebunden. Boxen für hinten sind zusätzlich möglich.

Eine der Besonderheiten für Fernsehen sind die bemerkenswert kleinen Soundbars, die bekanntlich unter dem Bildschirm platziert werden - und separat ein Subwoofer. Der Subwoofer ist über Bluetooth angebunden. In Verbindung mit LG-Fernsehern funktioniert die Audiosignal-Übertragung drahtlos. In Verbindung mit Fernsehern anderer Hersteller erfolgt die Übertragung über LWL-Kabel. Besonderheit beispielsweise beim Modell LG SL8Y Dolby Atmos Soundbar ist der Einsatz von Lautsprechertechnik von Meridian, mit denen LG bereits seit einiger Zeit zusammenarbeitet. Die SL8Y wird bezeichnet als 3.1.2-Kanal; also mit drei Kanälen vorne, einem Subwoofer und "2" steht für die Möglichkeit, separat erhältliche Boxen für hinten über Bluetooth anzubinden.

Nur am Rande sei erwähnt, dass LG auch auf dem Gebiet der Haushaltsgeräte ziemlich interessante Innovationen zu bieten hat. Beispielsweise bei Waschmaschinen erreicht man gewaltige Füllmengen durch einen Direktantrieb; also ohne Umwege über Keilriemen. So gibt es Waschmaschinen in der Standard-Größe mit 10,5 kg Füllmenge, eine kleine mit nur 45 cm Tiefe für 7 kg; beide auch kombiniert mit Trocknerfunktion. Außerdem eine etwas größere Waschmaschine mit sagenhaften 17 kg Füllmenge, in die man auch große Sachen wie Pferdedecken oder Teppiche hineinbekommt. Mit einer Garantie von 10 Jahren auf den Direktantrieb will man sich direkt mit Miele messen, was die Langlebigkeit und Robustheit anlangt.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1708:

Canon Zoemini S: Pocket-Digital-Sofortbildkamera

[BILD] Canon Zoemini S - (c) CanonDie brandneue Canon Zoemini S ist ein Kombigerät aus einer Kamera und einem Drucker und ergibt somit eine digitale Sofortbildkamera. Hier im Bild im Größenvergleich Kamera und ein Sofortbild.                                 Bild: © Canon

(31.03.2019) Mit Zoemini S - und dem schwächeren Modell - Zoemini C bringt Canon noch im April ihre ersten Digital-Sofortbildkameras. Die Kameras enthalten daher auch einen Drucker mit ZINK-Technologie, der 5 mal 7,5 cm große, selbstklebende Bilder sofort nach der Aufnahme - oder auch später nochmals - ausdruckt. Besonders bemerkenswert dabei ist, das die Kamera trotz des integrierten Druckwerks so klein und schlank genug gelungen ist, sodass sie in die Hosentasche passt.

Die Canon Zoemini S hat eine 8-Mpx-Kamera, ein Autofocus-Objektiv für ab 30 cm, einen vorne angebrachten Selfie-Spiegel, einen Micro-SD-Slot, ein Ring- und Hilfslicht sowie eine Fernauslöse-Funktion über Mini Print App. Canon Zoemini S gibt es in den Farben Roségold, Mattschwarz und Perlweiß. Der ZINK-Fotopapier-Vorrat ist 10 Blatt.

Für die Canon Zoemini S gibt es die kostenlose Canon Mini Print App sowohl für iOS als auch Android, mit der sich auch Bilder direkt vom Smartphone per Bluetooth drucken lassen. Dabei stehen eine Vielzahl an Filtern und dekorativer Bildelemente zur Auswahl.

Das billigere Modell Zoemini C hat einen 5-Mpx-Bildsensor, ein Fixfocus-Objektiv für ab 50 cm und nicht Bluetooth und nicht NFC. Zoemini C kann daher nicht in Verbindung mit Smartphones verwendet werden, also u.a. nicht vom Smartphone aus drucken und keine Fernbedienung übers Smartphone. Zoemini C gibt es in den Farben Bubble Gum Pink, Bumble Bee Gelb, Mint Grün und Seaside Blau.

Beide Modelle werden über einen 700-mAh-Li-Polymer-Akku gespeist. Mit einer Aufladung sind ca. 25 Ausdrucke möglich. Beide Modelle messen 121 x 80,3 x 21,5 mm. Zoemini S wiegt 188g, Zoemini C ist mit 170g geringfügig leichter.

Es gibt in der Vorausinformation von Canon keine Angaben über die Brennweiten der Objektive der beiden Kameras. Es sind jedenfalls in beiden Fällen Festbrennweiten.

Canon Zoemini S um knapp 170 EUR und Zoemini C um knapp 120 EUR sollen in den nächsten Wochen erhältlich werden.

Besonderheiten der ZINK-Drucktechnologie

ZINK steht übrigens für "Zero Ink", hat also mit dem Metall nichts zu tun. Das Papier enthält Farbkristalle in drei Farben und Schichten - Gelb, Magenta, Cyan -, die durch unterschiedlich starke und unterschiedliche Dauer der Erhitzung farbig werden und ansonsten Weiß sind. Über die Haltbarkeit der Ausdrucke gibt es keine Angaben. Sie sind jedenfalls wasserfest.

Eine sehr wichtige Sache dabei ist, dass bei jeder Packung Druckerpapier - quasi als erstes Blatt beim Fotopapier - ein "Smartsheet" dabei ist. Dieses ist dunkelbau und mit einem Strichmuster bedruckt. Das wird als erstes Blatt mit dem Fotopapier eingelegt. In diesem Strichmuster sind zur Kalibrierung Informationen über die Charge des Druckerpapiers enthalten, außerdem dient es zur Reinigung von etwaigen Rückständen.

Ohne Durchlauf des Smartsheet können die Ausdrucke streifig oder sonstwie mangelhaft sein. Falls Fotos nicht optimal sein sollten, den Papiervorrat im Drucker öffnen und das Smartsheet noch einmal einlegen. Man sollte das Smartsheet daher aufbewahren, so lange die Papierpackung nicht aufgebraucht ist. Jeder Drucker muss kalibriert werden. In diesem Fall funktioniert das eben so. Dadurch, dass die Farben im Papier sind, gibt es da auch immer Abweichungen, die eben durch diesen Code berücksichtigt werden. Das war übrigens früher bei Filmmaterial in Bezug zum Entwicklungsprozess - resp. die Farbfilterung für Vergrößerungen - genauso.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1707:

Studie Gesundheits-Apps: Fast alle spionieren

(22.03.2019) Britische Forscher hatten von insgesamt 821 Gesundheits-Apps 24 Apps als relevant eingestuft und näher hinsichtlich der Vertraulichkeit der persönlichen Daten der User untersucht. Das im BMJ British Medical Journal in diesen Tagen veröffentlichte Ergebnis ist wohl für jeden Realisten eher erwartungsgemäß: 19 von den 24 Apps liefern die gewonnenen Daten an große Datenaggregatoren.

Die zwei Hauptaussagen der Studie:

  • Anbieter von Gesundheits-Apps, von denen heikle und persönliche Gesundheitsdaten zusammengetragen werden, geben diese Nutzerdaten innerhalb des "Mobile Ecosystems" weitestgehend in der selben Manier weiter, wie Anbieter aller anderen Apps.
  • Einige wenige Firmen haben die Möglichkeit, die erhaltenen Nutzerdaten zusammenzuführen und evtl. auch aufgrund der Netzwerk-Position die "anonymen" Daten Personen zuzuordnen.

Im relativ harmlosesten Fall wird den Nutzern passende Werbung zugespielt. Zu erwarten ist auch die Nutzung durch Banken, Versicherungen und Arbeitgeber.

Fazit der Studie im Wortlaut:

Clinicians should be conscious about the choices they make in relation to their app use and, when recommending apps to consumers, explain the potential for loss of personal privacy as part of informed consent. Privacy regulators should consider that loss of privacy is not a fair cost for the use of digital health services.

[!> Wenn Ärzte die Nutzung solcher Apps empfehlen, sollten sie also auf die potentielle missbräuchliche Nutzung der Daten hinweisen. Gesetzgeber sollten berücksichtigen, dass der Verlust der Privatsphäre kein akzeptabler Preis für die Nutzung digitaler Gesundheitsdienste ist.

Diese Forschungsarbeit wurde finanziert vom Sydney Policy Lab at The University of Sydney. Es dürften daher keine Interessenskonflikte unterstellbar sein.

[.> Die - wohl legale - Grad der Anonymisierung von Daten im Zusammenhang auch mit Apps und dabei auch - diesbezüglich heikleren - Gesundheits-Apps ist ganz offensichtlich mit entsprechend großem Datenbestand zum Abgleichen wirkungslos. In diesem Zusammenhang erscheinen Gesetze wie die DSGVO, die einen Friseur vor Gericht bringt, der ohne schriftliche Erlaubnis Geburtstagswünsche verschickt als Populismus resp. Verhöhnung. - Jeder Mensch, der noch einigermaßen seine Sinne beisammen hat und sowas nicht auf Anraten eines Arztes braucht, kann durchaus auf Gesundheitsapps verzichten. Sie können mitunter auch irreführend - im schlimmsten Fall lebensgefährlich - sein, weil nur ein Arzt beurteilen kann, welche Werte für einen bestimmten Menschen unkritisch sind oder eben nicht. Wieviel Wasser man trinken soll, dass man sich nicht mit Essen vollstopfen soll und sich gelegentlich bewegen soll, wird man hoffentlich ohne App schaffen. So lange nicht ein Arzt etwas empfiehlt, braucht man das nicht. - Wenn es nur um die Erinnerung an die pünktliche Einnahme von Medikamenten geht, gibt es sowieso die Möglichkeit, mit wiederum anderen Apps die Weiterleitung von Daten abzublocken.

=>> bmj.com: Data sharing practices of medicines related apps and the mobile ecosystem

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1706:
TERMIN-TIPP FÜR PRAKTIKER

Klangbilder 2019: mehr Emotionen, Wein, Konzerte

[BILD] Showbühne bei Klangbilder 2018 - (c) Felix WesselyDie österreichische Messe für anspruchsvolle Unterhaltungselektronik Klangbilder wird heuer zum 20-Jahre-Jubiläum wiederum um einige zusätzliche Lifestyle-Aktivitäten erweitert werden. Hier im Bild die Showbühne bei der Klangbilder im vorigen November - rechts unten im Bild die neue Verstärkung im Management, Mag. Sabine Pannik.                                 Bild: Felix Wessely

(14.03.2019) Heuer im November wird die Klangbilder - die einzige österreichische Publikumsmesse für Unterhaltungselektronik - zum 20. Mal stattfinden. Dafür hat sich Veranstalter Dr. Ludwig Flich und sein Team - seit einigen Monaten verstärkt durch Mag. Sabine Pannik - Besonderes einfallen lassen. Die Klangbilder steht unter dem alles umfassenden Motto "High Definition" - was sich auf die Qualität der gezeigten Produkte der Unterhaltungselektronik genauso bezieht wie Weinverkostung, Vorträge beispielsweise zur korrekten Aufstellung einer HiFi-Anlage bis zu Live-Konzerten.

Die im Vorjahr zum Management der Klangbilder gestoßene Mag. Sabine Pannik ist ein Kompetenz-Schwergewicht ganz besonders auch in der Organisation erfolgreicher Events. Sie war mehr als zwei Jahrzehnte lang in der Unternehmensspitze von JVC Austria, von wo aus sie auch die Osteuropa-Geschäfte - zuletzt von JVCKenwood - gemanagt hatte.

Die Klangbilder findet schon seit einigen Jahren im Arcotel Kaiserwasser in Wien nahe dem Vienna International Center statt. Die Aussteller führen ihre Produkte in Hotelzimmern und Sälen vor in sehr persönlicher Atmosphäre, wie es das in einer Messehalle auf einer konventionellen Messe nicht gibt. Nebenbei der Vorteil ist, dass man beispielsweise HiFi-Geräte unter wohnraumnahen Bedingungen hören kann.

Unter den Ausstellern ist traditionell die Crème de la Crème der HighEnd-HiFi-Hersteller, die jährlich deswegen auch ganz besonders audiophile Besucher anlockt, die dafür mit CDs, SACDs oder USB-Sticks "armiert" ihre eigene Musik mitbringen um sie über verschiedene Anlagen oder Edel-Kopfhörer hören zu können.

Zudem gibt es Vieles aus den Bereichen rund um Multimedia, Heimkino bis zu Computer und auch Foto. Große Fernseher und Videoprojektoren haben freilich schon längst auch die früheren Diaprojektoren abgelöst.

Besonderheit - und noch relativ neu - ist es, dass es auf der Klangbilder auch möglich ist, direkt etwas zu kaufen. Das ist bei Messen normalerweise nicht möglich und vor allem beim Kauf handgefertigter Produkte interessant, die nicht überall im Fachhandel erhältlich sind.

Immer schon gibt es rund um dieses Kernangebot auch Live-Konzerte und ausgiebige Weinverkostungen. Anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums heuer sollen diese üppiger stattfinden als normalerweise und es wird zwei Live-Konzerte geben statt normalerweise eines. Ein Blick hinter die Kulissen von Aufnahmen mit internationalen Tonmeistern und Produzenten wird gewährt werden mit u.a. Georg Burdicek (Tonzauber), Alexander Grün (tonal) und Jared Sacks (Channel Classics).

In Zusammenarbeit mit Bösendorfer soll es mit "Musikspaß für Kids" auch ein spezielles Programm für Kinder geben. Am Sonntag der Messe gibt es einen "klangBrunch".

Eines der Highlights wird auch Mattheus alias Matthias Soucek sein, der bereits bei der vorigen Klangbilder mit seinen Paganini-Variationen von Rachmaninow Furore gemacht hatte: Bis zur Klangbilder 2019 soll dieser seine spezielle Fassung der Rhapsody in Blue von George Gershwin fertiggestellt haben und dort aufführen.

Genuss in High Definition also in jeder Hinsicht - und eben nicht nur auf reine Elektronik-Produkte beschränkt. Diese Besonderheit und auch die hohe Konzentration höchstwertiger Produkte locken nun bereits seit 20 Jahren nicht nur Österreicher sondern auch viele Besucher aus dem Ausland zur "Klangbilder" nach Wien.

Klangbilder 19
vom 22.11.2019 bis 24.11.2019
Öffnungszeiten: Fr. 13.00 - 20.00 h; Sa. 10.00 - 19.00 h; So. 10.00 - 18.00 h
Besondere Termine:
Fr. 20.00 h: Live-Konzert I
Sa. 19.30 h: Live-Konzert II
So. 10.00 - 14.00 h: klangBrunch
Arcotel Kaiserwasser
1220 Wien, Wagramer Straße 8

=>> www.klangbilder.at

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1705:

AccuPower: Erfinder des ECS weltweit erfolgreich

[BILD] Ing. Issam Al-Abassy vor Firmengebäude AccuPower - (c) Felix WesselyDer Grazer Ing. Issam Al-Abassy - bekannt auch als Erfinder des ECS-Akkuladeverfahrens - ist mittlerweile mit seiner Firma AccuPower weltweit als Spezialfirma für Ladegeräte und Li-Ion-Akkupacks gefragt.                                 Bild: Felix Wessely

(25.02.2019) Der Name Ing. Issam Al-Abassy ist langjährigen Lesern des "praktiker" gut bekannt. Er ist der Erfinder des ECS-Akkuladeverfahrens. "praktiker"-Leser waren weltweit die Ersten, die - nach einer "praktiker"-Bauanleitung - einen Akkulader auf Basis des ECS-Chips im Februar 1994 einsetzen konnten. Einige Jahre später hatte Ing. Al-Abassy - weiterhin in Graz - mit AccuPower eine eigene Spezialfirma für Ladegeräte und Akkus gegründet.

Mittlerweile liefert AccuPower praktisch weltweit sowohl Universallader für Akkuzellen der chemischen Systeme NiCd, NiMH und Li-Ion als auch Li-Ion-Akkupacks und Ladesysteme für - auch schwierig lösbare - Spezialanwendungen. Zu den Auftraggebern für individuelle Spezialentwicklungen zählen Weltmarken wie beispielsweise Porsche. "praktiker" hatte Ing. Al-Abassy in Graz besucht und wird ausführlich im Heft darüber berichten.

Im nächstfolgenden "praktiker"-Heft kommt ein Testbericht über zwei für den anspruchsvollen und intensiven Nutzer von Rundzellen - von den Formaten Micro AAA über Mignon AA bis Mono D sowie Lithium-Rundzellen mit einer Nominalspannung von 3,6 bis 3,7 V - besonders interessante Ladegeräte, die hier vorab kurz angeführt werden:

AccuPower IQ 338XL ist ein Ladegerät in dem vier Zellen von Akkus aller oben genannten Formate geladen werden und zusätzlich auch zwei 9-V-NiMH-Blockakkus. Die vier Ladeschächte für die Rundzellen arbeiten dabei voneinander unabhängig. Zudem gibt es ein Display, über das angezeigt wird, wieviel an mAh in einen Akku hineingeladen wird, wie hoch gerade seine Spannung ist und auch sein Innenwiderstand. Außerdem gibt es eine Entladefunktion, bei der ebenfalls angezeigt wird, wieviel mAh dem Akku beim Entladen entnommen werden konnten. Dies ist für den versierten Praktiker eine wertvolle Sache um Akkus, die gemeinsam verwendet werden selektieren zu können.

AccuPower IQ312 ist ein Lader für 12 (!) Rundzellen der Formate von Micro AAA bis Baby C mit den Systemen NiCd oder NiMH oder Li-Ion-Akku-Rundzellen mit einer Nominalspannung von 3,6 bis 3,7 V. Dieses hat keine Entladefunktion und nur eine einfachere Anzeige, die den aktuellen Ladezustand jeder Zelle anzeigt. Das angewandte Ladeverfahren ist das selbe wie beim Modell IQ 338XL. Auch hier werden alle Zellen jeweils separat geladen. Daher können diese auch bunt gemischt gleichzeitig geladen werden. Dieses Ladegerät ist ergänzend für jene ideal, die gleichzeitig sehr viele Zellen laden wollen.

Das eingesetzte Ladeverfahren ist nicht ECS und es ist auch keine direkte Weiterentwicklung davon. Es ist besser für das Laden für die heute wichtigen Li-Ion-Akkus optimiert. Der Vorteil des Ladeverfahrens ggü. dem ECS ist, dass die Akkus nicht vorher individuell ausgemessen werden müssen um eine garantierte Vollladung erreichen zu können. Der - einzige - Nachteil des ECS ist es, dass die Ladeschlussspannung exakt ermittelt und individuell passend zum Akkupack resp. einzelnen Akku eingestellt sein muss. Das ist kein Problem, wenn immer Akkus vom selben Typ für die selbe Anwendung geladen werden, aber es ist nicht so optimal mit Akkus, von denen man diese Werte nicht ermitteln kann.

Das von AccuPower eingesetzte Ladeverfahren bekommt die Akkus jedenfalls regelrecht knallvoll. Bei hochwertigen Akkus wird in der Regel eine um 5 bis 10% höhere Kapazität erreicht als vom Akku-Hersteller angegeben - so viel sei an dieser Stelle schon verraten.

==> praktiker.at: Selbstbau-Projekt Mega-ECS-Lader strip

=>> www.accupower.at

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1704:

Panasonic: Mehr OLED, Bluetooth, Sound, Travelzoom

[BILD] Neue OLED-Fernseher von Panasonic - (c) Felix WesselyIm Mittelpunkt auch der heurigen Panasonic Convention stehen Fernseher und dabei freilich die Spitzenmodelle mit OLED-Technologie, wobei wiederum Verbesserungen bei der Darstellung vorgewiesen werden konnten.                                 Bild: Felix Wessely

(20.02.2019) Vor wenigen Tagen hatte - wie zuletzt, wieder in Frankfurt - die traditionelle Panasonic Convention stattgefunden, bei der Händlern und Medienvertretern die im laufenden Jahr bis zum Herbst erscheinenden Neuheiten gezeigt werden. Kurz zusammengefasst: Keine Revolution, aber alles wiederum verbessert - also positive Evolution. - "praktiker" war dabei und berichtet kurzgefasst über einige der Highlights.

Der Hauptfocus liegt traditionell bei den Fernsehern und dabei aktuell bei den OLED-Serien GZW2004, GZW1004 und GZW954. Besonders das Flaggschiff GZW2004 liefert wiederum verbesserten Detailreichtum und gesteigerte Präzision. Der GZW2004 unterstützt zudem sämtliche HDR-Standards von HDR10+ über Dolby Vision bis hin zu HLG-Photo und erreicht so einen außergewöhnlichen Kontrastumfang. Das "Tuned by Technics"-zertifizierte Audiosystem sorgt passend dazu für raumfüllenden Dolby Atmos Sound.

Bei allen OLED-Modellen sorgt der neue HCX Pro Intelligent Processor für Bildwiedergabe mit allerfeinsten Kontrasten, detaillierten Farbabstufungen sowie rasanten Reaktionszeiten und mehr Schärfe.

Perfekte Heimkino-Abende verspricht Panasonic zudem mit den drei neuen 4K Ultra HD LED-HDR-TV-Serien GXW945, GXW904 und GXW804. Während GXW904 und GXW804 mit ihrem HDR Cinema Display bzw. HDR Bright Panel Plus und Local Dimming punkten, überzeugt der GXW945 als bester UHD-LED-TV mit seinem HDR Cinema Display Pro inklusive Local Dimming Ultra. In Kombination mit ultraschneller Bildverarbeitung sorgen die Dimming-Funktionen für bemerkenswerte Farbbrillanz und perfekten Kontrastumfang mit feinsten Schattierungen auch in dunklen Bildbereichen bei müheloser, messerscharfer Bewegungsdarstellung.

Bei den meisten TV-Modellen stehen neben Satellit, Kabel und Antenne mit dem integrierten TV>IP Client & Server ein weiterer Empfangsweg zur Verfügung. Damit sind die Fernsehgeräte in der Lage, ihr TV-Programm über das Heimnetzwerk zu empfangen, wodurch der Standort des Geräts nicht zwangsläufig beim Antennenanschluss sein mus.

Als erster Hersteller unterstützt Panasonic in allen neuen OLED-TV-Serien sowie Ultra-HD-HDR-LED-Serien ab GXW804 die HbbTV Operator App für HD+, die dem Zuschauer ohne zusätzlich erforderliche Hardware mehr Komfort und Funktionen bietet. Sie ermöglicht den Neustart von Sendungen, direkten Zugriff auf Mediatheken und einen interaktiven TV-Guide mit individualisierbaren Suchmustern. Der TV-Guide findet Sendungen im linearen Sat-Programmangebot genauso wie im non-linearen.

[BILD] Panasonic SC-HTB900 Soundbar - (c) Panasonic
Bild: © Panasonic Panasonic SC-HTB900 Soundbar, hier unten beim Fernseher und links am Boden der über Bluetooth angebundene Subwoofer.

Panasonic SC-HTB900 Soundbar

Als Verstärkung im Wortsinn für Fernseher gibt es mit einer neuen Serie von 3.1-Soundbars - Spitzenmodell ist die SC-HTB900 - hinsichtlich der Breite passend zu Fernsehern ab 50 Zoll Diagonale. Für Fernseher ab 40 Zoll gibt es kleinere Modelle. Die SC-HTB900 liefert insgesamt satte 505 W RMS an die Lautsprecher. Dazu gehört auch eine Subwoofer-Box. Integriert sind Bluetooth und Chromecast, die Audiotechnik kommt von den Entwicklern von Technics. Zu diesen Komponenten zählt die JENO-Engine (Jitter Elimination and Noise-Shaping Optimization).

Gleich acht LS-Chassis verteilen sich über die 105 cm breite Haupteinheit: 6 Mitteltöner sowie 2 High-Res-fähige Tweeter. Der drahtlos angebundene Subwoofer liefert über ein 16-cm-LS-Chassis ein druckvolles Bass-Fundament. Aber nicht nur so, dass der Boden vibriert, sondern auch fein und präzise für anspruchsvolleres Musikhören. Die Soundbar ist auch für die Wandmontage vorbereitet; wenn also auch der Fernseher an die Wand montiert ist.

Panasonic SC-HTB900 soll ab Juli um knapp 550 EUR erhältlich werden.

Panasonic SC-PMX94 Micro HiFi System

Ein feines Micro-HiFi-System, das - jedenfalls als Zweitsystem - auch Anspruchsvollere nicht enttäuschen dürfte ist das neue SC-PMX94. Neben Radiotuner für UKW und DAB+ gibt es ein CD-Laufwerk, einen USB-Host-Anschluss zur Wiedergabe von USB-Stick resp. USB-Laufwerken auch in FLAC bis 192 ksps/24 bit oder über Bluetooth-Streaming vom Smartphone. Über den Digital-Audioeingang können auch digitale Audiodaten von Computern entgegengenommen werden.

Besonders bemerkenswert freilich ist es, dass als Audioformat auch hochauflösendes FLAC genutzt werden kann, das von Audiophilen gerne eingesetzt wird, und die daher ohne umständliche Konvertierung direkt verwendet werden können.

Panasonic SC-PMX94 soll im April um knapp 300 EUR erhältlich werden.

[BILD] Panasonic Lumix TZ96 - (c) Felix Wessely
Bild: Felix Wessely Panasonic Lumix TZ96.

Panasonic Lumix TZ96 Reisezoomkamera

Schon seit der Lumix TZ1 verfolgt "praktiker" mit großem Interesse und jeweils regelmäßig Auszeichnungen in der Bestenliste diese Reihe von exzellenten Reisezoom-Kameras. Das neue Modell heißt Lumix TZ96. Sie hat ein Leica-30-fach-Zoom mit Anfangsbrennweite 24 mm; also bis 720 mm äquiv. KB. Weiters: 2/3-Zoll-Sensor mit 20,3 Mpx, 5-Achsen-Bildstabilisator, 4K-Foto und Video, wiederum schnelleren, verbesserten Autofocus und einem mit 2,3 Mpx Subpixel besonders hochauflösenden Okularsucher. Für die Funk-Kommunikation mit anderen Geräten - insbesonders zur Verbindung mit Smartphones - gibt es neben der WLAN-Schnittstelle nun auch besonders stromsparendes Bluetooth-4.2.

Die Lumix TZ96 soll ab Mai um knapp 450 EUR erhältlich werden.

Panasonic Lumix FZ1000II Bridgekamera

Neu kommt auch mit der Lumix FZ1000II eine Nachfolgerin der Superzoom-Bridekamera mit Leica-DC-16-fach-Zoom - mit Anfangsbrennweite 24 mm äquiv. KB -, gekennzeichnet durch "II" in der Typenbezeichnung. Bemerkenswerte Verbesserungen sind ein nun größeres Sucherbild im Okularsucher - so wie beim Spitzenmodell der Serie FZ2000 - mit 0,75-facher Vergrößerung als Vergleichswert mit KB. Neu ist auch die 4-k-Serienbildfunktion mit 30 fps bei einer Bildgröße von 8 Mpx. Damit lässt sich mit "Post Focus" auch nachträglich die optimale Focussierung wählen.

Eine nicht unwesentliche Detailverbesserung ist der nun oberhalb des Okularsuchereinblicks angeordnete Näherungssensor für die Umschaltung zwischen Anzeige über den Okularsucher oder den Monitor, der so nicht so leicht falsch reagiert - beispielsweise bei Bedienung über den Touchscreen.

Die Panasonic Lumix FZ1000II soll im kommenden März um knapp 850 EUR erhältlich werden.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1703:
WISSEN AUS DEM "praktiker"-LABOR

Mega-ECS-Lader: Laden von NiZn-Zellen ist möglich

[BILD] ITM praktiker Mega-ECS-Lader aus dem Jahr 1994 - (c) Felix WesselyLabormuster des Mega-ECS-Laders - eine Entwicklung für den Selbstbau aus dem "praktiker"-Entwicklungslabor unter Einsatz des damals revolutionären von Ing. Issam Al-Abassy entwickelten ECS-Ladeverfahrens. "praktiker"-Leser waren weltweit die ersten, die diese Akkuladetechnik im Jahr 1994 nutzen konnten. Fertiggeräte gab es beim ersten ECS-Lader noch keine.                                 Bild: Felix Wessely

(12.02.2019) Mit dem ECS-Lader und später nachgefolgten Mega-ECS-Lader hatte "praktiker" im Jahr 1994 bereits eine Akku-Ladetechnologie bereitgestellt, die seinerzeit sensationell war. Das ECS Electrode Specific Charging System ist eine Entwicklung des Grazers Ing. Issam Al-Abassy und war damals eine absolute Weltsensation. "praktiker"-Leser waren die ersten weltweit, die diese Technologie einsetzen konnten. Erstmals konnten damit NiCd-Akkus ab 5 Minuten schnellgeladen werden bei zudem extrem schonendem Ladevorgang, der zu einer bis zu zehnfachen Verlängerung der Lebensdauer der Akkus geführt hatte. Nun gibt es aber schon seit einiger Zeit NiZn-Akkus, die damals noch nicht berücksichtigt waren. ECS-Entwickler Ing. Al-Abassy hat nun eine gute Nachricht für alle Erbauer eines Akkuladers mit ECS-Technologie: Auch NiZn-Akkus können damit geladen werden - wenngleich langsamer als mit ECS gewohnt.

NiZn-Akkus gibt es - so wie NiMH-Akkus - in den klassischen Zellenformaten Mignon (AA) oder Micro (AAA). Besonderheit ist, dass sie mit 1,6 V eine höhere nominale Zellenspannung als NiMH-Akkus haben. Dadurch sind sie für die sehr wenigen Anwendungen sinnvoll, bei denen die Spannnung von NiMH-Zellen mit 1,2 V nicht ausreicht.

Mit dem ECS-Ladesystem können NiZn-Akkus jedenfalls geladen werden. Wesentlich dabei ist es, dass die Ladeschlussspannung eingestellt wird auf 1,900 V mit einer Genauigkeit von +/-20 mV und der Ladestrom auf 0,5 A pro Zelle begrenzt werden muss. Es ergibt sich damit zwar eine - für das ECS - extreme Ladedauer, aber es ist immerhin möglich. Das bedeutet beispielsweise ca. 6 Stunden für eine Zelle mit einer Kapazität von 2500 mAh.

Wie seinerzeit aktuell in "praktiker" berichtet, hatte Ing. Issam Al-Abassy später die in Graz ansässige Firma AccuPower gegründet, die - no na - höchstwertige Ladegeräte herstellt und weltweit damit erfolgreich ist. Eine der besonderen Spezialitäten von AccuPower sind - neben Universalladern - Akkupacks und Ladegeräte für Golf-Trolleys mit Li-Ion-Akkus. Bei Universalladern von AccuPower werden NiZn-Akkus nicht unterstützt, weil man dem Vorteil, irrtümlich eingelegte Alkali-Zellen zu erkennen - und damit Sicherheit vor Fehlbedienung - höhere Priorität einräumt. Alkali-Zellen werden durch ihre höhere Zellenspannung erkannt, was mit einer Lademöglichkeit für NiZn-Zellen nicht vereinbar wäre. Außerdem, weil die NiZn-Zellen wegen ihrer atypischen Zellenspannung nicht generell als Ersatz für 1,5-V-Primärzellen verwendbar sind.

[.> Auch "praktiker" hält NiZn-Zellen nicht für speziell empfehlenswert. Sie sind nur interessant für alle - allerdings sehr wenigen - Einsätze, für die die Zellenspannung von NiMH-Akkus zu niedrig sein sollte. Wenn ein Gerät mit einer Zellenspannung von 1,2 V nicht funktioniert entspricht es übrigens nicht der Norm, nach der Geräte ab einer Zellenspannung von 1 V arbeiten müssten. Es handelt sich dabei dann also um sehr seltene Fehlkonstruktionen, für die NiZn-Akkus - allerdings sehr - interessant sind. NiMH-Zellen sind heute wegen ihrer Schnellladefähigkeit, hoher Stromabgabe und geringfügigen Selbstentladung die beste Akku-Technologie als Ersatz für die klassischen Primärzellen-Formate.

Die Grundplatine Lytron ECS2011 - das Herzelement eines ECS-Laders - ist nach wie vor über den "praktiker"-Leserservice erhältlich.

==> praktiker.at: Selbstbau-Projekt Mega-ECS-Lader strip

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1702:

Olympus OM-D E-M1X: Panzer mit Hochformatgriff

[BILD] Olympus OM-D E-M1X - (c) OlympusMit der Olympus OM-D E-M1X bringt Olympus ein neues Profi-Flaggschiff heraus. Noch robuster als schon die E-M1 und - erfreulich für Fotografen mit größeren Händen - mit bereits integriertem Hochformatgriff.                         Bild: © Olympus

(28.01.2019) Zwei Jahre nach dem Launch der Olympus OM-D E-M1 Mark II kommt mit der neuen E-M1X eine weitere Kamera für professionelle Anwender auf den Markt. Ein integrierter Akkuhandgriff, ein staub- und spritzwassergeschütztes sowie frostsicheres Gehäuse und zahlreiche Features, die von Profifotografen gewünscht wurden, machen die E-M1X zu einer Kamera, die hinsichtlich Stabilität, Ergonomie und Bedienkomfort Maßstäbe setzt und professionelle Ergebnisse unter nahezu allen Wetterbedingungen liefert. Besonders herausragend daran freilich ist der bereits integrierte Hochformatgriff mit auch zusätzlichem Akku. Hier soll kurz erwähnt werden, was sich gegenüber der weiterhin verfügbaren OM-D E-M1 II ändert - siehe Meldung vom 12.11.2016: Olympus E-M1 II: 60-fps-RAWs samt 14s Pre-Capture.

Der bewährte 5-Achsen-Sync-IS ist mit einem neuen Gyrosensor ausgestattet und kompensiert jetzt bis zu 7,5 EV-Stufen. Diese Wertangaben beziehen sich bekanntlich immer darauf, wenn jemand die Kamera mit ausgestreckten Armen hält. Aber auch für jene, die die Kamera von vornherein ruhig halten können, wird das wiederum eine Verbesserung bringen. Auch das OM-D AF-System wurde für die M1X weiterentwickelt und bietet nun zusätzliche Wahlmöglichkeiten der Fokuspunkte sowie eine neue intelligente Motiverkennungsfunktion, mit der sich bestimmte Motivmerkmale automatisch verfolgen lassen. Die High-Speed-Aufnahmeleistung wurde optimiert, Anti-Flicker-Shooting hinzugefügt und gegenüber der E-M1 II hält der Verschluss mit 400.000 Auslösungen doppelt so lange durch.

Zu den weiteren Verbesserungen gehören eine Handheld-High-Res-Shot-Funktion, die ohne Stativ angewendet werden kann, eine Live-Graufilterfunktion, ein anpassbares Menü, Stromversorgung und Laden über USB sowie zwei UHS II SD-Kartenfächer. Bei der E-M1 II ist nur einer der beiden SD-Steckplätze für die schnelleren UHS-II-Karten verwendbar.

Gegenüber der E-M1 II sollen zudem die Buchsen für Fernauslöser, Mikrofon und Kopfhörer auch dann wetterfest sein, wenn daran etwas angesteckt ist. Evtl. funktioniert das nur in Verbindung mit bestimmten Steckern - was aus den vorläufig vorliegenden Unterlagen nicht hervorgeht.

Die bereits bekannte High-Res-Shot-Funktion, bei der Aufnahmen mit sehr hoher Auflösung - bei der E-M1X sind es 50 Mpx - gemacht werden können, funktioniert bei der E-M1X freihändig; also nicht nur vom Stativ. Das Prinzip wurde erstmals bei der Olympus OM-D E-M5 II eingesetzt - siehe Meldung vom 09.02.2015: Olympus OM-D E-M5 MkII: Update Bildstabi, 40-Mpx.

Was vielleicht nicht alle Umsteiger von einer M1 II freuen wird, ist die wiederum stark überarbeitete Anordnung der Bedienelemente. Nun sind vom Betriebsart-Wahlschalter auch die beiden Einstellungen i-Auto und Art für die Verfremdungsfilter verschwunden, was einem Könner eher nicht so stark abgehen wird.

Neu ist auch eine größere Sucherbild-Größe beim Okularsucher. Diese ist nun bei der E-M1X 0,83-fach als Vergleichswert mit KB, bei der E-M1II ist dieser 0,74-fach. Es ist auch hier eine Frage der Vorlieben, ob das größere Sucherbild eine Verbesserung ist.

Wieder zurückgegangen ist man auf der Rückseite für den Hebel zum Umschalten für den rechten Daumen, wobei der Hebel nun wieder zum Daumen zeigt. Diese Änderung bei der M1 II war eigentlich sehr erfreulich. Vielleicht hatten zu viele Fotografen zu kurze Daumen. Mit größeren Händen war das zuletzt angenehmer, was freilich auch Geschmackssache ist.

Das hintere Rändelrad wurde nun von der Oberseite oben auf die Rückseite verschoben, was sicherlich für die meisten eine Verbesserung bedeutet. Ebenso ist das Rändelrad auf der Vorderseite von um den Auslöser herum nach vorne versetzt worden. Der Auslöser ist nun - sehr erfreulich für Könner - alleinstehend. Damit ist die von "praktiker" empfohlene Methode zur Auslösung auch realisierbar. Nämlich Auslösen mit dem vorderen Gelenk des Zeigefingers und nicht mit der Spitze des Zeigefingers. So kann die Kamera fester gehalten und ruhiger ausgelöst werden.

Zur OM-D E-M1X passt freilich auch das Systemzubehör. In diesem Fall ist sogar der Akkutyp der selbe wie bei der E-M1 II.

Die Bedienlogik Taste drücken, Einstellen über Rändelrad ist nun wieder - so wie zuletzt bei der DSLR E-5 - um ein Stückchen mehr realisiert. Das Wahlrad für die Betriebsart gibt es noch. Das dürfte die beste Methode überhaupt sein um mit wenigen Tasten eine enorme Fülle an Einstellungen direkt bedienen zu können. Canon hatte das bei der von Luigi Colani designten T-90 vor etwa 30 Jahren erstmals so gemacht. Freilich ist die Art der Bedienlogik eine reine Geschmackssache - vor allem eine Sache dessen, was man gewohnt ist. Funktionen, für die es keine festen Schaltpositionen gibt, können allerdings logisch besser auch über Fernbedienung genutzt werden.

Die Olympus OM-D E-M1X soll Ende Februar für knapp 3000 EUR erhältlich werden. Gemessen an der Leistung ist das tatsächlich eher günstig für alle jene, die die hohe Robustheit und Zuverlässigkeit beruflich brauchen.

[.> Für eine Profikamera wichtig ist der bereits integrierte Hochformatgriff für alle jene, die keine zarten Hände haben. Die Systemkameras von Olympus sind ja tendenziell klein, aber eben exzellent. "praktiker" empfiehlt daher immer schon für alle jene, die intensiver fotografieren, die Kamera mit einem Batteriegriff resp. Hochformatgriff größer und auch schwerer - vor allem mit günstigerem Schwerpunkt - zu machen, weil das so komfortabler ist; sowieso auch für Hochformat-Aufnahmen. Leichte und winzige Kameras sind dann optimal, wenn die Kamera mehr herumgetragen wird als damit fotografiert wird. Wenn primär fotografiert wird - und das fast täglich -, sollte die Kamera zu den Händen passen. Idealerweise so, dass die Finger nicht gekrümmt werden müssen. Das dann höhere Gewicht ist ziemlich egal und eher angenehmer. Die Natur bildet automatisch die Muskeln, die gebraucht werden. Es ist also kein Zufall, dass Profikameras tendenziell groß und schwer sind.

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Sony 360 Reality Audio: Klangbühne ohne Kanäle

[BILD] Sony 360 Reality Audio - dargestellt über Stereo-Lautsprecher und Kopfhörer - (c) Sony (2)Bei dem von Sony gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS entwickelten "360 Reality Audio" werden die Audioinformationen nicht pro Kanal gespeichert, sondern jede einzelne Schallquelle mit ihrer Position und Entfernung im Raum. Bei der Wiedergabe wird das passend zu den Positionen und Anzahl der Lautsprecher - resp. bei Kopfhörern passend zu den Ohren - reproduziert.                           Bild: © Sony (2)

(16.01.2019) Anlässlich der vor wenigen Tagen in Las Vegas stattgefundenen CES Consumer Electronics Show hat Sony mit "360 Reality Audio" ein wirklich revolutionäres Verfahren vorgestellt, mit dem eine homogene Klangbühne besser und geeignet für alle Wiedergabeformen gespeichert werden kann als wie bisher in Kanälen. Derzeit funktioniert die Datenspeicherung in Kanälen, wobei man beispielsweise Stereo idealerweise über zwei Lautsprecher vorführt, und Mehrkanalton eben über mehrere Kanäle. Jeder Kanal repräsentiert dabei eine vorgegebene Position des Lautsprechers in Bezug zum Zuhörer. Mit Sonys 360-Reality-Audio funktioniert das komplett anders: Dabei werden die einzelnen Schallquellen - also beispielsweise Instrumente und Stimmen von Musikern oder auch Naturaufnahmen - jeweils separat mit ihrer Position und Entfernung in einem Datenstrom gespeichert. Damit liegt also quasi ein 360-Grad-Panoramabild vor, in dem alle Schallquellen ihren genauen Platz und Entfernung haben.

Bei der Wiedergabe funktioniert das nun so, dass die Klangbühne so gut wie möglich - bei zwei Lautsprechern weniger gut als mit mehreren - auf die Lautsprecher verteilt wird. Die Positionen zwischen den Lautsprechern werden dann mit Laufzeit-Verschiebungen für die exakte Position und Klangfärbungen resp. Lautstärke für die Entfernung erzielt. Bei Darstellung über Lautsprecher muss also dann dem Wiedergabesystem die exakte Position der Lautsprecher bekannt sein und auf Basis dessen kann das dann reproduziert werden. Ob das dann über zwei, fünf oder dreißig Lautsprecher wiedergegeben wird, ist prinzipiell egal. Die derzeitigen Umständlichkeiten für zwei, vier, fünf oder sieben Lautsprecher mit ihren jeweils speziell darauf abgestimmten Kanälen - und die Darstellungsfehler bei unpassender Aufzeichnung oder ungewöhnlicher Platzierung der Lautsprecher - sind damit hinfällig.

Bei Kopfhörern funktioniert das im Prinzip genauso, wobei man hier noch genauer auf die individuellen Bedingungen des Zuhörers eingehen kann. Hier denkt man daran, dass man mit einer speziellen App und Smartphone ein Foto seiner Ohren aufnimmt. Das Klangbild wird dann für die Wiedergabe über Kopfhörer so aufgebaut, sodass man freilich nicht nur links und rechts, sondern auch vorne und hinten genau unterscheiden kann.

Bei Kopfhörern geht es genauer, wenn die Form der Ohren bekannt ist - und freilich unter der Voraussetzung, dass das auch in der Praxis so funktioniert: Je nach Form der Ohren ergibt sich eine unterschiedliche Klangfärbung für eine Schallquelle die an einer bestimmten Position ist. Das kann man auch leicht selbst überprüfen, wie sich die Wahrnehmung einer Schallquelle ändert, wenn man die Ohren verbiegt. Das Hören ist derart komplex, sodass es ja auch möglich ist, dass wenn einem in einem finsteren Raum etwas auf den Boden fällt, man ganz genau weiß, wo es liegt und auch ohne etwas zu sehen zielsicher findet. Damit man über Kopfhörer etwas an der richtigen Position verorten kann, muss also das Signal, das über die Kopfhörer kommt, exakt zu den eigenen Ohren passen.

Das Konzept und die Technologie für die Aufzeichnung und Reproduktion kommt in der Hauptsache von Sony, die dafür deren objektbasierte Spatial Audio Technologie einsetzt. Das Datenformat dafür kommt vom Fraunhofer IIS Institut für integrierte Schaltungen. Dieses basiert auf MPEG-H 3D Audio.

Naheliegenderweise erfordert das bei der Wiedergabe eine enorme Rechenleistung und bei sehr komplexen Aufnahmen - beispielsweise von einem großen Orchester - dürften sich auch enorme Datenmengen ergeben. Beides ist ja heute kein Problem mehr.

Damit 360-Reality-Audio sich durchsetzen kann, ist es freilich nötig - so weit möglich - bereits vorhandene Aufnahmen auf das neue Format umzuarbeiten. Dies ist naturgemäß einfacher bei Aufnahmen, bei denen es von jeder Schallquelle eine eigene Tonspur gibt als bei Aufnahmen, die nur über zwei Mikrofone für Stereo aufgenommen sind. Es ist freilich auch die Frage, wie gut diese Umarbeitungen gelingen. Bei der Umarbeitung von Stereo auf Mehrkanalton gelingt das nicht immer glaubwürdig. Möglicherweise bietet das neue Format bessere Möglichkeiten.

Sony arbeitet dafür bereits mit den meisten großen Musiklabels zusammen und auch Streamingdienste sollen das neue Format als Premium-Service anbieten wollen. Unter den ersten sind beispielsweise Deezer, nugs.net, Qobuz und TIDAL.

=>> www.sony.at/electronics/360-reality-audio

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1700:

PowerWatch 2: Smartwatch mit Strom aus Körperwärme

[BILD] PowerWatch 2 - (c) Matrix IndustriesPowerWatch 2 soll das größte Problem im Zusammenhang mit Smartwatches lösen: Strom wird aus der Körperwärme und über Solarzellen erzeugt. Umstände mit dem Aufladen des Akkus gibt es daher keine.                                       Bild: © Matrix Industries

(12.01.2019) Über die Crowdfounding-Plattform Indiegogo wird gerade von der kalifornischen Firma Matrix Industries das Startkapital für die Smartwatch PowerWatch 2 gesammelt. Ihre Besonderheit: Der Strom zur Speisung wird aus Körperwärme und - zusätzlich und eher konventionell - aus Licht gewonnen. Es fällt damit das lästige ständige Aufladen der Smartwatch weg. Wenn mit der Finanzierung alles gut läuft - wofür es sehr gut ausschaut - sollen bereits im kommenden Sommer die ersten Smartwatches ausgeliefert werden.

Entwickler des genialen Stromgenerators sind die beiden Gründer von Matrix Industries Akram Boukai und Douglas Tham. Der Strom wird bei der Smartwatch durch den Temperaturunterschied zwischen Unterseite und Oberseite der Uhr gewonnen. Zusätzlich gibt es - bei Uhren ganz allgemein nicht unüblich - auch Solarzellen. Der solcherart generierte Strom soll für den ständigen Betrieb der Smartwatch ausreichen.

Abgesehen von dieser sensationellen Lösung zur Stromversorgung handelt es sich bei der PowerWatch 2 um eine Smartwatch mit wenig spektakulärem Funktionsumfang. Dieses Modell ist ein Fitnesstracker mit GPS, der erwartungsgemäß mit Android- oder iOS-Geräten zusammenspielt. Der Preis für eine PowerWatch 2 soll - sobald diese normal verfügbar wird - in einer Größenordung von 400 bis 500 EUR liegen.

Die Technologie ist auf den nachfolgend verlinkten Webseiten grob erläutert.

=>> www.indiegogo.com/projects/smartwatch-powered-by-you-matrix-powerwatch-2

=>> www.matrixindustries.com

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