[COVER] ITM praktiker

ITM Newsroom
Meldungen Nr. 1580-1589
praktiker.at/news


Mit "ITM-Newsroom" gibt es für "ITM praktiker"-Leser - nicht regelmäßig! - Kurzmeldungen über aktuell vorgestellte neue Produkte, Technologien und Veranstaltungen sowie Neuigkeiten zu "praktiker" und praktiker.at. - Es geht hier um alle jene Themen, die auch Gegenstand der Berichterstattung des "praktiker" sind: Audio, Video, Foto, TV/Heimkino, Telekommunikation, Navigation, Computer und - sowieso - Multimedia-Technologien.

[!>  Tiefergehende Behandlung der Themen sowie Testberichte, Grundlagenwissen und Hintergründe zu Technologien finden Sie bitte in den "praktiker"-Heften (kostenlos testen: Schnupperabo-Bestellung).



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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1589:

photoscala.de-Gründer Thomas Maschke verstorben

(23.11.2015) Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Thomas Maschke vergangenen Samstag im Alter von nur 59 Jahren verstorben ist. Den Kampf gegen seine schwere Erkrankung konnte er wohl nicht mehr gewinnen. Thomas Maschke hatte kurz nachdem er von seiner schweren Erkrankung erfahren hatte, das von ihm gegründete und genau elf Jahre lang geleitete Online-Fotomagazin photoscala.de am vergangenen 15. April abgeschaltet: Meldung vom 16.04.2015: photoscala Foto-Website war genau 11 Jahre online. Seit 15. Juni wird photoscala.de nun von Martin Vieten im Sinne Maschkes weitergeführt: 15.06.2015: photoscala Online-Fotomagazin wieder in Betrieb.

Thomas Maschke war ein besonders liebenswürdiger Mensch und Kollege und auch bei seinen Lesern als besonders kompetenter Fachautor sehr geschätzt. Neben seinem Lebenwerk photscala.de hat er etwa 70 Fachbücher zu Foto- und Computer-Themen verfasst und unzählige Beiträge in Fachmagazinen. Zuletzt hatte er noch eine Fotozeitschrift für Analogfotografie mitgegründet.

Die Kollegen von fotointern.ch haben auf Thomas Maschke einen ausführlichen Nachruf verfasst, der diesen liebenswürdigen Menschen und kompetenten Fachautor besser beschreibt, als ich das kann, weil ich ihn nicht schon so lange und so gut gekannt hatte und mir daher erlaube auf diesen nachfolgend zu verweisen. Ruhe in Frieden, lieber Thomas! - Felix Wessely.

=>> www.fotointern.ch/archiv/2015/11/22/thomas-maschke-ist-gestorben/

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1588:

Canon XA30/XA35: Hand-Camcorder für Profi-Anspruch

[BILD] Canon XA35 - (c) CanonCanon XA35 wurde speziell für Profis, Semiprofis und sehr anspruchsvolle private Filmer für den mobilen Einsatz - für Nachrichten, Reportagen bis zu Hochzeiten - aus der Hand entwickelt. Wiederum verbessert wurden u.a. Aufnahmen unter wenig Licht, wiederum erweiterter, fein einstellbarer Dynamikumfang und unter extrem wenig Licht die Infrarotleistung.                     Bild: © Canon

(13.11.2015) Mit den Modellen Canon XA30 und XA35 wurden soeben von Canon neue Modelle zur X-Serie von Camcordern für den mobilen Einsatz aus der Hand für den Dezember angekündigt. Mit diesen richtet man sich an Profis, Semiprofis und sehr anspruchsvolle Amateure für Filmen von Nachrichten, Reportagen oder auch Hochzeiten. Neu insbesonders sind ein neu entwickelter HD-CMOS-PRO-Sensor, der mehr Empfindlichkeit und damit bessere Low-Light-Eigenschaften bietet. Beide Camcorder verfügen über einen neuen erweiterten Dynamikumfang (DR) und Einstellungen zur Tonwert-Priorität. Beide haben u.a. XLR-Buchsen für Profi-Mikrofone und der XA35 bietet mit HD-/SD-SDI-Schnittstelle zusätzliche Möglichkeiten zur Einbindung in den professionellen Produktions-Workflow.

Der neu entwickelte 1/2,84-Inch-Typ HD-CMOS-PRO-Sensor mit 2,92 Mpx wurde - wie Canon ankündigt - hinsichtlich Empfindlichkeit und Signal-Rausch-Verhalten deutlich verbessert. Auch unter Bedingungen mit wenig Licht werden damit gestochen scharfe und klare Aufnahmen in Aussicht gestellt. Die Möglichkeiten für Low-Light-Aufnahmen werden durch eine verbesserte Infrarotleistung noch weiter gesteigert - das ist ideal zum Filmen von Wildtieren oder Dokumentationen bei Nacht.

Das Weitwinkelobjektiv mit 20fach optischem Zoom bietet einen Brennweitenbereich von 26,8 bis 576 mm äquiv. KB und ist mit einem intelligenten 5-achsigen Canon-Bildstabilisator mit Dynamic-IS ausgerüstet. Zudem hat das Objektiv eine Irisblende mit acht Lamellen - und daher annähernd kreisrund - für ein schönes Bokeh.

XA30 und XA35 bieten zwei ganz neue Einstellungen: Wide DR und Tonwert-Priorität. Im Wide DR Modus sind die Camcorder in der Lage, einen Dynamikumfang von bis zu 600% zu erreichen, was ohne Nachbearbeitung helle und kontrastreiche Aufnahmen ermöglicht, die sich sowohl in besonders hellen als auch dunklen Bildbereichen durch einen hohen Detailreichtum auszeichnen. Mit der Einstellung Tonwert-Priorität werden die Farbtöne insbesonders in sehr hellen Bildbereichen ganz natürlich und wesentlich kräftiger. Dies ist eine optimale Einstellung für Aufnahmen vom hellen Himmel oder von spiegelnden Oberflächen.

Beide Camcorder bieten Zeitlupe-/Zeitraffer-Modi und unterstützen Intervallaufnahmen mit bis zu 1200-facher Geschwindigkeit.

Durch ihre kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht sind XA30 und XA35 ideal für die Nachrichten-Berichterstattung und Journalisten, die oft während der Bewegung diskret filmen müssen und Aufnahmen von höchster Qualität benötigen. Die Camcorder sind zudem ungewöhnlich einfach zu bedienen und bieten umfangreiche Automatik-Funktionen - ideal für den Einsatz in Unternehmen und Bildungsstätten.

Wie schon bei ihren Vorgängern XA20 und XA25, ist das Design von XA30 und XA35 besonders ergonomisch ausgelegt. Der Griff mit professionellen XLR-Audio-Schnittstellen lässt sich je nach Aufnahmesituation einfach an- und abmontieren, was eine große Flexibilität beim Einsatz ermöglicht.

Mit seiner HD-/SD-SDI-Schnittstelle lässt sich der XA35 sowohl zur Weiterleitung als auch zur Übertragung einfach in bestehende Systeme integrieren. Dabei wird das Audio- und Timecode-Signal in die Ausgabe eingebettet. Der Camcorder kann unkomprimiertes HD-Videomaterial in Echtzeit übertragen. Damit ist der XA35 der ideale Camcorder für die Live-TV-Berichterstattung oder Nachrichtenumgebungen, da solche Videodaten mit denen anderer Broadcast-Geräte identisch sind.

Beide Camcorder unterstützen sowohl das AVCHD-Format - mit bis zu 28 Mbps - als auch das MP4-Format mit bis zu 35 Mbps. Sie verfügen über zwei Steckplätze für SD-Speicherkarten, mit denen während der Aufnahme das simultane Backup ermöglicht wird oder die fortlaufende Aufnahme, was besonders bei lang andauernden Aufnahmen wie Hochzeiten hilfreich ist.

XA30 und XA35 bieten ein Dual-Band-WLAN, über das die Fernsteuerung der Aufnahme, die kabellose Datenübertragung oder die Ansicht der Aufnahmen in einem Browser möglich ist - ganz einfach über ein Smartphone, Tablet oder einen PC. Beide Camcorder sind auch mit dem Canon GPS-Empfänger GP-E2 kompatibel, über den die GPS-Standortdaten in die Metadaten der Videoaufnahmen eingebettet werden. Damit lässt sich feststellen, wo das Videomaterial aufgenommen wurde. Dies ist also evtl. hilfreich für Journalisten und allgemein für rechtliche Zwecke.

Die beiden Camcorder sollen ab Dezember erhältlich werden: Canon XA35 um knapp 2320 EUR, Canon XA30 um knapp 2000 EUR.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1587:

Pro-Ject Stream Box - Update: Gapless Tidal-Stream

[BILD] Pro-Ject Stream Box DS+ - (c) Felix WesselyPro-Ject Stream Box DS+ ist nach wie vor erhältlich - neben zahlreichen verschiedenen Modellen für unterschiedliche Ansprüche hinsichtlich mehr oder weniger HighEnd-Qualität und Funktionsumfang. Nun gibt es ein Firmware-Update, mit dem u.a. auch der HD-Audio-Streaming-Dienst Tidal perfekt genutzt werden kann. Auch Gapless-Wiedergabe wird bei Tidal unterstützt.                                 Bild: Felix Wessely

(26.10.2015) Von Pro-Ject gibt es mit der im Jahr 2011 gestartete Serie von Stream-Box-Audioplayern Komponenten für HiFi-Anlagen für Musik von allen Datenquellen und -speicher mit HighEnd-Anspruch. Ganz neu ist nun seit Ende voriger Woche ein Firmware-Update, mit dem die Pro-Ject Stream-Box-Geräte speziell auch für den Streaming-Anbieter Tidal gerüstet sind. Tidal bietet neben verlustbehafteter Komprimierung auch verlustfrei komprimierte Audiodaten in CD-Qualität - und auch höher - an und ist daher einer der führenden Streaming-Dienste für netzaffine Audiophile.

Da die Anmeldeprozeduren und einzustellenden Paramenter bei den Streaming-Diensten nicht einheitlich sind, ist es bei Audio-Playern nötig, dass die jeweils erforderlichen Prozeduren in der Firmware vorprogrammiert sind, sodass dann nur noch individuelle Daten eingegeben werden müssen und ggf. auch individuelle Einstellmöglichkeiten verfügbar sind. So stehen u.a. auch alle Suchfunktionen auf Tidal zur Verfügung. Dafür gibt es - jedenfalls derzeit - keine einheitliche Schnittstelle, die für alle Streaming-Anbieter funktionieren würde.

Eine herausragende Besonderheit mit dem Firmware-Update ist, dass sogenannte Gapless-Wiedergabe in Verbindung mit dem Streaming-Dienst Tidal funktioniert. Sowieso wird auch - abhängig von der Geschwindigkeit der Internet-Verbindung - vor dem Start eines Musikstücks evtl. kurz gewartet, bis ein ausreichender Puffer für die unterbrechungsfreie Wiedergabe vorhanden ist.

Gapless-Wiedergabe bedeutet, dass Musikstücke, die gestückelt in mehreren Dateien angeliefert werden, ohne Störung zwischen den aufeinanderfolgenden Dateien wiedergegeben werden.

Mit Gapless-Wiedergabe für Tidal ist Pro-Ject ein Technologie-Pionier

Gapless-Wiedergabe dürfte bislang sonst noch nicht in einem Audioplayer realisert worden sein - zumindest ist man bei Pro-Ject damit unter den allerersten, denen das gelungen ist. Gapless-Wiedergabe ist sauber nur möglich mit Audiodateien, welche die dafür notwendigen Informationen an der Übergangsstelle haben. Dies gibt es beim Streaming-Dienst Tidal. Dies bei einem Player zu realisieren ist eine besonders heikle Aufgabe - die nun eben auch für Tidal gelöst werden konnte - und daher eine besondere Sache für alle, die nun ihre Stream Box mit der neuen Firmware dafür aufrüsten können.

Das Firmware-Update kostet nichts, das Updaten funktioniert einfach über das Menü der Stream Box, während diese freilich mit dem Internet verbunden sein muss. Wie das funktioniert - es ist höchst simpel und erwartungsgemäß über das Menü anwählbar - wurde anlässlich eines Updates beschrieben - siehe Meldung vom 15.04.2014: Pro-Ject Stream-Box-DS-Familie: Firmware-Update.

Pro-Ject Stream Box ist eine nun schon recht umfangreich gewordene Geräteserie an Audio-Quellkomponenten zur Wiedergabe von Computer-Datenträgern - über USB, übers eigene Netzwerk und eben auch zur Nutzung von Streaming-Diensten wie Spotify und viele andere, sowie nun auch Tidal, wo 35 Mio. Musikstücke bereitstehen. Die Nutzung von Tidal kostet - für die Nutzung der hochwertigen Lossless-Musikstücke und auch HD-Videos - derzeit knapp 20 EUR pro Monat. Für die normale verlustbehaftete Qualität kostet das knapp 10 EUR pro Monat. Einen Monat lang kann man das kostenlos testen. Freilich lohnt sich sowas nur dann, wenn man wirklich ständig Musik hört und auch immer die neuesten Musikstücke "mitbekommen" möchte. Musik, die man eben nicht im Radio hört.

Das Update funktioniert mit allen Stream Box-Geräten, die derzeit angeboten werden.

Ältestes Modell Stream Box DS kann auf DSnet aktualisiert werden und dann neue Firmware nutzen

Es dürfte nur das älteste Gerät - die Pro-Ject Stream Box DS - siehe Meldung vom 03.12.2011: Pro-Ject Stream Box DS: HighEnd-Audio über USB - nicht für das Update tauglich sein. Aber Pro-Ject bietet für 100 EUR die Möglichkeit an, die Stream Box DS auf Stream Box DSnet zu erweitern. Und damit funktionieren dann die neuen Möglichkeiten zur Nutzung u.a. nun auch von Tidal.

Es ist selbstverständlich sehr lobenswert, dass es diese Möglichkeit gibt, ein älteres Modell doch recht günstig auf den aktuellen Stand zu bringen. Es passieren nicht nur Verbesserungen sondern es kommen auch immer neue Verfahren heraus, die gewisse Anpassungen erfordern.

Unser Bild oben zeigt die Stream Box DS+, die es mittlerweile seit etwa zwei Jahren gibt - siehe Meldung vom 11.06.2013: Pro-Ject Stream Box DS+: Audio-Quellen-Paradies. Diese kann ohne Modifikationen auf die neue Firmware-Version upgedatet werden.

Empfehlenswerte Serie als Quell-Komponenten für Daten-Audio aus allen Richtungen

"praktiker" empfiehlt die komplette Serie der Stream-Box-Geräte jedem, der den doch einfacheren Umgang - und qualitativ tendenziell besseren - mit Musikaufnahmen pflegen will. Typischerweise überspielt man sich nach und nach die Audio-CDs als Audiodateien im heute gängigsten Flac-Format und hat diese dann für jede Nutzung unterwegs oder höchstwertig von der HiFi-Anlage zur Verfügung. Ob man das von direkt angeschlossenen Harddisks oder über ein eigenes PC-Netzwerk oder über Streamingdienste nutzt ist dann prinzipiell egal - es stehen damit jedenfalls alle Möglichkeiten offen. Und das in allerbester Qualität. Sowieso ist auch die Möglichkeit integriert, Webradio zu nutzen. Sozusagen ein Weltempfänger für normale Rundfunksendungen - und das sehr einfach bedienbar ohne Computer.

Pro-Ject Stream Box gibt es in verschiedenen Preisklassen ab knapp 600 EUR für Stream Box DSnet bis knapp 1500 EUR für das HighEnd-Modell Stream Box RS mit u.a. HighEnd-Wandler PCM 1792A DAC, integriertem vollsymmetrischem Röhren-Vorverstärker mit Alps-Potentiometer und zusätzlichen XLR-Ausgängen. Die Wiedergabequalität ist bei allen exzellent - die teuerste ist dann eben um eine Spur besser, die aber für den absoluten HighEnd-Enthusiasten freilich sehr wesentlich ist. Die Modelle unterscheiden sich nicht nur in der jeweils etwas besseren Qualität und mehr unterstützten Technologien, sondern auch größerem Funktionsumfang; so beispielsweise Stream Box RS zur Nutzung als Vorverstärker mit Lautstärkeregler wodurch man das Gerät direkt an eine Endstufe anschließen kann.

Die Stream-Box-Geräte sind - abgesehen von konventioneller Fernbedienung - übrigens auch über Apps "Box Control" mit Smartphone bedienbar. "Box Control" gibt es kostenlos für iOS und Android.

=>> www.box-designs.com

=>> tidal.com/at

[LOGO] HiFi from Austria ==> www.praktiker.at/hfa/

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1586:
IN EIGENER SACHE

praktiker.at: Geräte-Erkennung selbst übersteuern

[BILD] Einstellfenster Größe mit neuer manueller Gerätetyp-Einstellung - (c) Screenshot praktiker.atÜber den Button "Größe" oben in der Navigationsleiste können einige Voreinstellungen für die Darstellung von praktiker.at geändert werden. Nun kann auch die automatische Geräte-Erkennung durch eigene Auswahl übersteuert werden. Der eingestellte Gerätetyp wird farblich hervorgehoben (grün).                                                   Bild: Screenshot praktiker.at

(19.10.2015) Kleine Neuerung unter praktiker.at: Zur optimierten Darstellung unserer Website über die verschiedensten Geräte - PC, Handy, Tablet oder Fernseher - wird aufgrund der Auswerung verschiedener vom Webbrowser gemeldeter Angaben "geraten", welches Gerät gerade verwendet wird. Diese Vorauswahl kann nun auch manuell übersteuert werden. Entweder, um damit eine falsche Erkennung zu korrigieren und so zu einer besser nutzbaren Darstellung zu kommen. Oder einfach, um sich anzuschauen, wie sich die Darstellung für die verschiedenen Geräte-Typen ändert. Die neue Einstellmöglichkeit ist über den mit "Größe" beschrifteten Button oben in der Navigationsleiste erreichbar.

Über den Button "Größe" kann bereits seit Juni vorigen Jahres die Schriftgröße individuell justiert werden - siehe Meldung vom 10.06.2014: praktiker.at: Cookie für Justage der Schriftgröße.

So wie für die Justage der Schriftgröße wird nur bei einer Änderung ein Cookie erstellt.

Wenn Sie "auto" auswählen, wird das Cookie gelöscht und damit die automatische Gerätetyp-Erkennung wieder wirksam.

Im Einstellfenster wird der Button für den aktuell gewählten Gerätetyp durch grüne Farbe hervorgehoben. Wenn die Erkennung des Gerätetyps automatisch erfolgt ist, dann ist zusätzlich der Button "auto" grün. Wenn die Gerätetyp-Erkennung von Ihnen vorgegeben wurde - es gibt also ein Cookie -, dann ist nur ein Button grün.

Mit dieser Vorwahl für den Gerätetyp, welche die automatische Erkennung übersteuert, kann man sich also etwas herumspielen oder auch eine evtl. falsche Erkennung korrigieren. Mittlerweile sollte es eher selten passieren, dass der Gerätetyp falsch erkannt wird, aber falls es doch passieren sollte, kann das nun ziemlich mühelos korrigiert werden.

Sie können damit auch Ihren bevorzugten Lesemodus wählen. Die Wahl des Gerätetyps kann sowieso auch dazu verwendet werden, eine individuell günstigere Darstellung zu bekommen. So beispielsweise am konventionellen PC der Modus für Tablet: Damit ist generell nur exklusiv entweder die Menüleiste oder die jeweilige Content-Seite mit dem eigentlichen Inhalt zu sehen. Zudem gibt es dabei größere Schaltflächen und auch größere Abstände zwischen den Schaltflächen. Die Schriftgröße ist in der Tablet-Darstellung schon von vornherein größer. Das kann beispielsweise zur Verwendung in ruckeligen Fahrzeugen besser sein. Die Schaltflächen sind dann leichter zu treffen und größere Schrift lässt sich in unruhiger Umgebung besser lesen.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1585:

Bild.de: Entweder ohne Adblocker oder Bezahlung

(15.10.2015) Ab sofort ist die Website bild.de der Bild-Zeitung aus dem deutschen Springer-Verlag nur entweder mit angezeigter Werbung oder gegen Bezahlung zugänglich. Bei Verwendung eines Adblockers - jedenfalls sofern dieser erkannt wird - gibt es unter Bild.de nun nichts mehr zu lesen und anzuschauen. Nach mehreren - überwiegend erfolglosen - Versuchen mehrerer Online-Medien, versucht man es unter bild.de nun mit dieser Lösung. - Mitunter wird es so dargestellt, als wären Verlage gegen Werbeblocker hilflos. "praktiker" hat sich im Rahmen der redaktionellen Arbeit - Analysieren der Technik dahinter - freilich auch damit beschäftigt und zeigt hier kurz, dass das tatsächlich nicht so schwierig ist. Werbeblocker könnten also leicht wirkungslos gemacht werden.

Die meisten Webangebote - vor allem auch die Online-Ausgaben der meisten Printmedien - werden über Werbung finanziert. Der Deal mit dem Leser - der dafür ja nicht zahlen muss - ist also, dass der Leser diese Werbung auch zulässt und eben nicht mit einem Adblocker ausblendet. Werbung, die ausgeblendet wird, wird vom Auftraggeber der Werbung nicht bezahlt und somit gibt es vom Leser keine Gegenleistung für die Arbeit, die mit dem Erstellen der Berichte und Fotos aufgewendet wird.

Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte es größere Aufregung über die Herausgeber des Werbeblockers Adblock Plus gegeben - siehe Meldung vom 26.06.2013: Mobile Geeks: Mafiöses Werbenetzwerk Adblock Plus. Der Vorwurf dabei war es - was nach wie vor aktuell ist -, dass es bei Adblock Plus ein sogenanntes Whitelisting gibt. Wenn die Voreinstellungen von Adblock Plus nicht geändert werden - die meisten Anwender ändern Voreinstellungen nicht -, dann wird nicht wirklich jede Werbung blockiert, sondern es wird "gute" Werbung sehr wohl angezeigt. Der Vorwurf dabei ist, dass Webanbieter sich auf die Whitelist setzen lassen können - der Vorwurf lautet eben, dass das - zumindest: auch - gegen Bezahlung erfolgt - und daher die Werbung auf ihrer Website "durchgelassen" wird. Im Grunde ist das auch unfair gegenüber dem User, der einen Werbeblocker freilich nicht dafür installiert, dass er dann sehr wohl selektiert Werbung durchlässt.

Einige große deutsche Verlage klagen die Hersteller von Adblock Plus deswegen. Eine endgültige gerichtliche Entscheidung dürfte allerdings noch einige Jahre lang dauern.

Bei bild.de will man sich eben nicht mit Klagen aufhalten, sondern sperrt generell die eigenen Inhalte also für alle jene, die dafür keine Gegenleistung erbringen wollen.

Da die Werbung vieler Websites die Haupt-Einnahmequelle darstellt, ist das Fortbestehen vieler Dienste wohl davon abhängig, dass diese Werbung auch beim Leser resp. User angezeigt wird.

Abwehr von Werbeblockern ist im Prinzip sehr einfach möglich

Hier unter praktiker.at gibt es zwar auch einzelne Werbebanner, aber diese sind für das Fortbestehen der Website nicht nötig. Es werden hier auch nicht täglich zig Textmeldungen und Fotos geboten, was sehr hohe Kosten verursachen würde.

Aus rein technischem Interesse haben wir uns freilich damit beschäftigt, wie der Einsatz von Werbeblockern abgewehrt werden kann. Und selbstverständlich ist das ohne großartigen Aufwand möglich. Dazu braucht man sich nur anschauen, wie Werbeblocker überhaupt funktionieren.

Werbeblocker arbeiten nach bestimmten Erkennungsmustern - also Algorithmen - und blenden dann alles aus, was darauf zutrifft. Es gibt dabei einige Standard-Muster, die überall gleich sind - so beispielsweise die einheitlichen Abmessungen von Werbebannern, wobei es also etwa zwanzig Formate gibt, die einfach erkannt und ausgefiltert werden -, sowie typische Benennungen von Dateipfaden oder Elementen in der HTML- und CSS-Programmierung der Webseite. Einige davon sind überall ähnlich und einige sind individuell gewählt. Die Filter von Werbeblockern werden - ganz einfach - gelegentlich aktualisiert, wobei es Aktualisierungen neuerer Aktualisierungen zur Erkennung auf wichtigeren Websites und von Werbefirmen, deren Werbung auf mehreren Websites eingeblendet wird. - Die Lösung wäre es also ganz einfach, die Strukturen so häufig zu ändern, sodass die Nachbesserung der Filter einfach nicht machbar wäre. Interessanterweise tut das praktisch niemand.

Hier unter praktiker.at wird als Beispiel auf zwei Seiten gezeigt, dass das ziemlich simpel möglich ist.

Zwei Beispiele unter praktiker.at: Austricksen von Werbeblockern

Anhand zweier Beispiele können Sie sich anschauen, wie recht einfach ein Werbeblocker getäuscht werden kann. Oder eben auch nicht - falls Ihr Werbeblocker das sozusagen "durchschaut". Selbstverständlich kann dem mit einer neuen Filterregel beim Werbeblocker begegnet werden, aber umso variantenreicher die Benennung von Pfaden etc. auf Webseiten ist, desto weniger zielsicher können Werbeblocker funktionieren.

Rufen Sie bitte die folgenden beiden Seiten auf. Die Seiten enthalten reguläre Inhalte; es sind lediglich für den Demonstrationszweck Inhalte teilweise ausgeblendet, wenn ein Werbeblocker verwendet wird, der Manches absichtlich falsch ausgezeichnete als Werbung identifiziert. Schalten Sie dann ihren Werbeblocker ein resp. aus und laden Sie die Seiten jeweils neu um den Unterschied zu sehen - oder eben nicht; je nachdem wie Ihr Werbeblocker arbeitet:

Einfaches Umbenennen von Pfaden bei den Bildern. Ganz simpel durch eine irreführende Bezeichnung in den Pfaden zu den in der Seite verlinkten redaktionellen Fotos, werden diese von einem Werbeblocker zumeist ausgeblendet. Wenn das funktioniert, dann werden die redaktionellen Fotos nicht angezeigt, aber die Werbebanner auf der Seite werden evtl. angezeigt. Jedenfalls von Standard-Algorithmen werden also die redaktionellen Fotos als Werbung erkannt und umgekehrt die Werbebanner als normaler Content. Das Beispiel ist zum Ausprobieren realisiert auf der ältesten Seite im ITM-Newsroom-Bereich: ITM-Newsroom-Meldungen Nr. 580-589 (speziell als Demo für Werbeblocker)

Inhalt einer ganzen Seite durch ID und class im div-Element irreführend als Werbung erkennbar. Auf dieser Seite - mit abgesehen von dieser Demo normalen Inhalten - wird über JavaScript ein Element eingefügt, das dazu führt, dass der gesamte Inhalt der Seite als Werbung identifiziert und daher ausgeblendet wird. Das funktioniert daher nur dann, wenn JavaScript bei Ihrem Webbrowser eingeschaltet ist. Probieren Sie also evtl. auch JavaScript ein- oder auszuschalten. Hier ist die Seite: Technik praktiker.at und Ezzes für Ihre Website (speziell als Demo für Werbeblocker)

Die Gegenstrategie von einem Webseiten-Betreiber besteht also logisch am besten darin, diese bereits bekannten Pfade, Benennungen und Bildgrößen eben nicht zu verwenden. Oder - umgekehrt - normalen Content gegenüber den Werbeblockern als Werbung erscheinen zu lassen.

Noch einmal: Wir setzen diese Lösungen unter praktiker.at nicht ein, weil das hier nicht wesentlich ist. Wenn Sie die Werbebanner unter praktiker.at ausblenden, bringt uns das nicht um.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1584:

Toshiba dynaPad: Notizen schreiben wie auf Papier

[BILD] Toshiba dynaPad - (c) ToshibaToshiba dynaPad ist ein extra schlankes Windows-10-Tablet - mit anheftbarer Tastatur: Notebook -, das auch für handschriftliche Notizen verwendet werden kann. Der elektrostatisch wirkende Stylus wird dabei so verwendet wie ein Schreibgerät auf Papier. Beim Schreiben kann auch der Handballen am Display aufliegen ohne irgendwas auszulösen.                           Bild: © Toshiba

(13.10.2015) Toshiba hatte heute mit dynaPad für den kommenden Frühling ein extra schlankes Tablet-Notebook mit Windows 10 angekündigt, das man auch für handschriftliche Notizen verwenden kann. Der dazu verwendete Stylus wird so verwendet wie ein Schreibstift auf Papier: Der Handballen kann dabei auf dem Display aufgelegt werden, weil die Erkennung nicht auf Druck sondern elektrostatisch erfolgt. Zudem wird erkannt, ob beim Schreiben mehr oder weniger stark "aufgedrückt" wird.

Ohne angeschlossene Tastatur arbeitet Toshiba dynaPad als - mit nur 6,9 mm Tiefe besonders dünnes und nur mit 569 g Gewicht besonders leichtes - Tablet mit 12-Inch-Display. In Verbindung mit der Tastatur ergibt sich die Funktionalität eines Notebooks. Lt. Toshiba ist das dynaPad das derzeit dünnste und leichteste 12-Inch-Tablet mit Windows 10. - Angaben über die Akku-Arbeitsdauer gibt es vorläufig noch keine, was freilich ein sehr wesentliches Kriterium ist.

Zentrales Ausstattungsmerkmal des Toshiba dynaPads ist der im Lieferumfang enthaltene Stylus-Pen. Das Toshiba dynaPad ermöglicht damit ein natürliches Schreibgefühl wie mit Stift und Papier im handlichen B5-Format.

Der WACOM Active Electro-Static (AES) Stylus-Pen zeichnet sich durch Exaktheit aus und erkennt, ob der Anwender beim Schreiben stark oder leicht mit dem Stift aufdrückt. So kann der Nutzer seinen persönlichen Duktus beibehalten. Beim Anfertigen von Notizen, Bearbeiten von Dokumenten, Kritzeln oder Zeichnen liefert der Stylus-Pen Detailstärke und Genauigkeit bei allen Applikationen. Zudem erlaubt das Display das Auflegen des Handballens während des Schreibens, ohne dass dadurch unabsichtlich irgendwas ausgelöst würde. Eine gummierte Unterseite verhindert das Verrutschen des Geräts am Untergrund beim Schreiben.

Eine Vielzahl vorinstallierter Anwendungen von Toshiba wie beispielsweise TruNote, TruCapture, TruRecorder, TruNote Clip und TruNote Share vereinfachen das Archivieren, Organisieren, Aufnehmen sowie Weiterleiten und Teilen von Notizen, Bildern oder Dateien. Ob Sprachaufnahmen eines Meetings, Erfassung eines Textes als Foto oder handschriftlicher Notizen: Die umfangreichen Apps ermöglichen es, Inhalte nahtlos in E-Mails oder PowerPoint-Präsentationen zu integrieren und auf Endgeräte zu übertragen. Toshiba dynaPad ist gleichermaßen für Rechts- wie auch für Linkshänder geeignet. Dafür passen sich Apps - wie beispielsweise TruNote - automatisch dem individuellen Schreibstil an.

Das Tablet im 12-Inch-Format verfügt über ein hochwertiges Carbongehäuse in elegantem Satingold. Damit bietet das Gerät ein robustes Chassis und besitzt eine viermal höhere Widerstandsfähigkeit als ein herkömmliches Notebook.

Die im Lieferumfang enthaltene Tastatur lässt sich über starke Magneten am Tablet befestigen und gestaltet das Schreiben dank eines Neigungswinkels von 120° und eines Tastenhubs von 1,5 mm besonders komfortabel. Beim Transport des dynaPads bietet die Tastatur zusätzlichen Schutz für das Display. Der Stylus-Pen wird über eine Haltevorrichtung am Tablet befestigt.

Das Display hat eine Auflösung von 1920 x 1280px (WUXGA+) und eine Anti-Reflexionsbeschichtung, die dafür sorgt, dass Bildschirminhalte auch bei direkter Lichteinstrahlung gut lesbar bleiben. Eine zusätzliche Doppelbeschichtung des Displays reduziert zudem Fingerabdrücke und Reflexionen, ohne die Genauigkeit des Stylus-Pens zu beeinträchtigen.

Toshiba dynaPad soll im Laufe des ersten Quartals 2016 verfügbar werden. Preisangaben gibt es derzeit noch keine.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1583:

Schrems:Facebook: EuGH kippt Save-Harbour-Abkommen

(08.10.2015) Wie Tageszeitungen bereits ausführlich berichtet haben, hatte der Österreicher Mag. Maximilian Schrems in seiner Datenschutz-Klage gegen Facebook vor dem EuGH am vergangenen Dienstag insofern einen Erfolg erzielt, als der EuGH das Save-Harbour-Abkommen, wonach die Datenspeicherung in den USA als unbedenklich - als "sicherer Hafen" - gilt, nun für ungültig erklärt hat. Das betrifft nun nicht nur die Datenspeicherung von Facebook sondern im Grunde jede Datenspeicherung in den USA und damit auch jede Übertragung von Daten in die USA. Dies kann daher auch im Zusammenhang mit der Nutzung von Cloud-Diensten mit Speicherung der Daten in den USA bedeutend sein.

Wie sehr sich das Urteil des EuGH in der Praxis auswirkt, wird sich allerdings erst zeigen. Prinzipiell könnte einem ein Verstoß gegen den Datenschutz vorgeworfen werden, wenn man beispielsweise Kundendaten - oder auch die eigene Kontakte-Datenbank - zu einem Cloud-Dienst hochlädt oder seine Kontakte-Datenbank einem App-Anbieter oder einem Webdienst zur Verfügung stellt und dafür diese Daten in die USA übertragen werden.

Mag. Schrems bemüht sich bereits seit mehreren Jahren, bei Facebook einen sorgsameren Umgang mit den Nutzerdaten auf gerichtlichem Weg durchzusetzen. Dafür hatte Schrems auch die Interessen von - mehr als 25.000 - anderen Facebook-Usern vertreten - siehe Meldung vom 02.08.2014: Schrems klagt Facebook: FB-User können mitmachen.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1582:
WISSEN AUS DEM "praktiker"-LABOR

ComplianTV: Samsung soll für Tests getrickst haben

(02.10.2015) Seit Tagen wird bekanntlich Volkswagen wegen Täuschung bei Tests durch die Medien gezerrt und nun fordert - evtl. dadurch inspiriert - "ComplianTV" gesetzlichen Schutz und Strafbarkeit der Täuschung von Testverfahren, wie die Zeitung Guardian berichtet - siehe theguardian.com: Samsung TVs appear less energy efficient in real life than in tests. ComplianTV testet die EU-Kriterien für Fernsehgeräte und so auch deren Einstufung hinsichtlich Stromverbrauch. Konkret beschuldigt man nun Samsung - und generell nicht genannte "mehrere" Fernseher-Hersteller -, dass Fernseher das Standard-Testvideo erkennen und dann die Leistungsaufnahme reduzieren. Im konkreten Fall wird die Helligkeit reduziert, was sich freilich auf den Stromverbrauch auswirkt. Nach Aussagen von Samsung ist das eine generelle Maßnahme bei der Art von Videos wie dem Testvideo und keine Spezialität um das Testverfahren zu täuschen.

Tatsächlich wird die Helligkeit reduziert, bei besonders rechenintensiven Szenen - also schnellen Bewegungen im Bild - und bei annähernd statischen Bildern. Den Sinn hinter dieser Logik verstehen auch die "praktiker"-Tester nicht, aber da das nicht nur beim Testvideo der Fall ist, ist der Vorwurf der beabsichtigten Täuschung wohl ziemlich gewagt.

Der Test ist schuld: Taugliche Testverfahren dürften kaum zu täuschen sein

Vielleicht wäre es eine zu simple Idee, beim Testen nicht nur das Video abzuspielen, sondern auch die Helligkeit zu messen. Dann wäre schon sowas nicht möglich gewesen. Man kann auch nicht unterschiedliche Fernsehgeräte miteinander vergleichen, wenn die unter völlig anderen Bedingungen arbeiten. Schließlich hat jedes Fernsehgerät eine eigene Software, die auf bestimmte Bedingungen anders reagiert; zudem gibt es unterschiedliche Voreinstellungen.

"praktiker" beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Testen von Industrieprodukten. Jedes Testverfahren muss die Anforderungen testen, die an das jeweilige Produkt im normalen Gebrauch gestellt werden und es müssen daher die normalen Bedingungen simuliert und gegengeprüft werden. Wenn man das richtig macht, dann ist eine Täuschung weitestgehend auszuschließen.

Die "praktiker"-Tester können nicht die Kindergartentante rufen, wenn andere bös sind. Wir sind einerseits unseren Lesern verpflichtet, uns nicht von scheinbar zu positiven Ergebnissen täuschen zu lassen und es öffnet sich für uns genauso das Tor zu Hölle, wenn Industrieprodukte falsch negativ bewertet würden. Eine EU-nahe Quasi-Behörde wie "ComplianTV" kann allerdings straflos wegen ihrer eigenen Unfähigkeit Hersteller beschuldigen, herumheulen und Gesetze einfordern.

ComplianTV fordert Gesetze zur Strafbarkeit bei Übertölpelung

ComplianTV fordert, dass die Gesetze nicht nach Buchstaben, sondern nach ihrem "Geist" einzuhalten wären und alles andere strafbar sein sollte. Ein interessantes Verständnis von Rechtsstaatlichkeit. Was in einem Gesetz nicht steht, kann bestenfalls ein Richter auslegen, aber nicht als Gesetz verstanden werden. Ein Testlabor ist selbstverständlich nicht dazu da, lediglich irgendwas abzustempeln, sondern eben etwas zu prüfen.

ComplianTV verlangt nun von der EU, dass Gesetze geändert resp. geschaffen werden, um eine eindeutigere Handhabe gegen alle zu haben, von denen man sich getäuscht sieht. Das ist durchaus nicht harmlos. Etwas - aber nicht ganz so - überspitzt dargestellt:

Wenn man also - der Einfachheit halber - beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit eines Autos auf der Hebebühne messen will anhand der Umdrehungszahl der Räder so dürften diese Räder also im Freilauf nur so schnell drehen wie unter Berücksichtigung von Luftwiderstand und Rollwiderstand. Wenn die Räder im Freilauf schneller drehen als mit normalem Roll- oder Luftwiderstand, besteht die Gefahr, dass sich diese Tester getäuscht fühlen. Was dann strafbar sein sollte. Es wird wohl nicht definiert werden, wie weit reale Betriebsbedingungen nachgebildet werden müssen, wenn nicht einmal die Helligkeit bei einem Fernseher-Test überwacht resp. auf einen für das Testverfahren vorgegebenen Pegel eingestellt wird.

Selbstverständlich wird kein Hersteller ein Produkt auf den Markt bringen, das ausgerechnet bei den bekannten Testverfahren schlecht abschneidet. Den Herstellern wird ja das gute Abschneiden bei Testverfahren als Messlatte für die eigene Leistung gelegt. Kein CEO eines Herstellers fragt danach, wie schön das Fernsehbild ist, sondern wie die Testergebnisse ausschauen.

Prüfergebnisse sind ein objektiver Leistungsnachweis für den Hersteller

Es ist einfach so, dass Entwickler von Geräten die Testverfahren ernst nehmen und ihre Leistung auch daran messen, wenn diese gut bestanden werden. Schließlich ist das ein objektives Urteil. Wenn das Testverfahren untauglich ist, ist nicht der Hersteller schuld sondern der Entwickler des Testverfahrens. Sofern also - in diesem konkreten Fall - der Fernseher nicht ausschließlich auf das Standard-Testvideo reagiert und dabei falsche Ergebnisse vortäuscht, darf ihm nichts vorgeworfen werden. Die Testresultate werden ja nicht vom Fernseher angezeigt, sondern von den Messeinrichtungen des Labors.

Prüfer sind da, um zu prüfen und nicht um zu vertrauen.

Es kann auch nicht sein, dass bestimmte Optimierungen, die ein besseres Ergebnis bringen von vornherein nicht eingesetzt werden dürfen, weil irgendwelche Tester dadurch mit ihren Testverfahren überfordert sind dann eine Bestrafung des Herstellers erwirken könnten indem einfach behauptet wird, dass man absichtlich getäuscht wurde.

Wer weiß, was die alles sonst noch nicht berücksichtigen und wovon sie irritiert werden. Ein Testverfahren, das die Bildhelligkeit bei einem Fernseher übersieht, ist ja für jede Überraschung gut.

Der Fehler, dass automatisch reduzierte Helligkeit nicht erkannt wird, dürfte keinesfalls passieren. In dem Fall müsste also die Helligkeit auf den für den Test erforderlichen Wert nachreguliert werden. Das sollte ein ganz normaler Routinevorgang sein und keinerlei Aufregung verursachen.

Testen ist komplex, weil reale Situation nicht einfach im Labor nachzubilden ist

Das Testen ist eine recht komplexe Angelegenheit, weil das nur sehr schwierig möglich ist. Und weil eben viele Schritte vorgesehen sein müssen um Fehler zu erkennen. Diese sind leicht möglich. Die Geräte sollen eben nicht für gutes Abschneiden bei Testverfahren entwickelt werden, sondern für ihren normalen Gebrauch. Und wenn ein Entwickler eines Geräts einen besonderen Trick hat, um beispielsweise ein besseres Bild zu erreichen - oder auch kleineren Stromverbrauch - so soll er diesen auch anwenden dürfen und ein Testverfahren muss robust genug sein, um davon nicht irritiert zu werden. Weder im positiven noch im negativen Sinne.

Untaugliche Testverfahren können genausogut negativ verfälschte Resultate bringen

Beim aktuellen Anlass ist das Ergebnis durch ungenügende Testqualität vorteilhaft für das Testresultat. Es kann aber genausogut umgekehrt sein und der Test ein nachteiliges Testresultat erbringen trotz tatsächlich besserer Leistung. Untaugliche Testverfahren erbringen unsichere Resultate.

Illustration: Wenn jemand bei einer Kamera nur testet, wie gut ein Siemensstern in der Aufnahme aufgelöst ist und wie akkurat Farben von einer Farbtafel wiedergegeben werden, dann kann er in Wirklichkeit nicht mehr sagen, als dass die Kamera für alle jene optimal ist, die nur Objekte mit künstlichen Farben fotografieren und bevorzugt Siemenssterne. Der Knackpunkt bei Kameras ist aber neben diesen Primitiv-Parametern, wie glaubwürdig natürliche Farben dargestellt werden, die künstlich bis heute in Wirklichkeit nicht nachgebildet werden können. Das kann man aber nicht messtechnisch erfassen. Beispielsweise. Beim Fernseher sind es auch die Farbverläufe, die Bildfrequenz etc. Vieles, was den Bildeindruck besser macht ist messtechnisch nicht zu erfassen. Wir schauen mit unseren Augen, hören mit unseren Ohren und diese sind nicht objektiv. Und nicht alles kann technisch reproduziert werden.

Um Fernsehgeräte miteinander vergleichen zu können, muss man eben bestimmte Funktionen ein- oder ausschalten resp. auf eine bestimmte Einstellung bringen. Das ist ein normaler Vorgang im Testlabor. Anders ist ja kein Vergleich möglich. Auch die Hersteller-Voreinstellungen sind nicht sonderlich tauglich dafür, eine objektive Vergleichsbasis zu erhalten.

Auch ein neutraler Testmodus wäre untauglich - das ist erst recht kein Normalbetrieb

Damit behördliche Tester nicht überfordert werden, könnte es ja generell einen Testmodus geben, bei dem der Fernseher auf bestimmte Bedingungen eingestellt wird. Also beispielsweise: bestimmte Helligkeit, bestimmte Lautstärke, Bildfrequenz etc. Das erschiene für faule Tester zwar hilfreich, aber würde dann wieder - beispielsweise für Stromverbrauchsmessung - außer Acht lassen, wenn ein Hersteller ein besonders gefinkeltes Verfahren einsetzt, das den Stromverbrauch in bestimmen Situationen reduziert, das aber für das Testverfahren nicht aktiviert sein darf. Es würde also negativ verfälschtes Ergebnis erbringen.

Es führt also kein Weg an einem sachkundigen Testverfahren vorbei. In dem Fall hätte man sich aber die Aufregung ersparen können, wenn man einfach die Bildhelligkeit während des Testlaufs überwachen würde. Eine ziemlich peinliche Sache, für die man sich eher schämen sollte, als großen Wirbel zu veranstalten.

Nachtrag am 06.10.2015: Danke für die zahlreichen Reaktionen auf diesen Beitrag. Auch von einigen Herstellern gibt es die Frage, wie eine reale Situation im Labor nachgebildet werden kann, die nicht zu umgehen ist. Selbstverständlich ist das machbar. Es müssen mehrere Fehler ausgeschlossen werden, die in der Testsituation zu Fehlergebnissen führen können und damit werden automatisch auch alle jene ausgeschlossen, bei denen das Gerät in einen testfreundlichen Modus umschalten würde. - Kurz: Wenn ein Gerät etwas kann, dann kann es das, was es nicht kann, kann auch mit einem Softwaretrick nicht simuliert werden. Man muss lediglich alle Parameter einbeziehen, die bei realem Gebrauch relevant sind. Ein Testverfahren, das durch einen Softwaretrick getäuscht werden kann, berücksichtigt nicht die normale Gebrauchssituation und ist daher - auch ohne mutmaßlich beabsichtigte Täuschung - unzuverlässig. Selbstverständlich ist das aufwendig, aber ohne diesen Aufwand gibt es kein brauchbares Ergebnis.

Wenn also beispielsweise der Stromverbrauch gemessen werden soll, dann gibt es Folgendes zu beachten:

  • Alle Geräte müssen auf einen Betriebsmodus eingestellt werden, den alle Geräte, die verglichen werden sollen, erreichen können. Da die Bildqualität damit ja nicht gemessen wird und auch schwieriger objektivierbar ist, müssen alle Betriebsarten so eingestellt werden, dass für zusätzliche Qualitätsverbesserung kein zusätzlicher Stromverbrauch entsteht. Die meisten Qualitätsverbesserungen bedingen wegen des höheren Rechenaufwands tendenziell - nicht zwangsläufig - einen höheren Stromverbrauch. So beispielsweise höhere Bittiefe bei der Bildaufbereitung, höhere Bildfrequenz. Also eine einheitliche Bildfrequenz, die von allen erreicht wird und Bittiefe, die von allen erreicht wird, beispielsweise. Höhere Technologie, die eine Reduzierung des Stromverbrauchs bewirken, der sich nicht negativ auf die Bildqualität und Bildhelligkeit auswirkt, müssen aktiviert sein. So beispielsweise Local Dimming.
  • Die Bildhelligkeit und Kontrastumfang müssen auf ein für alle Geräte erreichbares Niveau gebracht werden. Dafür werden beim Testvideo pro Bild mehrere Punkte im Bereich zwischen Weiß und Schwarz und mehreren Zwischenstufen hinsichtlich der Helligkeit gemessen. Das Gerät wird so lange justiert, bis die einheitlichen Werte bei der Wiedergabe der Testbilder oder Testvideo erreicht sind. Die Punkte kann man prinzipiell für jedes Testbild oder jedes Einzelbild in einem Video festlegen. Über ein Computerprogramm kann synchron zum Video das Bild an den Messpunkten beispielsweise von Digitalkameras ausgemessen werden. Das Testvideo muss dafür lediglich in den meisten Einzelbildern zumindest Weiß und Schwarz sowie einen definierten Mittelwert zeigen. Die Einhaltung der vorgegebenen Bildfrequenz muss freilich auch überwacht werden und evtl. Dunkelphasen zwischen den Bildern sollten zur Bewertung der Helligkeit einberechnet werden.
  • Das Testvideo resp. die Testbilder sollten alle Situationen beinhalten wie beispielsweise: schnelle Bewegungen, langsame Bewegungen, unbewegte Szenen mit Computergrafik - wie Wetterbericht -, häufige Schnitte, längere Einzelszenen, extreme Farbsättigung, schwache Farbsättigung, überwiegend einfärbig etc.
  • Ein wesentliches Kriterium für den Stromverbrauch ist auch der Audio-Teil. Die Lautstärke muss also einheitlich eingestellt werden, was mit einem Schalldruck-Messgerät passiert. Hier kann es beim Stromverbrauch größere Unterschiede geben, weil beispielsweise Lautsprecher mit kleinem Kennschalldruckpegel (Wirkungsgrad) erheblich mehr Strom verbrauchen. Subwoofer sollten für die Messung weggeschaltet sein.
  • Zur Vergleichbarkeit mit Fernsehern ohne eigenen Audio-Teil sollten auch die Verbrauchswerte ohne Tonwiedergabe gemessen werden.

Solcherart kann man eine sichere Aussage treffen, wie hoch der Stromverbrauch des Geräts in Relation zu anderen Geräten unter vergleichbaren Bedingungen ist. Man kann also die einzelnen Geräte einer Verbrauchs-Klasse zuordnen. Dafür genügen die bei allen Geräten gleichen Bedingungen beim Test. - Wenn die Verbrauchswerte zusätzlich genauer dem typischen Verbrauch in der praktischen Verwendung entsprechen sollen, dann sollten Helligkeit, Lautstärke und Mix der Arten der Bildinhalte hinsichtlich Rechenaufwand den üblichen Bedingungen im Wohnzimmer resp. Quellmaterial entsprechen.

Das Einzige, was - evtl. schwieriger erkennbar - typischerweise generell bei Tests zur Täuschung eingesetzt werden kann, wäre es , die Leistung auf ein Niveau anzuheben, das im Dauerbetrieb nicht durchzuhalten wäre und deswegen nur während eines Testbetriebs zugeschaltet wird. Also beispielsweise stark erhöhte Rechenleistung. Wenn es um Leistungsmessungen geht, dann müsste beispielsweise das zusätzlich überwacht werden. Die simpelste Möglichkeit dafür ist ein stundenlanger Dauerbetrieb, wobei auch geprüft wird, ob sich Bauteile unzulässig stark erhitzen - oder überhaupt kaputt werden. Bei einer Stromverbrauchsmessung würde allerdings eine Leistungssteigerung den Stromverbrauch erhöhen, was für das hier gegenständliche Beispiel eher ein negativ verfälschtes Resultat ergeben würde.

[!> Dieser grob skizzierte Aufwand - so oder ähnlich - ist einem Testlabor, das - mutmaßlich sowieso sehr "großzügig" - aus Steuergeldern finanziert wird, wohl zumutbar. Nicht zumutbar ist es, nichts tun zu wollen und dafür Gesetze zu bestellen, die jede Täuschung ausschließen, wobei es dann wohl dehnbar ist, wodurch man sich getäuscht fühlt. Die Schwelle dürfte ja ziemlich niedrig liegen, wenn bei Stromverbrauchsmessung die Einhaltung einer vorgegebenen Helligkeit nicht überwacht wird. Wenn nicht wirklich geprüft werden soll, dann sollen die Hersteller gleich selbst ihre Messergebnisse angeben. - Felix Wessely.

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1581:

A1-Guru-Service nun für alle IT-Probleme daheim

(01.10.2015) Mit "A1 Guru" hatte A1 Telekom bislang Unterstützung bei der Installation von A1-Produkten im digitalen Haushalt geboten. Nun wird dieser Service auf alle IT-Probleme im Haushalt - bis zum Set-Up eines NAS Network Attached Storage - also eines aufwendigeren Datenservers - angeboten.

Alle A1-Produkte werden durch speziell ausgebildete A1-Mitarbeiter im A1-Shop kostenlos oder auch direkt beim Kunden zu Hause eingerichtet, vernetzt und erklärt. Dies umfasst das Vernetzen von TV, Wireless-Boxen und anderen Entertainment-Produkten sowie das Erklären von Smartphones und Tablets.

Nun erweitert A1 das Spektrum der A1-Gurus noch einmal und bietet ab sofort auch IT-Services im Rahmen von Terminen beim Kunden daheim an.

Das reicht vom Neu-Aufsetzen von Notebooks und PCs über Anschließen und Einrichten von Peripheriegeräten, das Set-Up eines NAS bis zum Konfigurieren eines Heimnetzwerks: In der IT-Betreuung erfahrene Computer-Experten kommen zu den Kunden nach Hause und ermöglichen damit auch weniger technikaffinen Leuten das Arbeiten, Spielen und Lernen in anständig funktionierender IT-Umgebung.

Die Buchung eines A1-Gurus für zu Hause erfolgt über die Gratis-Rufnummer Tel. 0800 664 100 10, in jedem A1-Shop oder online unter über die A1-Website.

Eine A1-Guru-Stunde zu Hause kostet inkl. Anfahrt 99 EUR und jede weitere Viertelstunde 24 EUR. Vorausgesetzt, die "Gurus" denken und arbeiten schnell, ist das durchaus günstig.

=>> www.A1.net/a1-guru-details

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ITM praktiker [www.praktiker.at] - MELDUNG Nr. 1580:

HP-Technologie schließt Sicherheitslücke Drucker

[BILD] Serie HP LaserJet Enterprise M506 - (c) Felix WesselySerie HP LaserJet Enterprise M506 ist einer der neuen Drucker von HP mit Schwarzweißdruck. Er bedruckt in einer Minute 17 Blätter beidseitig und schafft damit also 34 Seiten pro Minute - wohlgemerkt - im Duplexdruck.                                 Bild: Felix Wessely

(25.09.2015) Hewlett Packard hatte am Dienstag Handelspartnern und Medienvertretern in Barcelona unter dem Titel "Printing Innvoations Launch 2015" ihre neuesten Druckermodelle für professionelle Anwender - angefangen bei All-in-one-Geräten für Kleinunternehmen - vorgestellt. Neben Innovationen wie einem neuen effizienteren Toner-System und deutlich gesteigerter Druckgeschwindigkeit, herausragendes Thema ist die Sicherheit bei Druckern, die bislang eher unbeachtet geblieben ist. - "praktiker" war in Barcelona dabei und berichtet hier vorweg knapp über die wesentlichsten dort gezeigten Neuerungen.

Laut einer von HP zitierten Umfrage des Ponemon Institute denken 64 Prozent aller IT-Verantwortlichen, dass ihre Drucker wahrscheinlich mit Schadsoftware infiziert sind. Gleichzeitig ignorieren 56 Prozent aller Unternehmen ihre Drucker in ihrer Endgeräte-Sicherheitsstrategie. Um diese Lücke zu schließen, stattet HP seine neuen HP LaserJet Enterprise-Drucker und -Multifunktionsgeräte mit den bislang für Drucker stärksten Sicherheitsfunktionen aus. Drucker sind schließlich nicht einfach nur Ausgabegeräte, sondern kommunizieren freilich auch in Richtung Netzwerk resp. Computer. Schadsoftware, die im Drucker ist könnte von diesem also verteilt werden. Eben deswegen, weil Drucker diesbezüglich kaum beachtet werden, sind sie besonders gefährdet.

Zu den neuen Sicherheitsfunktionen bei den neuen Druckern der Familie HP LaserJet Enterprise gehören:

  • HP Sure Start ermöglicht die Erkennung und selbständige Abwehr von bösartigen BIOS-Angriffen. Das ist übrigens der selbe BIOS-Schutz wie seit 2013 bei PCs der Elite-Familie von HP.
  • Whitelisting stellt sicher, dass nur bekannte - ungefährliche - Firmware auf den Drucker geladen und ausgeführt werden kann.
  • Run-time Intrusion Detection ist eine neue Funktion, mit der das Gerät sich ständig selbst auf bösartige Angriffe hin untersucht. Diese wurde in Kooperation mit Red Balloon entwickelt. Die Firma wurde von Forschern der Columbia University gegründet und hat sich auf eingebettete Sicherheitslösungen spezialisiert.

Die neuen Funktionen werden zukünftig zur Standardausstattung neuer Drucker der Serien HP LaserJet Enterprise und OfficeJet Enterprise X mit PageWide-Technologie zählen. Mittels eines Firmware-Updates können sie auch auf einigen Enterprise-Druckern, die seit April dieses Jahres verfügbar sind, aktiviert werden. Zudem können Whitelisting und Run-time Intrusion Detection durch ein HP-Future-Smart-Service-Pack-Update auch auf vielen älteren Geräten der Familien HP LaserJet Enterprise und OfficeJet Enterprise X mit PageWide-Technologie installiert werden. HP Future Smart ist die Firmware von HP-Enterprise-Druckern. Kunden erhalten damit einen Investitionsschutz für ihre HP-Enterprise-Druckerflotte, indem die Installation von neuen Funktionen mittels Firmware-Updates ermöglicht wird.

Neben den Geräten selbst gibt es von HP auch Lösungen zur Verwaltung der Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Druckumgebung. So beispielsweise der bislang für Drucker einzige richtlinienbasierte HP JetAdvantage Security Manager. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, offene Ports zu schließen, Zugriffsprotokolle zu deaktivieren und Dateien automatisch löschen zu lassen. Im Falle eines Reboots überprüft eine HP-Instant-On-Security-Funktion alle betroffenen Einstellungen und stellt diese automatisch wieder her. Zu den Automatisierungmöglichkeiten gehört auch die Fähigkeit, Geräte automatisch zu finden und so deren Einbindung und Verwaltung zu erleichtern.

Neues, effizienteres Tonersystem und schnelleres Drucken

Neu bei HP-Druckern der neu vorgestellten Generation sind weiters in erster Linie wiederum beschleunigtes Drucken und ein besonders effizientes Toner-System "JetIntelligence" mit wiederum verbesserter Druckqualität. So können bis zu einem Drittel mehr Seiten bedruckt werden ggü. bisher, wodurch auch das Tauschen der Tonerpatronen seltener erforderlich ist; abgesehen von der erhöhten Wirtschaftlichkeit.

Die neuen HP-LaserJet-Drucker und -Multifunktionsgeräte für Unternehmenskunden bieten die höchste Duplexdruckgeschwindigkeit ihrer Klasse. Dies umfasst den schnellsten Druck der ersten Seite und den schnellsten doppelseitigen Druck. Zusätzlich haben sie den niedrigsten Energieverbrauch pro Seite in dieser Klasse. Die Drucker sind darauf ausgerichtet, möglichst einfach bedienbar zu sein und unterstützen auch das Drucken von Mobilgeräten aus, was freilich zunehmend gebraucht wird.

Sie sind für Arbeitsgruppen mit fünf bis 15 Nutzern und einem monatlichen Druckvolumen von bis zu 7.500 Seiten ausgelegt. Die Geräte profitieren von der verbesserten Leistung, Sicherheit und Reichweite der neuen HP-Original-Tonerkartuschen mit JetIntelligence-Technologie.

Drei der neuen Druckermodelle, die in Barcelona neu gezeigt worden sind

Zu den neu in Barcelona gezeigten Modellen gehören:

  • Die Geräte der Serie HP LaserJet Enterprise M506 sind Schwarzweißdrucker, die über 25 Prozent kleiner sind und im Duplexdruck mit 34 Bildern, also 17 doppelseitig bedruckten Seiten, pro Minute bis zu 71 Prozent schneller drucken als die Vorgängermodelle.
  • Die Serie HP LaserJet Enterprise MFP M527 besteht aus Multifunktionsgeräten für den Schwarzweißdruck. Diese ermöglichen durch doppelseitiges Scannen in nur einem Papierdurchlauf und einen Farb-Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von 20,3 cm fortschrittliche Workflows. Zudem geben sie die erste Seite aus dem Schlafmodus in nur 8,5 Sekunden aus und sind damit bis zu 33 Prozent schneller als die Vorgängermodelle.
  • Die Geräte der Serie HP Color LaserJet Enterprise MFP M577 sind Farb-Multifunktionsgeräte, die doppelseitiges Scannen in nur einem Papierdurchlauf bieten und einen Farb-Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von 20,3 cm und optionaler Tastatur besitzen. Zudem drucken sie doppelseitige Dokumente mit 38 Bildern pro Minute um bis zu 43 Prozent schneller als die Vorgängermodelle.

Serie HP LaserJet Enterprise M506 ist ab knapp 700 EUR ab Anfang Oktober erhältlich. Ab Anfang November erhältlich werden Serie HP LaserJet Enterprise MFP M527 ab knapp 2200 EUR und Serie HP Color LaserJet Enterprise MFP M577 ab knapp 2400 EUR.

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