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Speziell für Einsteiger:
Empfohlene Software fürs Internet


Speziell für den Einsteiger im Internet gibt "praktiker" hier einige Anregungen für die Auswahl von Software. Wesentlich ist dabei sowieso einerseits die Sicherheit, nicht womöglich ausspioniert zu werden und die Gefahr für die Beschädigung der eigenen Daten möglichst gering zu halten. Und auch eine Effizienz, die den Umgang mit den über das Internet gebotenen Diensten zur Freude macht.



Popularität der Webbrowser, ihre Entwicklung und Hintergründe

Die Popularität der Webbrowser hat sich bislang so entwickelt, dass vorerst Internet Explorer mit IE6 jahrelang sehr überwiegend dominierend war. Nach dem Aufkommen von Firefox gab es eine stark abnehmende Tendenz für IE seit 2005, was sich in der ersten Hälfte des Jahres 2013 stabilisiert haben dürfte. Mit Google Chrome ist im Herbst 2008 ein dritter großer Mitspieler erschienen, der laufend stärker wird. Dies auch deswegen, weil zahlreiche Browser mit Chromium-Basis arbeiten, die ebenfalls mitgezählt werden und zweitens darin, dass auf den meisten Geräten, die unter Android laufen - Handys und Tablets - Google Chrome bereits vorinstalliert ist. Auch bei Fernsehern ist Google Chrome häufig als Browser im Einsatz; auch jenen, die nicht unter Android laufen.

Die Verteilung der Verwendungs-Häufigkeit (Seiten-Zugriffe) der Web-Browser schaut im August 2016 in der Statistik der Besuche von praktiker.at etwa so aus - die jeweiligen Browser beinhalten auch Browser-Versionen für andere Geräte wie Handys oder Fernseher:

Die zunehmend stärker werdende Gruppe der Zugriffe über Smartphone oder Tablet-PC - und auch Fernseher - sind in den Angaben der Browser enthalten, von denen es mittlerweile von den bedeutenderen auch eine Version für Smartphone und Tablet-PC gibt. Internet Explorer resp. Edge gibt es bekanntlich nur exklusiv für Windows, Windows Phone und - mittlerweile veraltet - Windows Mobile.

Anfang 2005 hatte Internet Explorer noch mehr als 80%, Firefox / Mozilla knapp 10%. Vor dem Erscheinen von Firefox im Jahr 2004 hatte Internet Explorer für etliche Jahre stabil einen "Marktanteil" bis zu 90%. Seit 2008 gibt es eine größere Auswahl guter Webbrowser - so beispielsweise Apple Safari für Windows und Google Chrome.

Die Besucher unserer Website sind möglicherweise nicht repräsentativ.

Abgesehen von Internet Explorer, der zusätzlich Active-X-Technik unterstützt, was früher auf vielen Websites eingesetzt wurde aber mittlerweile bedeutungslos geworden ist, arbeiten die verschiedenen Webbrowser inzwischen ziemlich gleich. Auch Internet Explorer spätestens seit Version IE9. IE-Nachfolger "Edge" unterstützt übrigens Active-X nicht mehr. Es ist also für den Gestalter von Websites heute nur in Einzelfällen - Bugs bei einer aktuellen Browser-Version - nötig, verschiedene Code-Versionen für einzelne Browser bereitzustellen. Bis etwa 2005 waren die Unterschiede teilweise erheblich. Heute beschränkt sich das primär auf - unbeabsichtigte - Fehlfunktionen aber kaum mehr auf fehlende resp. grob unterschiedliche Funktionen. Dass auf fehlende Plugins Rücksicht genommen werden muss, ist sowieso klar. So haben beispielsweise iOS-Geräte - jedenfalls von Haus aus - keine Unterstützung für Adobe-Flash.

Wenn schon in die Statistik geschaut wird, dann ist es übrigens vielleicht auch interessant zu erwähnen, dass - Stand Juli 2015 - über Google 300-mal mehr Besucher zu praktiker.at finden als über Yahoo und 200-mal mehr als über Microsoft Bing. Das ist selbstverständlich nur praktiker.at und nicht zwangsläufig repräsentativ, zeigt aber doch die extrem überragende Bedeutung von Google als Suchmaschine.

Webbrowser-Entwicklung: Am Anfang standen Gopher-Browser

Den eigentlichen Anfang machten die Gopher-Browser mit dem sogenannten "Gopher-Space", einem Vorläufer des WWW. Gopher war eine Vereinfachung der Handhabung von FTP und erlaubte die Darstellung von Nur-Text. Es gibt heute nur noch sehr wenige Gopher-Server und wenige Browser, die diesen - fast nicht mehr vorhandenen - Dienst unterstützen. Beispielsweise vorläufig noch die beiden Mozilla-Browser Firefox und SeaMonkey. Die Unterstützung für Gopher wurde nach und nach bei den Webbrowsern herausgenommen, weil es nicht mehr sinnvoll erschienen war, die Sicherheitslücken für diesen - längst obsoleten - Dienst nachzubessern.

Der Anfang des WWW wurde dann mit dem Browser "WWW" von Tim Berners-Lee gemacht. Der erste grafische Browser war dann aber NCSA Mosaic (National Center for Supercomputing Applications). Die beiden in der Hauptsache an der Entwicklung von Mosaic beteiligten Programmierer hatten einfach den Sourcecode von Mosaic genommen und damit eine eigene Firma gegründet. Der daraus entstandene Browser hieß dann "Netscape". Dieser entwickelte sich schnell zu einem Quasi-Monopol, woraufhin Microsoft aufwachte und Internet Explorer entwickelt hatte.

Auch IE basierte auf NCSA Mosaic, war aber schnell besser als Netscape und vor allem bei Windows vorinstalliert. Netscape wurde ziemlich bedeutungslos, war dann die Basis des Open-Source-Projekts "Mozilla" und wurde auch von AOL übernommen. In der Folge gab es die Nachfahren von Netscape weiterhin unter dem Namen Netscape von AOL und Mozilla Suite - später in SeaMonkey umbenannt - sowie den Nur-Browser Mozilla Firefox. Netscape von AOL wurde Anfang 2008 eingestellt.

Mit der HTML-Rendering-Engine "Webkit" - ein weiterer Entwicklungszweig - arbeiten beispielsweise die Webbrowser Apple Safari und Google Chrome. Webkit ist hervorgegangen aus den Open-Source-Projekten HTML-Engine KHTML und der JavaScript-Engine KJS von den Entwicklern des GUI "KDE" und wurde federführend u.a. von Adobe, Apple und Google zu "Webkit" weiterentwickelt.

Wiederum eine Abspaltung von Webkit ist im Jahr 2013 "Blink", das als Rendering-Engine von Google separat vorerst basierend auf Webkit weiterentwickelt wird.

Unter den bedeutenderen Browsern hatte der aus Norwegen stammende Opera hingegen bis Mitte 2013 mit einer weitgehend eigenständig entwickelten Rendering-Engine "Presto" gearbeitet. Seit der darauffolgenden Version 15 ist Opera von Grund auf neu und arbeitet mit der selben Rendering-Engine wie Chrome; vorerst Webkit und später Blink.

Ein Beispiel für Gopher zum Anschauen - die Inhalte sind allerdings eher dürftig. Die meisten aktuellen Webbrowser können mit Gopher von Haus aus nichts mehr anfangen. Es funktioniert aber beispielsweise mit Firefox bis Version 3:

=>> gopher://sdf.lonestar.org/1/users/papa

Overbite-Projekt bietet für Nutzung von Gopher-Seiten Plug-ins und andere Lösungen

Für Firefox und viele andere Webbrowser - darunter auch Android-Browser - gibt es Gopher-Plug-ins und andere Lösungen zur Nutzung von Gopher-Seiten von "The Overbite Project". Für Webbrower, für die es keine speziellen Plug-ins gibt, kann ein speziell dafür eingerichteter Proxy-Dienst genutzt werden. Damit können dann also Gopher-Seiten angeschaut werden. Praktischen Wert hat das heute sicherlich keinen.

=>> gopher.floodgap.com/overbite/

Die "Browserkriege"

Der 1. Browserkrieg: Internet Explorer greift Netscape Navigator an, siegt. In den Jahren ca. 1996 bis 1998 gab es den heute sogenannten "Ersten Browserkrieg" zwischen "Netscape Navigator" und "Internet Explorer". Der im Sommer 1996 erschienene IE3 wurde dann schon zur ernsthaften Konkurrenz für Netscape. Bis 1998 war der Kampf für den Internet Explorer entschieden. Mit dem im Jahr 2001 erschienenen "Internet Explorer 6" war eine Konkurrenz kaum mehr merklich vorhanden. Der IE6 war besser, sorgte für konsistente Darstellung. Microsoft soll nach dem Erscheinen von IE6 die Entwicklungsabteilung für etwa drei Jahre drastisch reduziert haben; nur noch für Sicherheitsupdates. Etwa fünf Jahre lang blieb IE6 mit einem Marktanteil bis Anfang 2005 von 90% praktisch alleine. Die Konkurrenten waren in der Hauptsache der aus Netscape hervorgegangene Open-Source-Browser "Mozilla" und "Opera". Mozilla war damals eher schwerfällig und Opera war zwar sehr innovativ aber in der Darstellung zu wenig tolerant für die doch zumeist fehlprogrammierten Webseiten und - im Gegensatz zur Konkurrenz - vorerst nicht kostenlos.

Der 2. Browserkrieg: Firefox greift Internet Explorer an, Google Chrome betritt die Bühne - Ergebnis offen. Im Jahr 2004 gibt es praktisch nur Internet Explorer 6 als Webbrowser. Bei Mozilla ist man schon seit einiger Zeit mit der Schaffung eines starken Konkurrenten beschäftigt: Die Mozilla-Suite mit integrierten Funktionen auch für E-Mail, Adressbuch und HTML-Editor war recht behäbig. Die neue Idee ist es, die Anwendungen zu separieren und als Webbrowser wird "Firefox" ab 2004 im Wortsinn in Funk, Fernsehen und Zeitungen stark beworben. Firefox ist anfangs flink, bietet exzellente Darstellung, hält sich an die aktuellen Webstandards. Sein Erfolg bringt ihn bis 2010 auf etwa gleiche Höhe wie Internet Explorer.

Microsoft beginnt - eher weniger wegen Firefox, sondern wegen zunehmender Sicherheitsmängel im IE6 - mit neuen Versionen seines Internet Explorer: Version 7 im Herbst 2006, der zumindest schon einige neuere Funktionen unterstützt, aber gegenüber Firefox zu wenig bietet. Mit IE8 wird es im Frühling 2009 wiederum etwas besser, aber erst mit IE9 ist 2011 ein ernsthafter Herausforderer für Firefox am Spielfeld.

Im Frühling 2008 hat Google überraschend mit "Chrome" einen eigenen Webbrowser hervorgebracht. Google hatte bis Ende 2012 auf Firefox aufgeschlossen.

Der Ausgang dieses 2. Browserkriegs dürfte eher unentschieden ausgehen, weil wohl alle drei Hauptbeteiligten das Feld nicht verlassen werden. Wie bereits von "praktiker" im Winter 2010/2011 erwartet wurde, dürfte der bedeutendste der drei größten - Chrome, Firefox und IE - am ehesten Google Chrome werden. Da Windows XP und älter von IE9 nicht unterstützt werden bleibt einer recht großen Gruppe nur das Wählen eines anderen Webbrowsers, womit Microsoft einen Teil des Marktanteils quasi verschenkt, da Windows XP noch mindestens bis 2015 eine größere Gruppe ausmachen wird. Google hatte - umgekehrt - sich einen Vorteil damit geschaffen, dass manche ihrer Webdienste überhaupt nur mit dem eigenen Browser - oder besser mit diesem - funktionieren.

Webprogrammierer an der Front gegen Internet Explorer 6 hatten bekommen was sie wollten

Die Hauptkritik am IE6 war jahrelang, dass er teilweise abweichend von den inzwischen allgemein akzeptierten Empfehlungen des W3C funktionierte. Allerdings war Internet Explorer zu dieser Zeit freilich der De-facto-Standard, nach dem sich daher alle Programmierer und Designer von Webseiten gerichtet hatten. Diese Klagen kamen und kommen übrigens in der Hauptsache von Webprogrammierern.

Aber: Wenn alle bedeutenderen Browser gleich arbeiten gibt es für Webprogrammierer weniger zu tun und sind auch Webdesign-Programme leichter realisierbar.

Die früher gängigen "Scherze" wie "Installieren Sie einen modernen Webbrowser" oder "optimiert für Bildschirme mit Auflösung x" will heute kein Besucher einer Webseite sehen. Das muss einfach funktionieren.

Webdesign bekommt durch neue Möglichkeiten mehr Gestaltungsspielraum, aber zum individuellen Programmieren bleibt in diesem Bereich nicht mehr viel. Die nun schon seit 2001 bekannten Besonderheiten des IE6 sollte hingegen jeder Webprogrammierer im Schlaf aufsagen können, sind also für den Könner eine Kleinigkeit. Sie erforderten bis vor ein paar Jahren aber doch diesen Könner, wenn eine Website allgemein brauchbar sein sollte. Heute ist das Eingehen auf die Besonderheiten von IE6 freilich kein Thema mehr.

Wenn alle einigermaßen relevanten Webbrowser dem selben Standard folgen - was nun schon weitgehend der Fall ist -, dann gibt es keine Unterschiede mehr in der Interpretation der Webbrowser verschiedener Hersteller. Dann kann man Webseiten genauso einfach gestalten wie bei Desktop Publishing, wofür man ja auch keine Programmierer braucht. Im Prinzip gibt es Gestaltungsprogramme für Webseiten, die ähnlich wie bei Desktop Publishing funktionieren, in brauchbarer Qualität schon seit Mitte der 1990er-Jahre. Deren Ergebnisse mussten aber bisher - für Kompatibilität mit allen Webbrowsern - immer von einem Webprogrammierer nachbearbeitet werden. Das wird künftig nur noch für sehr spezielle Gestaltungswünsche nötig sein.

Bis 2012 war IE6 noch relevant genug, um berücksichtigt werden zu müssen. Vor allem große Firmen stellen nicht ohne Not Software um. Raffiniertes Webdesign braucht eigentlich niemand für berufliche Anwendung und Cloud Computing ist für jeden, der auf seine Daten heikel ist - also für ernsthafte geschäftliche Anwendungen - sowieso indiskutabel. Daher ist IE6 für solche Anwendungen meist ausreichend und war daher so lange in Verwendung. Derzeit ist IE6 aber schon so weit durch neuere Webbrowser abgelöst worden, dass es sich jedenfalls nicht mehr lohnt, ihn bei neuen Webseiten speziell zu berücksichtigen. Auf Webseiten, bei denen IE6 bereits speziell berücksichtigt wird, wird man das wohl belassen, da das ja keinen Aufwand bedeutet.

Microsoft hat durch die lange "Standzeit" des IE6 also - im Grunde - sowohl Konkurrenten eine große Chance gegeben als auch Webprogrammierern eine größere Bedeutung gegeben. Eine größere Bedeutung als sie ohne den gegenüber den W3C-Empfehlungen eigenwillig arbeitenden - und auch mit einigen nie korrigierten Bugs versehenen - IE6 bekommen hätten. Spezielle Beachtung für die Webseiten-Programmierung erfordert nun - nur noch geringfügiger als IE 6, aber dennoch - IE 8. Der ziemlich fehlerhafte IE 7 wurde schon kurz nach Erscheinen von IE 8 praktisch überall durch IE 8 ersetzt. Seit IE 9 folgt Internet Explorer schon weitestgehend den Empfehlungen des W3C - wie alle anderen. IE 9 hat noch einige Bugs - die seit IE 10 weitestgehend behoben sind -, aber keine prinzipiell spezielle Interpretation der Befehle.

So einheitlich sind die Webbrowser heute allerdings auch nicht - es gibt also schon noch Einiges zu tun für Webprogrammierer; wenngleich weniger - siehe Falsch in der Praxis: Browserweichen obsolet, da alle Webbrowser den W3C-Standards folgen. Seinerzeit bei Internet Explorer und Netscape waren die Unterschiede allerdings so gravierend, dass es mitunter nicht ausgereicht hatte, ein paar Codes in mehreren Varianten - je nach erkanntem Webbrowser - auszuliefern. Damals war es nicht selten, dass es sogar komplette Websites in zweifacher Ausführung gegeben hatte.

Internet Explorer resp. Edge deinstallieren nicht möglich, nur deaktivierbar

Internet Explorer - seit Windows 10: Microsoft Edge - ist ein ziemlich integraler Bestandteil von Windows und kann nicht so leicht komplett deinstalliert werden. Wegen der Kritik daran - und gerichtlicher Klagen - gab es ab Frühling 2010 bei der Neuinstallation von Windows oder bei einer Update-Anfrage eine Auswahl von "gefühlten" dreißig Webbrowsern, die als Haupt-Webbrowser statt Internet Explorer installiert werden können. Diese Auswahlmöglichkeit wurde im Jahr 2011 im Zuge eines Updates von Windows 7 wieder herausgenommen. Dies hatte zu neuerlichen Klagen geführt. Zeitweise gibt es also diese Auswahl bei der Installation von Windows und zeitweise nicht.

Die Motivation für diese Klagen ist im Grunde nicht nachvollziehbar, weil Windows eine Vielzahl von vorinstallierten Anwendungen beinhaltet. Internet Explorer resp. Edge ist nur eine davon. Und die meisten davon können auch deinstalliert werden ohne die Funktion von Windows zu beeinträchtigen.

Bei Internet Explorer ist die Sache insofern anders, als die meisten Programm-Komponenten, die auch von Internet Explorer resp. Edge genutzt werden, für andere Funktionen von Windows notwendig sind. So beispielsweise Windows-Hilfe und Windows-Update oder auch andere Anwendungen wie beispielsweise die HTML-Darstellung bei E-Mail - auch von anderen Herstellern als Microsoft - greifen auf die Basiskomponenten des Internet Explorer resp. Edge zu.

Man kann das Basiselement, nämlich das Startprogramm von Internet Explorer sowie die dazugehörenden Icons und Verlinkungen entfernen. Also der eigentliche Internet Explorer ist damit zwar aus dem Blickfeld, aber so restlos ist es eben derzeit mit den von Windows bereitgestellten Funktionen nicht möglich. Das ist übrigens auch bei anderen Anwendungen so, die Komponenten verwenden, die auch von anderen Anwendungen genutzt werden. Bei Internet Explorer ist es allerdings der Hauptteil, der auch von anderen Anwendungen und für Windows-Funktionen genutzt wird. Daher kann man hier eher von "deaktivieren" als von "deinstallieren" sprechen.

Das Deaktivieren des Internet Explorer resp. Edge geschieht - so wie beim Entfernen anderer vorinstallierter Windows-Anwendungen - über die Systemsteuerung. Dann steht Internet Explorer resp. Edge als solcher nicht mehr zur Verfügung. Es kann aber sowieso auch jeder beliebige Webbrowser - auch neben Internet Explorer resp. Edge - installiert und als Standard-Webbrowser festgelegt werden.

[!> Es gibt im Internet zahlreiche Wunder-Tools, die alle Komponenten zum Internet Explorer entfernen. "praktiker" rät davon ab, diese zu verwenden. Es sind viele Funktionen von Windows von diesen Komponenten abhängig und auch viele Anwendungen setzen das Vorhandensein von Komponenten, mit denen auch Internet Explorer resp. Edge arbeitet voraus.

Es gibt zahlreiche andere Funktionen, die man unter Windows abschalten kann und auch abschalten sollte. Das bringt eine merkliche Leistungssteigerung und ist daher sinnvoll, wenn man die jeweiligen Funktionen sowieso nicht braucht.

Browser-Engines sind Herzstück von Webbrowsern: Blink, Gecko, Presto, Trident, Webkit

Das Herzstück eines Webbrowsers ist die Rendering-Engine. Es gibt nur wenige Rendering-Engines, von denen die meisten in mehreren Webbrowsern eingesetzt werden. Die Rendering-Engine erledigt die Umsetzung der Befehle resp. Programmierung einer Website in die grafische Darstellung. Bei Webbrowsern, die mit der selben Browser-Engine arbeiten, ist daher die Darstellung resp. Handhabung der HTML- und CSS-Befehle innerhalb von Webseiten prinzipiell ident. Hier die wesentlichen Browser-Engines und einige der prominenteren Webbrowser, die damit arbeiten:

"Blink" von Google ist die vorläufig jüngste Rendering-Engine. Diese ist frei für andere Browser-Hersteller. Beispielsweise Opera nutzt weite Teile dieses Chromium-Projekts.

Selbstverständlich greifen auch andere Anwendungen als Webbrowser auf die Browser-Rendering-Engine zu. So beispielsweise Hilfe-Funktionen oder E-Mail-Clients zur Darstellung von HTML-Emails. E-Mail-Clients gehen dann mitunter vom Vorhandensein einer Rendering-Engine aus. So greifen viele Anwendungen unter Windows auf die Rendering-Engine "Trident" des Internet Explorer zu, die eben standardmäßig unter Windows vorhanden ist.

In der Umsetzung der Seitenprogrammierung unterscheiden sich die Browser-Engines heute nur noch geringfügig. Es gibt also sehr wohl Unterschiede im Funktionsumfang und der Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber hinsichtlich der Darstellung dessen was in einer Website programmiert ist, sieht das Ergebnis in den allermeisten Fällen heute praktisch ident aus. Prinzipiell bemühen sich alle Browserhersteller, den Empfehlungen des W3C zu entsprechen, die heute als Standard anerkannt sind. Die Unterschiede in der Darstellung liegen heute also primär in Programmierfehlern der Browser-Rendering-Engines.

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Web-Browser - derzeit wichtigste Web-Browser zur Auswahl

Welcher Webbrowser ideal ist, ist für manche auch eine "ideologische" Frage. Der Internet Explorer war - oder ist immer noch - mitunter wenig beliebt, weil er den Anwendern von Windows eine Zeit lang aufgezwungen wurde, was längst nicht mehr der Fall ist. Netscape war anfänglich enorm beliebt, spielt aber heute keine Rolle mehr; zumindest nicht unter diesem Namen. Für einige Jahre gab es dann zum IE keine ernsthafte Konkurrenz. Opera war in den ersten Jahren nicht kostenlos und Mozilla war bei der Handhabung nicht so simpel. Mit "Firefox" gibt es seit dem Jahr 2004 eine ernsthafte Konkurrenz und seit Herbst 2006 ist Opera als Web-Browser für den Power User - so wie praktisch alle Webbrowser - kostenlos.

Neben diesen populäreren Webbrowsern entsteht eine zunehmend größere Anzahl an Webbrowsern, von denen einige wegen ihres besonderen Konzepts durchaus interessant sind und von denen einige hier auch kurz vorgestellt - und zum Ausprobieren empfohlen werden. Bei sehr vielen handelt es sich um Webbrowser die aus frei verfügbaren Programm-Modulen zusammengestellt sind. Die eigentliche eigene Entwicklungsarbeit liegt dabei primär in der Benutzeroberfläche und den Einstellmöglichkeiten zur individuellen Anpassung.

[!] Viele Webbrowser sind mittlerweile alternativ auch installationsfrei verwendbar. Bekanntlich kann unter Windows ein Webbrowser als Standard-Browser angegeben werden. Viele Anwendungen greifen auf einen Webbrowser zu, der dann eben dieser als Standard festgelegte Webbrowser ist. Es ist daher freilich ungünstig, einen Webbrowser als Standard festzulegen, der - da auf einem Wechselspeichermedium - nicht sicher immer verfügbar ist. Wenn der hauptsächlich verwendete Webbrowser installationsfrei verwendet werden soll, dann ist es günstiger, einen weiteren normal installierten Webbrowser zu haben, der als Standard-Webbrowser definiert ist. Bei Windows wäre dafür Internet Explorer resp. Edge naheliegend. Solcherart werden Einschränkungen der Funktionsfähigkeit des Systems vermieden.

==> Geniale Sache: Installationsfreie Programme / Portable Software - für USB-Stick

Bei Windows ist bekanntlich Internet Explorer resp. Edge vorinstallert und bei Apple-Geräten ist Safari als Webbrowser vorinstalliert. Bei Microsoft hatte es 2009 bis 2014 - also fünf Jahre lang - eine Vorgabe der EU gegeben, dass bei der Installation von Windows mehrere Webbrowser zur Auswahl gestellt werden müssen. Man kann aber sowieso einen beliebigen Webbrowser selbst installieren.

Essenziell sind Browser-Unterstützung für HTML5 und CSS3

Welchen Webbrowser Sie auch auswählen, für die Nutzung der aktuellen und kommenden Technologien, die auf Webseiten eingesetzt werden sind jedenfalls Unterstützung für HTML5 und CSS3 als jüngere Standards erforderlich. Obwohl diese Standards derzeit noch nicht vollständig beschlossen sind, werden sie bereits von allen wichtigeren Webbrowsern unterstützt und daher auch von einigen Websites genutzt. Ein Update Ihres derzeit verwendeten Webbrowsers - oder Umstieg auf einen anderen - wäre also zur Nutzung von kommenden Funktionen, die zunehmend bereits eingesetzt werden, sinnvoll. Beispielsweise Google YouTube hatte bereits im Jahr 2010 begonnen HTML5 einzusetzen.

Internet Explorer - Seit IE9 perfekt für mühelose Webnutzung unter Windows ab Vista

Internet Explorer hat einige spezielle Funktionen - in der Hauptsache Active-X-Unterstützung -, die mittlerweile kaum noch von Websites genutzt werden. Active-X ist allerdings ein gerne genutzer Eingang für das Übertragen von Viren, weshalb die Unterstützung von Active-X abgeschaltet - und nur bei Bedarf eingeschaltet - werden sollte.

Nachdem die Browser-Konkurrenz vorerst ausgestochen war, ist dem - bereits im Jahr 2001 erschienenen - Internet Explorer 6 fünf Jahre lang keine Weiterentwicklung gefolgt. Der IE6 arbeitet teilweise abweichend von den inzwischen allgemein akzeptierten Empfehlungen des W3C. Der IE6 war aber mit seiner Verbreitung von etwa 90% jahrelang der De-facto-Standard.

Internet Explorer zeichnet sich in allen Versionen seit IE6 durch eine besonders hoch entwickelte "Gutmütigkeit" bei der Darstellung von fehlerhaft programmierten Webseiten aus. Im Grunde ist das die höher stehende - und auch wichtigere - technologische Leistung als ein riesiger Feature-Katalog. Typischerweise will der User die Webseiten nutzen und nicht deren Fehler vorgeführt bekommen.

Seit Internet Explorer 7 hat Microsoft wieder etliche Neuerungen eingeführt, wodurch der Internet Explorer hinsichtlich Bedienkomfort wieder eine Konkurrenz für die Alternativen geworden ist. Seit Version 9 - noch nicht ganz mit Version 8 - entspricht Internet Explorer auch den allgemein akzeptierten W3C-Standards und braucht daher von Seiten der Webprogrammierer keine "Sonderbehandlung" mehr.

[!> Internet Explorer 9 arbeitet nur mit Windows-Versionen seit Vista; also nicht mit Windows XP und älteren Windows-Versionen.

[!> Internet Explorer 10 und Internet Explorer 11 arbeiten nur mit Windows-Versionen Windows 7 SP1 bis Windows 8.x.

[!> Seit Windows 10 gibt es Internet Explorer nicht mehr. Der Nachfolger des Internet Explorer ist Microsoft Edge (siehe Microsoft Edge - Nachfolger des Internet Explorer ab Windows 10).

=>> windows.microsoft.com/de-AT/internet-explorer/products/ie/home/

Microsoft Edge - Nachfolger des Internet Explorer ab Windows 10

Microsoft Edge ist der Nachfolger des Internet Explorer. MS Edge ist bei Windows 10 vorinstalliert.

MS Edge arbeitet - im Vergleich zu Internet Explorer - nicht mit der bisherigen Rendering Engine Trident, sondern EdgeHTML. Als weiterees wesentliches Merkmal hinsichtlich der Technik ist die Unterstützung für Active-X weggefallen. Active-X wurde schon jahrelang zuvor praktisch nicht mehr auf Webseiten eingesetzt.

MS Edge bietet zahlreiche Novitäten wie beispielsweise die Möglichkeit - was bereits von E-Book-Readern vertraut ist -, Notizen auf Webseiten anzubringen. Die solcherart individuell ergänzten Seiten kann man dann quasi als Screenshot speichern resp. versenden.

Bemerkenswert sind auch neue Funktionen wobei Inhalte aus dem Web im Browser neu zusammengestellt werden. Dazu gehört auch ein fest integrierter "Lesemodus", wobei Webseiten von "störenden Inhalten befreit" werden. Auch werden Inhalte aus dem Web neu zusammengestellt zusammengefasst angezeigt.

Weiters gibt es als integrierten Bestandteil einen Cloud-Lesezeichen-Service, der "Instapaper" ähnlich, die verlinkten Inhalte neu aufbereitet darstellt.

MS Edge bietet eine sehr weitreichend neue Art der Nutzung der Webinhalte. Teilweise ist die Änderung derart drastisch, sodass Viele zumindest alternativ einen Webbrowser nach herkömmlichem Bedienkonzept installieren.

MS Edge bietet aber einen Kompatibilitätsmodus mit Internet Explorer, sodass eine Webseite, die evtl. mit Edge nicht korrekt dargestellt wird, wie in Internet Explorer angezeigt wird. Dies kann auch fix für Domains so eingestellt werden, sodass das nicht bei jedem Aufruf einer Webseite einer solchen Domain neu gewählt werden muss.

Bislang gibt es keine Möglichkeit, MS Edge auf älteren Windows-Versionen zu installieren. Dies dürfte auch in Zukunft nicht zu erwarten sein.

Opera bis Version 12.x - Webbrowser mit E-Mail, Newsreader etc.

[!> Im Frühling 2013 wurde der ursprüngliche Opera-Browser - bis Version 12.x - komplett verworfen und von Grund auf neu entwickelt auf Basis von Chromium. - Mehr dazu im nachfolgenden Kapitel Opera ab Version 15.

Der aus Norwegen stammende Opera bis Version 12.x ist im Grunde eine Internet-Suite. Integriert sind ein ausgewachsener E-Mail-Client (POP / IMAP), Newsreader (Usenet), Chat-Anwendung, Feed-Reader etc. Opera lässt sich für den Versierteren tiefgreifend individuell konfigurieren. Opera arbeitet extrem schnell und bietet zahlreiche Funktionen, die dem, der im Internet viel suchen will, die Arbeit erleichtert.

Die Technik des "Tabbed browsing", wobei also mehrere Seiten im selben Fenster über Reiter-Auswahl verfügbar sind - und nicht für jede zusätzlich aufgerufene Seite eine neue Programm-Instanz angelegt wird - hatte es bereits jahrelang bei Opera gegeben, bevor das inzwischen zur Standard-Technik geworden ist. Zu den neueren Funktionen zählen auch die Passwort-Verwaltung, wobei auch mehrere Passwörter für die selbe Website gespeichert werden können (!) sowie Anzeige der EXIF-Aufnahmedaten zu Fotos (sofern EXIF-Daten in einem Foto vorhanden sind).

Opera ist erst seit 2006 - so wie alle anderen Webbrowser - kostenlos.

Für den Kenner mit starker Internet-Nutzung überwiegen die Vorteile der feinen Einstellbarkeit und mühelosen Nutzbarkeit. Zusätzlich Internet Explorer - oder ein anderer gängigerer Webbrowser wie Chrome oder Firefox - ist aber zur Nutzung mancher Websites empfehlenswert, da Opera - bis Version 12.x! - nicht mit allen Websites reibungslos zurechtkommt.

Seit der Version 10 können die Pfade in den Konfigurationsdateien auch relativ zu jenem Pfad gespeichert werden, in dem sich das Programm "opera.exe" befindet. Das Programm wird dabei zwar regulär installiert, aber man kann einfach den kompletten Programm-Ordner von Opera beispielsweise auf einen USB-Stick kopieren und mit jedem Windows-Computer wie ein installationsfreies Programm verwenden.

Für Praktiker: Tiefergehende Einstellungen bei Opera bis Version 12.x: Bei Opera gibt es die Möglichkeit auch abseits von den Einstell-Menüs etliche Funktionen individuell einzustellen resp. abzuschalten. Dabei ist Vorsicht geboten, weil es sich teilweise um experimentelle Funktionen handelt.

Diese Einstellungen erreichen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: opera:config

Um die Speicherung von Tracking-Cookies wirksam zu verhindern geben Sie bitte bei den Schlüsseln folgendes ein (den Speicherplatz auf Null zu stellen ist über das normale Einstellmenü nicht möglich):
Domain Quota Exceeded Handling for localStorage=1 (1=Nachfragen für Nutzung, 0=komplett abgeschaltet)
Domain Quota for localStorage=0

Über individuellen User-Agent-String neueren Webbrowser vorspiegeln. Das Vorspiegeln eines neueren Webbrowsers ist mittlerweile deswegen interessant, weil diese Version von Opera als veraltet gilt und daher auf manchen Websites viele Funktionen nicht mehr zugänglich sind. Dies kann auch nicht durch "maskieren als ..." behoben werden, weil dabei lediglich andere Webbrowser vorgespiegelt werden, aber ebenfalls jeweils mittlerweile veraltete Versionen. Diese Einstellung finden Sie unter dem Eintrag Custom User-Agent. Geben Sie dort beispielsweise ein: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/49.0.2623.75 Safari/537.36. "Windows NT 6.1" bedeutet dabei Windows 7 (6.2 = Windows 8, 6.3 = Windows 8.1, 6.4 oder 10 = Windows 10). Die Windows-Version sollte korrekt sein. Mit einem falschen User-Agent-String kann es freilich passieren, dass auf Funktionen zugegriffen wird, die aufgrund des User-Agent-Strings vorhanden sein müssten, aber bei Opera tatsächlich nicht vorhanden sind. Es kann also passieren, dass das Browserfenster bei Aufruf einer unpassenden Funktion einfriert. Mitunter ist es aber die einzige Möglichkeit, den Inhalt mancher Webseiten überhaupt sehen zu können. - Mittlerweile wäre es wohl besser, einen neueren Webbrowser zu verwenden, aber dies wäre jedenfalls eine Lösung, wenn Sie sich von Opera nicht trennen wollen.

Opera setzt gelegentlich die Standard-Suchmaschine auf "Google" zurück (z.B. bei Opera 12.15, 12.17, 12.18). Bei Opera kann man individuell Suchmaschninen anlegen sowie Standard-Suchmaschinen für das Haupt-Suchfeld und das Suchfeld auf der Schnellwahlseite festlegen. Wohl als Preis für die kostenlose Bereitstellung von Opera wird die Standard-Suchmaschine evtl. bei jedem Neustart von Opera auf "Google" zurückgesetzt. Das muss man jeweils dann selbst wieder neu einstellen. Manche selbst definierten Suchmaschinen werden allerdings belassen. Es dürfte keine Möglichkeit geben, diese - jedenfalls seit Version 12.15 vorhandene - "Sonderfunktion" abzuschalten.

[!> Opera 12 wird nicht mehr von der Opera-Website angeboten. Suchen Sie evtl. nach "Opera 12.18" über eine Suchmaschine nach einem alternativen Download-Ort. Das letzte Update war Opera 12.18 vom Februar 2016. Weitere sind nicht mehr zu erwarten.

[!] Die Verwendung von Opera 12.x ist mittlerweile nicht mehr empfehlenswert, da schon lange keine Updates mehr angeboten werden und es daher wohl zahlreiche Sicherheitslücken gibt.

Opera ab Version 15 - Webbrowser basierend auf Chromium

Ab Version 15 ist der Webbrowser "Opera" von Grund auf neu gemacht auf Basis des Open-Source-Projekts "Chromium". Opera arbeitet daher seit Version 15 mit der selben Rendering Engine wie Google Chrome und sieht auch weitestgehend gleich aus wie Chrome.

Opera ab Version 15 ist ausschließlich Webbrowser. Die bisherige E-Mail-Funktion von Opera ist seither in dem separaten E-Mail-Client "Opera Mail". Siehe: Meldung vom 30.05.2013: Opera 15 von Grund auf neu, zielt auf breite Masse.

Als Besonderheit gibt es beispielsweise eine besonders erweiterte Schnellwahl-Funktion sowie - seit April/Mai 2016 - eine VPN-Funktion, wodurch der eigene Standort gegenüber der besuchten Website verfälscht werden kann, indem die Verbindung über einen Standort beispielsweise in den USA geleitet wird. Dies funktioniert über Server von Opera. Solcherart können vom Standort abhängige Beschränkungen übergangen werden. Dies ist beispielsweise interessant, wenn wegen Content-Sperren manche Inhalte je nach Land nicht ausgeliefert werden.

Interessant für die Verwendung über langsame Netze ist der bereits von früheren Opera-Versionen bekannte Turbo-Modus. Dabei werden u.a. Bilddateien deutlich verkleinert - und damit auch deren Qualität reduziert. Das funktioniert über einen Serverdienst von Opera.

Neu seit Opera Version 37 gibt es einen integrierten Werbeblocker, der als Option im Turbo-Modus gewählt werden kann. Es können bei Opera freilich auch Werbeblocker verwendet werden, die es als Browser-Erweiterungen gibt - was dann auch ohne gewählten Turbo-Modus funktioniert.

Für Praktiker: Tiefergehende Einstellungen bei Opera ab Version 15:
Bei Opera gibt es die Möglichkeit auch abseits von den Einstell-Menüs etliche Funktionen individuell einzustellen resp. abzuschalten. Dabei ist Vorsicht geboten, weil es sich teilweise um experimentelle Funktionen handelt.
Diese Einstellungen erreichen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: opera://flags

Hier nachfolgend der Download-Link für die jeweils aktuelle Version von Opera ab Version 15:

=>> www.opera.com/de/computer

Vivaldi - Webbrowser mit E-Mail etc. als Opera-12-Nachfolger

Vivaldi ist ein noch junger Webbrowser mit tiefgreifenden Einstellmöglichkeiten und u.a. integriertem E-Mail-Client und Notizfunktion, der als Fortsetzung von Opera 12.x - also Opera nach vorherigem Konzept - gedacht ist. Siehe Opera bis Version 12.x - Webbrowser mit E-Mail, Newsreader etc..

Gravierender Unterschied gegenüber Opera 12 ist, dass als Rendering-Engine jene von Chromium eingesetzt wird. Handhabung und Einstellmöglichkeiten sind von Opera 12 ausgehend weiterentwickelt speziell für alle jene, die schon bisher jahrelang Opera genutzt hatten. So gibt es beispielsweise schon seit den frühen Vorversionen von Vivaldi die Möglichkeit, Funktionen ggü. den eigenen Standard-Einstellungen individuell pro Domain ein- und auszuschalten - u.a. Bilder, Plug-ins, Pop-ups blockieren, Behandlung von Cookies etc.

Vivaldi arbeitet mit den Erweiterungen für Google Chrome.

Vivaldi gibt es in Versionen für Windows ab Windows 7, MacOS, Linux DEB und Linux RPM.

Einige der von Opera gewohnten Funktionen wurden bereits resp. werden noch in späteren Versionen hinzugefügt. Siehe dazu Meldung vom 10.02.2015: Vivaldi-Webbrowser und E-Mail: Opera-12-Nachfolge.

Mittlerweile gibt es integrierte Funktionen für Lesezeichen und Notizen. E-Mail und RSS-Feedreader - wie bei Opera 12 enthalten - sollen noch nachfolgen.

Für den Umstieg von anderen Webbrowsern gibt es recht gut funktionierende Import-Möglichkeit von Lesezeichen, gespeicherten Passwörtern etc. Dies ist auch von Opera 12.x möglich.

Für Praktiker: Tiefergehende Einstellungen bei Vivaldi:
Bei Vivaldi gibt es die Möglichkeit auch abseits von den Einstell-Menüs etliche Funktionen individuell einzustellen resp. abzuschalten. Dabei ist Vorsicht geboten, weil es sich teilweise um experimentelle Funktionen handelt.
Diese Einstellungen erreichen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: vivaldi://flags
Zu den Erweiterungen kommen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: vivaldi://chrome/extensions

[!> Vivaldi für Windows funktioniert - seit der Version 1.1 - nur mit Windows-Versionen ab Windows 7; also nicht mit Vista oder Windows XP.

Über den Vivaldi Teamblog werden Snapshots - etwa wöchentlich - bereitgestellt. Diese sind freilich nicht verlässlich stabil und daher mit Vorsicht zu verwenden; wie sonst auch Vorversionen von Software:

=>> vivaldi.net/blogs/teamblog

=>> vivaldi.com

Mozilla SeaMonkey - Open-Source-Internet-Suite

Mozilla SeaMonkey ist ein Open-Source Projekt. SeaMonkey - zuvor als Mozilla Suite bezeichnet - ist der eigentlich direkte Nachfolger des Netscape Communicator. Es bietet als Internet-Suite neben dem Webbrowser auch E-Mail, Newsgroup, IRC Chat etc. Mozilla SeaMonkey gibt es für zahlreiche Betriebssysteme.

Mozilla SeaMonkey beinhaltet auch einen Composer für das Erstellen und Bearbeiten von HTML-Seiten, der für einfache Ansprüche hinsichtlich der Seitengestaltung ausreichend gut funktioniert. Bereits vorhandene Webseiten werden davon allerdings mitunter recht wüst automatisch "nachbearbeitet". Weniger schön für fortgeschrittene Gestalter von Webseiten, die den integrierten Composer nicht verwenden wollen: Es kann kein individueller Editor für den Aufruf über "View Page Source" eingestellt werden.

=>> www.mozilla.org oder www.seamonkey.at

Mozilla Firefox - Einer der populärsten Webbrowser

Mozilla Firefox basiert auf früheren Netscape- resp. Mozilla-Webbrowsern. Es sind einige "Sonderfunktionen" vorgabemäßig aktiviert, die vielleicht nicht jedem User sinnvoll erscheinen. Durch Eingabe von about:config in das URL-Feld (also anstatt einer Webadresse eingegeben) gelangt man zu den Einstellungen, wo man nach dem Codenamen der Funktion sucht. Hier einige Wesentliche davon, die nicht unbedingt im Sinne des Users erscheinen:

Für Firefox gibt es zahlreiche Plug-ins, mit denen weitere Funktionen individuell hinzugefügt werden.

Für Praktiker: Tiefergehende Einstellungen bei Firefox:
Bei Firefox gibt es die Möglichkeit - wie oben bereits anhand einiger Parameter gezeigt - auch abseits von den Einstell-Menüs etliche Funktionen individuell einzustellen resp. abzuschalten. Dabei ist Vorsicht geboten, weil es sich teilweise um experimentelle Funktionen handelt.
Diese Einstellungen erreichen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: about:config

[!> Seit Firefox 53 (April 2017) arbeitet Firefox unter Windows nur mit Windows-Versionen seit Windows 7; also nicht mehr mit Windows Vista, Windows XP und älteren Windows-Versionen.

=>> www.mozilla.com
=>> www.firefox-usb.com (installationsfreie Version von Firefox)

Apple Safari - Der Standard-Browser des MacOS unter Windows

Safari ist ein ziemlich fester Bestandteil des MacOS, so wie Internet Explorer oder Edge unter Windows. Safari gibt es auch für Windows - mit einem Touch von Apple-Bedienlogik. Geboten wird ein Funktionsumfang ähnlich wie bei Firefox mit einigen zusätzlichen Funktionen wie beispielsweise Auto-Ausfüllen von Online-Formularen.

Insgesamt ist Safari wichtig vor allem zum Austesten von Designern und Programmierern von Webseiten, weil er bevorzugt auf allen Geräten von Apple verwendet wird, die teilweise recht stark genutzt werden - wie beispielsweise iPhone oder iPad. Die Browser dieser Geräte können über Safari auch unter Windows recht gut simuliert werden. Safari bietet aber für die normale Nutzung keine überragenden Besonderheiten gegenüber den anderen Browsern.

=>> www.apple.com/safari/download/

Google Chrome - Der Browser der großen Suchmaschine

Mit Chrome hatte Google einen eigenen Webbrowser herausgebracht, der in einigen Punkten wegweisend gewesen sein dürfte, dafür aber auch eine von den Konventionen der Handhabung von Software - jedenfalls unter Windows - abweichende Bedienlogik hat. Google Chrome bietet einen sehr reduzierten Funktionsumfang. Letztlich hatte sich dieses auf die Bedürfnisse der breiten Masse ausgerichtete Konzept als Vorbild für viele andere Webbrowser herausgestellt. Mit Hilfe des frei nutzbaren Projekts "Chromium" - das weitgehend Google Chrome entspricht - haben viele kleinere Programmierer - aber auch größere wie Opera - eigene Webbroser herausgebracht, die zwangsläufig Google Chrome in den Grundzügen stark ähneln.

Die Eingabezeile von Google Chrome kann für mehrere Zwecke verwendet werden, was ursprünglich neu gewesen ist. So auch beispielsweise für die Suche. Wenn in die Eingabezeile etwas eingegeben wird, das nicht eindeutig wie eine Webadresse (URL) ausschaut, dann wird die Eingabe an die voreingestellte Suchmaschine weitergeleitet.

Es muss übrigens nicht Google als Haupt-Suchmaschine definiert werden. Google Chrome gibt es für Windows ab Windows 7, OS X (ab Mavericks), GNU/Linux, Android und iOS.

Für Praktiker: Tiefergehende Einstellungen und Einblicke bei Google Chrome - zumindest in der Windows-Version:
Bei Google Chrome gibt es die Möglichkeit auch abseits von den Einstell-Menüs etliche Funktionen individuell einzustellen resp. abzuschalten. Dabei ist Vorsicht geboten, weil es sich teilweise um experimentelle Funktionen handelt.
Diese Einstellungen erreichen Sie durch Eingabe in die URL-Zeile von: chrome://flags
Weitere verborgene Funktionen von Google Chrome - eher zum Testen - erreichen Sie mit chrome://histograms, wobei interne Daten über die zuletzt geladenen Webseiten gezeigt werden. Mit chrome://crash kann man einen Tab abstürzen lassen, was evtl. für Experimente interessant sein kann. Selbsterklärend sind weiters chrome://net-internals, chrome://memory-redirect, chrome://cache, chrome://sync oder chrome://dns. Alternativ kann man bei Chrome statt chrome:// auch about: eingeben. Also beispielsweise about:flags statt chrome://flags etc.

[!> Seit Google Chrome 50 (April 2016) arbeitet Chrome unter Windows nur mit Windows-Versionen seit Windows 7; also nicht mehr mit Windows Vista, Windows XP und älteren Windows-Versionen.

=>> www.google.at/chrome/

SRWare Iron - Der weniger neugierige Bruder von Google Chrome

"Iron" von SRWare basiert auf dem Chromium-Code und ist rein äußerlich praktisch gleich wie Google Chrome. Der nicht unwesentliche Unterschied aber ist, dass alle wesentlichen Spionagefunktionen von Chrome nicht vorhanden sind, wie der Hersteller verspricht. SRWare ist ein deutscher Anbieter von Software- und Sicherheitslösungen.

Mit Iron können die für Google Chrome verfügbaren Erweiterungen verwendet werden. Als eine der Besonderheiten gegenüber Google Chrome ist in Iron ein Werbeblocker integriert.

Google Chrome gibt es für Windows ab Windows Vista, OS X (ab 10.7), GNU/Linux und Android.

Iron gibt es für Windows auch in einer installationsfreien Version.

Mehr zur SRWare Iron für Android: SRWare Iron for Android / Iron Browser.

=>> www.srware.net/software_srware_iron.php

Lunascape - Drei Browser in einem

Lunascape kommt aus Japan. Seine Besonderheit ist, dass er die drei heute wichtigsten Rendering-Engines bietet: Gecko (u.a. Firefox), Webkit (u.a. Safari, Google Chrome) und Trident (Internet Explorer).

Durch Auswahl wird einfach zwischen den drei Rendering Engines umgeschaltet. Diese kann für jeden Tab separat eingestellt werden. Das ist günstig für Websites, die evtl. nicht optimal programmiert sind und solcherart rasch eine optimale Darstellung erreicht werden kann.

Lunascape ist auch interessant für Entwickler von Webseiten, deren Darstellung und Funktion solcherart sehr schnell auf den drei wichtigsten Rendering-Engines grob getestet werden kann. Dabei kann man sich beispielsweise die selbe Webseite gleichzeitig in der Darstellung aller drei Rendering-Engines nebeneinandern anzeigen lassen. Selbstverständlich ist das kein Ersatz für einen Test mit dem wirklichen jeweiligen Browser, aber sozusagen zur Vorprüfung ist das für Entwickler durchaus hilfreich.

=>> www.lunascape.tv

Sirrix Browser in the Box / BitBox - Durch eine "Sandkiste" gut abgeschottet sicher

Die deutsche IT-Sicherheits-Firma Sirrix AG hat - vorerst im Auftrag des deutschen BSI "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" - mit "Browser in the Box" - ursprünglich "Sirrix BitBox" genannt - eine virtuelle Surfumgebung hervorgebracht: Einen Webbrowser, der innerhalb eines Virtuellen Rechners abgeschottet vom ihn umgebenden Windows oder Linux arbeitet.

"Browser in the Box" emuliert quasi mit Software einen eigenen PC samt Betriebssystem und Webbroser, der damit in einer Sandbox arbeitet. Schadsoftware läuft damit ins Leere. Sirrix verspricht damit gefahrloses Websurfen; jedenfalls was Angriffe über den Webbrowser anlangt. Alle Downloads werden vorerst in den abgeschotteten Bereich heruntergeladen und erst nach Überprüfung in den regulären Download-Ordner des PCs verschoben.

Es gibt Ausführungen für Windows ab Windows 7 nur mit 64bit. "Browser in the Box" gibt es in Versionen mit Firefox oder Google Chrome als Webbrowser.

"Browser in the Box" ist mit einer Größe von mehreren hundert MB ein ziemlich umfangreiches Programmpaket. Es gibt dabei zwei Versionen zur kostenlosen Nutzung: Eine fertig kompilierte - also bereit zur Installation - "Personal Version" und eine "Open Source Version", die erst kompiliert werden muss und daher nur für versierte Programmierer sinnvoll ist.

=>> cybersecurity.rohde-schwarz.com/de/produkte/endpoint-sicherheit-management/browser-box/bitbox

Lynx - Textbasierter Webbrowser - nicht nur für Puristen

Lynx gibt es bereits seit den frühen 1990er-Jahren und dürfte damit der älteste Webbrowser sein, der noch in seiner Grundform weiterentwickelt wird. Die Darstellung ist eine reine Textausgabe, so wie ein DOS- oder Linux-Bildschirm: 80 x 25 Zeichen, wie auch von DOS gewohnt. Grafiken sieht man daher nicht und auch keine grafische Gestaltung. Damit die Darstellung damit nutzbar ist, muss die damit besuchte Website hierarchisch strukturiert sein, sodass man auch in der Nur-Text-Darstellung erkennen kann, was eine Überschrift oder eine Auflistung ist etc.

Alles was nur mit JavaScript funktioniert oder reine grafische Darstellung beispielsweise über Shockwave-Flash - was für Inhalte von Websites allerdings mittlerweile kaum mehr eingesetzt wird - ist damit nicht sichtbar. Man sieht nur, was als Text auf einer Webseite vorhanden ist. Und bei Bildern und Grafiken weiß man nur dann, was sie zeigen sollen, wenn diese mit einem Alternativtext versehen sind, der dann anstelle der Grafik angezeigt wird. Bilder und Grafiken kann man allerdings aus Lynx heraus mit einem externen Bildbetrachter aufrufen. Lynx versteht aber auch Cookies beispielsweise. Die Darstellung von Daten in Tabellenformat ist nur eingeschränkt möglich; eben nur bei wenig umfangreichen Tabellen durch die Begrenzung der Anzahl der Zeichen die gleichzeitig dargestellt werden.

Lynx bietet also einen nostalgischen Blick auf aktuelle Webseiten. Aber nicht nur das, weil Lynx durch die reine Reduktion auf den Text und die solcherart sehr schnelle Darstellung gerne beispielsweise zur Recherche verwendet wird - wenn es eben nur auf Text ankommt und keine grafischen Darstellungen benötigt werden. Beispielsweise für Abfragen, die immer wieder gebraucht werden, kann man Lynx über Shell-Skripte automatisiert nutzen. Dafür ist freilich tiefere Beschäftigung damit erforderlich.

Lynx eignet sich auch sehr gut dazu, Webseiten auf Brauchbarkeit beispielsweise für die Auswertung von Blindenlesegeräten - Braillezeile und Screenreader - zu überprüfen.

Wegen seiner Schnelligkeit und gerade wegen der Beschränkung auf die reine Text-Darstellung ist Lynx auch heute noch relativ stark in Verwendung und wird deswegen auch laufend weiter optimiert. Lynx ist für mehrere Betriebssysteme verfügbar. U.a. für DOS 386, OS/2 und Unix - aus dem das ursprünglich hervorgegangen ist - und auch Windows. Die aktuellen Versionen erscheinen in mehreren Sprachen; darunter auch Deutsch.

=>> lynx.isc.org

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Inhalts- resp. Werbefilter / Werbeblocker für Web-Browser

[!> Für Webbrowser unter Android - also bei Smartphones und Tablets - gibt es derzeit nur zwei Möglichkeiten, Werbeblocker einzusetzen. Erstens der in Opera für Android seit Version 37 integrierte Werbeblocker oder Firefox für Android, weil bei Firefox als derzeit einzigem Webbrowser für Android auch Plug-ins resp. Erweiterungen - und damit auch Werbeblocker, die als Erweiterungen verfügbar sind - eingesetzt werden können.

Inhalts- resp. Werbefilter bearbeiten eine Webseite, sodass Grafiken und sonstige Inhalte, die einem bestimmten logischen Muster entsprechen ausgefiltert - und daher vom Browser nicht dargestellt - werden. Diese logischen Muster sind beispielsweise bestimmte Standard-Größen, die für Werbebanner verwendet werden, externe Verlinkung zu einem bekannten Werbecontent-Dienst etc.

Die meisten Informationsangebote im Internet sind kostenlos und werden eben über solche Werbe-Einblendungen finanziert. Das wird auch allgemein akzeptiert. Die Filter richten sich also eher nicht gegen ein paar Werbebanner, sondern in erster Linie gegen regelrechten Werbe-Terror, wobei ständig irgendwo ein Fenster aufspringt, Sound vorgespielt wird oder hektische Animationen die Nutzung einer Website fast unmöglich machen. Vor allem um sich derartige Auswüchse zu ersparen, gibt es Inhalts- resp. Werbefilter.

Teilweise sind solche Funktionen bereits bei Webbrowsern eingebaut; so beispielsweise ein zuschaltbarer Blocker für Pop-up-Fenster. Die Logik geht dabei davon aus, dass vom Code der Webseite ausgelöstes - also: automatisches - Öffnen von weiteren Fenstern unerwünscht ist.

Weitergehende Filterung von Inhalten wird von Inhalts- resp. Werbefiltern gemacht. Dafür gibt es zwei wesentliche Methoden:

Für den Einsatz von Inhalts- und Werbefiltern kann es auch andere Gründe als den Schutz vor übertriebener Belästigung geben:

Generell wichtig bei der Verwendung von Programmen, die den Inhalt von Webseiten filtern und dadurch bearbeiten - wie Webwasher Classic oder Privoxy - ist, dass das Hintereinanderschalten resp. Kombinieren mehrerer solcher Programme zu wüsten Ergebnissen in der Darstellung führen kann. Das liegt daran, dass viele dieser Programme auch versuchen, Fehler in der Webseiten-Programmierung abzufangen um solcherart eine korrekte Darstellung zu erzielen. Dazu gehören beispielsweise auch generierte Platzhalter, damit nach Herausfiltern von Elementen das Layout der Seite nicht zerstört wird. Wenn dann also ein nachgeschalteter zweiter Webfilter einen solchen Platzhalter wieder herausfiltert, kann die Darstellung unbrauchbar werden.

Das Aufeinandertreffen solcher Korrekturen kann dann - eventuell - zu unbrauchbaren Ergebnissen führen. Schalten Sie in einem solchen Fall bei der jeweiligen Webseite einfach eines oder mehrere dieser Filter-Programme ab. Das selbe gilt für Webseiten, bei denen undokumentierte Funktionen genutzt werden, mit denen ein bestimmter Filter nicht zurecht kommt. Undokumentierte Funktionen, sind Funktionen, die zwar vorhanden sind, aber nicht verwendet werden sollten, weil eben andere Anwendungen oder Funktionen wiederum nicht damit rechnen, dass sie verwendet werden. Das kann daher zu Fehlfunktionen führen.

Zur sinnvollen Nutzung solcher Erweiterungen sollten nur die erheblichen Belästigungen oder unerwünschten Funktionen ausgefiltert werden. Wenn es mit dem Ausfiltern zu weit getrieben wird, wird die Zahl der nicht mehr brauchbar darstellbaren Webseiten groß und die häufige Umschalterei bei vielen Webseiten steigert nicht gerade die Effizienz.

[!> Sehr aggressive Werbeblocker sind zwar technisch sehr interessant, aber wer Webseiten nutzen will und nicht dafür bezahlen will, der sollte jedenfalls die Finanzierung durch Werbung nicht komplett verhindern. Eventuell interessante Angebote werden dann verschwinden oder es wird die Werbung in den Inhalt der Webseiten als Schleichwerbung "eingebaut". Dies ist schon bei einigen prominenteren Blogs - die ursprünglich eigentlich mit dem Versprechen angetreten sind, ehrlicher als die konventionellen Medien zu sein - zunehmend zu bemerken.

uBlock Origin frei konfigurierbarer Werbeblocker für Chrome, Safari, Firefox: Die "praktiker"-Empfehlung

"uBlock Origin" ist ein jüngerer Werbeblocker, der effizienter - schneller und mit weniger Speicherplatzbelegung - arbeitet als der - "befreundete Werbung" automatisch durchlassende "Adblock Plus".

"uBlock Origin" ist daher derzeit der modernste Werbeblocker. Geblockt werden die Inhalte durch vorinstallierte und auch selbst konfigurierbare Algorithmen. Es können auch sehr einfach Filter durch Anklicken von Elementen automatisch erstellt oder - umgekehrt - einzelne Elemente freigegeben oder ganze Websites von der Filterung ausgeschlossen werden. Die Verwendung ist sehr unkompliziert. Wenn man es mit der Hinzufügung von Filteralgorithmen zu sehr übertreibt, passiert es schnell, dass man auch Teile der "normalen" Inhalte nicht mehr sieht.

Interessante Zusatzfunktionen sind die Möglichkeit zur Umarbeitung der Farbgestaltung von Webseiten für Farbenblinde und "kosmetische Verbesserungen" von Webseiten - was bei manchen Webseiten die Lesbarkeit verbessern kann.

Domains, bei denen Werbung nicht geblockt werden soll, kann man sehr einfach festlegen, entweder indem man diese Einstellung vornimmt während man gerade die betreffende Domain besucht oder durch Eintragung in eine "Whitelist".

"uBlock Origin" findet man freilich einfach über Anwahl des Menüpunkts "Erweiterungen laden" o.Ä. und Suche nach "uBlock Origin". Es gibt übrigens auch "uBlock" - also ohne "Origin" im Namen, das allerdings etwas leistungsschwächer ist.

=>> github.com/gorhill/uBlock/wiki

[!] Von "praktiker" wurde auf dieser Seite bislang auch der eigentlich prominenteste Werbeblocker "Adblock Plus" angeführt. Von diesem wird nun eher abgeraten. Nach den Recherchen der Website "Mobile Geeks" (siehe Meldung vom 26.06.2013: Mobile Geeks: Mafiöses Werbenetzwerk Adblock Plus), steckt hinter "Adblock Plus" ein Netzwerk von Werbefirmen und die Absicht mit Beteiligung an den Einnahmen Werbung durchzulassen, was nicht den Erwartungen der User von "Adblock Plus" entsprechen dürfte.

Webwasher Classic Werbebanner- und Popup-Filter

Webwasher wurde ursprünglich von Siemens entwickelt. Webwasher fungiert als Proxyserver zwischen dem Internet und dem Webbrowser. Herausgefiltert werden können beispielsweise Werbebanner - auch abhängig davon, ob diese von einem fremden Server geladen werden, ob im Pfad bestimmte Schlüsselwörter vorkommen etc. - sowie Scripts, die beispielsweise Popup-Fenster öffnen etc. Was ausgefiltert werden soll, oder wann Webwasher nichts filtern soll - beispielsweise auf bestimmten Websites -, kann sehr fein eingestellt werden.

Von Webwasher wird nicht absolut alles an Werbung ausgefiltert, aber darum geht es in den meisten Fällen nicht. Es geht meist nur darum, lästige Werbung und Popup-Fenster oder für den Anwender unnötige Cookies oder "Zählpixel" auszufiltern. Zählpixel sind 1x1px große Grafiken, die nur dazu dienen die Zahl der Zugriffe zu testen, evtl. auch dazu, die IP des Besuchers auszuwerten um diesen zu verfolgen. Solcherart ist der Datentraffic bei sehr werbeintensiven Seiten erheblich reduziert wodurch die Seiten schneller laden, man nicht ständig Blinkendes im Blickfeld hat und evtl. auch durch die reduzierte Datenmenge die Kosten niedriger sind.

Falls - was bei manchen JavaScripts passieren kann - auf einer Website eine Funktion nicht arbeiten sollte, dann schaltet man Webwasher durch einen Klick auf das Icon in der Taskleiste auf Bypass und ladet die Seite einfach neu.

Webwasher wird von "praktiker" empfohlen wegen seiner sehr simplen Bedienung auch ohne besondere Einstellungen. Zusätzlich gibt es sehr einfache Konfiguration, sofern man tiefer in die Filterung eingreifen will. Webwasher Classic ist kostenlos erhältlich. - Er funktioniert mit jedem Webbrowser, bei dem ein Proxy-Server eingestellt werden kann. Das ist praktisch jeder heute aktuelle Webbrowser.

Sofern der Webbrowser nicht automatisch von Webwasher eingestellt werden kann - für Internet Explorer müsste es über den Menüpunkt "Browser Konfiguration" bei Webwasher funktionieren -, dann wird beim Webbrowser "Proxyserver verwenden" gewählt und als Netzwerkadresse "127.0.0.1" und Port "8080" eingegeben.

Wenn WebWasher aktiv ist, gibt es ein Icon im Icon Tray - am klassischen Desktop rechts unten neben der Zeitanzeige. Wenn man darauf klickt wird WebWasher überbrückt - falls also eine Seite nicht anständig funktionieren sollte und WebWasher daher nichts filtern soll. Genauso einfach kann in den Offline-Modus geschaltet werden. Dann gehen Anfragen ins Internet ins Leere. Dafür hält man während des Anklickens des WebWasher-Icons die STRG-Taste für Ein- und Ausschalten. Dies ist in den meisten Fällen einfacher erreichbar als die Einstellung für den Offline-Modus am Webbrowser. Der Offline-Modus ist freilich praktisch für die Verwendung von lokal gespeicherten HTML-Dokumenten, aus denen mitunter Online-Anfragen ausgelöst werden, die dann normalerweise unnötig sind.

WebWasher löscht bei der Datenanfrage eine vom Webbrowser vorhandene Erlaubnis zur Anlieferung komprimierter Webinhalte ("HTTP-Komprimierung" deflate oder gzip). Siehe dazu unter Vorgeschaltete Werbeblocker bieten evtl. keinen Vorteil durch Anlieferung komprimierter Daten.

Die jüngste Version 3.4 von Webwasher Classic - diese wird empfohlen - stammt aus dem Jahr 2005 und es scheint auch keine Weiterentwicklung geplant zu sein. Aber WebWasher funktioniert auch unter Windows 8. Siehe auch nachfolgende Erläuterungen zur Verwendung unter Windows Vista und Windows 7.

Webwasher ist mittlerweile nicht mehr unter seiner ursprünglichen Domain www.webwasher.de verfügbar. Diese ist nach McAfee umgeleitet. Über den nachfolgenden Link ist Webwasher derzeit herunterladbar. Es gibt aber auch ziemlich viele andere Download-Möglichkeiten.

=>> www.soft-ware.net/webwasher

WebWasher - und andere ältere Windows-Anwendungen - unter Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10

WebWasher wurde zuletzt im Jahr 2005 aktualisiert. Damals war Windows XP aktuell. Unter Windows Vista und Windows 7 läuft WebWasher nicht ohne Weiteres. Unter Windows 8 und Windows 10 kann es sein, dass keine Eingriffe erforderlich sind, dennoch kann auch hier die Einstellung des Kompatibilitätsmodus für das Hauptprogramm von Webwasher sinnvoll sein. - Es ist daher die im Folgenden beschriebene Vorgangsweise empfohlen, die prinzipiell sowieso generell für ältere Windows-Anwendungen anwendbar ist, wenn diese nicht starten wollen oder sich nicht installieren lassen. Jedenfalls gibt es damit eine gute Chance, eine Anwendung, die für Windows XP gedacht ist, problemlos verwenden zu können. Beispielsweise bei WebWasher funktioniert das lt. Test der "praktiker"-Redaktion.

[!> Das hier beschriebene Problem sollte nicht mit Windows 8 und Windows 10 auftreten. Windows 8 und Windows 10 sind mit älteren Anwendungen - aus Windows-XP-Zeiten oder auch noch ältere - im Allgemeinen besser kompatibel als Windows Vista und Windows 7. Im Test der "praktiker"-Redaktion konnte Webwasher unter Windows 8 und Windows 10 ohne jegliche Umständlichkeiten oder Einschränkungen installiert werden.

Windows 7 und evtl. auch Windows Vista will bereits die Installation von WebWasher nicht zulassen. Also: Rechtsklick auf das Installationsprogramm von WebWasher und im dann erscheinenden Menü zum Punkt "Eigenschaften" und weiter zum Reiter "Kompatibilität". Wählen Sie nun unter "Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen" den Punkt "für Windows XP" aus. Nun installieren Sie WebWasher, starten Sie aber WebWasher vorerst nicht.

Nachdem WebWasher installiert ist - es ist evtl. nicht nötig bei Windows 8 und Windows 10 -, suchen Sie das Programm im Ordner C:\Program Files\WebWasher (oder evtl. angezeigt als C:\Programme\WebWasher). Wiederholen Sie den zuvor beschriebenen Vorgang zur Aktivierung des Kompatibilitätsmodus für das in diesem Ordner liegende Programm wwasher.exe. Ideal sind dabei übrigens die Einstellungen "Windows XP (Service Pack 3)" und "Ausführen als Administrator". Starten Sie nun bitte WebWasher.

Wenn Sie WebWasher aufgerufen haben, dürfte es für reibungsloses Funktionieren nötig sein, über das WebWasher-Menü die Funktion "Browser-Konfiguration" aufzurufen und WebWasher auf "Internet Explorer" einzustellen. Die Option "Den ausgewählten Browser starten" muss aber nicht ausgewählt sein. Wenn nicht so wie beschrieben vorgegangen wird, lassen sich Webbrowser möglicherweise nicht starten. Es passiert dann ein fataler Fehler beim Starten des Webbrowsers. Warum das so ist, wurde nicht weiter eruiert. Wenn Sie Internet Explorer nicht auf Ihrem PC installiert haben ist also WebWasher möglicherweise nicht nutzbar (sofern Sie nicht eine andere Lösung finden).

"praktiker" hatte diese Lösung auf mehreren PCs mit Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 10 ausgetestet, wobei das in allen Fällen problemlos funktioniert hatte. Bekanntlich ist es stark von der Konfiguration abhängig ob und welche Probleme auftreten. Bei Windows 7 ist es jedenfalls generell der Fall, dass ohne diesen Kompatibilitätsmodus das Installationsprogramm von Webwasher nicht funktioniert.

Wie generell seit Windows 7 ist die Option "automatischer Start bei Windows-Start" unwirksam, wenn die Sicherheitseinstellung für die Warnung beim Starten von älteren Windows-Programmen nicht deaktiviert ist. Da dann diese Meldung erscheinen würde, ist automatischer Programmstart beim Systemstart nicht möglich. Das ist allerdings keine Spezialität von WebWasher. Dieses Verhalten kann eingestellt werden über eine Schaltfläche, die bei der Warnung beim Starten eines älteren Programms - oder eines Programms, das von Windows nicht "genehmigt" ist - aufscheint. Wenn das auf "niemals warnen" eingestellt ist, funktioniert auch Autostart und kommen auch nie wieder diese Meldungen. Allerdings wird man dann auch nicht gewarnt, wenn automatisch im Hintergrund ein Programm mit evtl. unerwünschten Aktivitäten startet.

Privoxy - Werbebanner- und Popup-Filter für Tüftler

Privoxy ist ein kostenlos erhältliches Programm, das sich wie ein Proxyserver zwischen die Internet-Verbindung und den Webbrowser stellt. Es können damit unerwünschte Inhalte auch nach selbst erstellbaren Filtern nach verschiedensten Kriterien sehr fein definierbar ausgefiltert werden. Privoxy läuft mit den Voreinstellungen - also ohne irgendeine Änderung - bereits recht effektiv. Wenn aber daran Änderungen vorgenommen werden sollen, ist Privoxy in der Handhabung komplizierter als Webwasher, bietet dafür erheblich mehr - resp. andere - Möglichkeiten.

Bemerkenswert ist, wie die Einstellungen von Privoxy vorgenommen werden. Dies passiert direkt durch Ändern der Einträge in den - mit jedem Text-Editor bearbeitbaren - Konfigurationsdateien. Für den Kenner ist das optimal transparent und flexibel.

Hinsichtlich der Konfigurationsdateien empfiehlt "praktiker", diese für die einfachere Verwendung mit Text-Editoren unter Windows mit der Endung *.txt zu versehen. Es handelt sich dabei um Dateien mit den Endungen *.action und *.filter im Programmordner von Privoxy. Diese also umbenennen in *.action.txt und *.filter.txt und diese Dateinamen in der Haupt-Konfigurationsdatei config.txt entsprechend ändern.

Privoxy funktioniert mit jedem Webbrowser, bei dem ein Proxy-Server eingestellt werden kann; das ist praktisch jeder heute aktuelle Webbrowser.

Privoxy kann eingestellt werden, ob komprimierte Webinhalte ("HTTP-Komprimierung" deflate oder gzip) akzeptiert werden oder nicht. Falls die Internetverbindung hinsichtlich Datentraffic teuer ist - das gibt es auch heute noch in manchen Fällen -, dann ist es auf jeden Fall günstig, Komprimierung zuzulassen. Wenn der Datentraffic egal ist und die Internetverbindung nicht extrem langsam, dann ist es vielleicht günstiger, die Anlieferung komprimierter Daten abzuschalten. Der ganz praktische Grund: Das Dekomprimieren erfordert Rechenleistung während zur selben Zeit der Webbrowser den Seitenaufbau berechnen soll. Es könnte sich also insgesamt kein Geschwindigkeitsvorteil ergeben oder umgekehrt könnte der Seitenaufbau mit komprimierten Webinhalten länger dauern. - Siehe dazu unter Vorgeschaltete Werbeblocker bieten evtl. keinen Vorteil durch Anlieferung komprimierter Daten

Die Standard-Einstellungen für den Webbrowser sind: Proxyserver, IP-Adresse: 127.0.0.1, Port: 8118. Eigene Einstellungen für IP-Adresse und Port können in der Konfigurationsdatei config.txt zu Privoxy unter dem Parameter "listen-address" vorgenommen werden.

=>> www.privoxy.org

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Plug-ins und Spezielles zu Web-Browsern für Power-User

Auf nötige Plug-ins, die für das Öffnen resp. Verarbeiten bestimmter Dokumenttypen oder Programme erforderlich sind weist der jeweilige Browser in der Regel automatisch hin. Außerdem gibt es Hilfsmittel, die den Umgang mit dem Web wirksam erleichtern. Einige Wesentliche sind hier angeführt.

[!> Bei Webbrowsern unter Android - also für Smartphones und Tablets - bietet derzeit nur Firefox für Android die Möglichkeit, Plug-ins resp. Erweiterungen zu verwenden. Es werden dafür die selben Plug-ins wie für die Desktop-Version verwendet.

Individuellen Suchanbieter bei Internet Explorer anlegen

Bei den neueren Versionen des Internet Explorer kann man von Haus aus nur Suchmaschinen definieren, die Microsoft dafür ausgewählt hat. Das Anlegen einer individuellen Suchmaschine ist nicht mehr vorgesehen. Das ist sehr ärgerlich, aber die Website "enhanceie.com" bietet eine sehr einfache Lösung an, einen eigenen Suchanbieter einzustellen. Benötigt wird dafür eine XML-Datei mit den Informationen zum Suchanbieter, die dann installiert wird. Diese wird über die Website "enhanceie.com" erstellt.

Grob funktioniert das so, dass man über den Internet Explorer bei der gewünschten Suchmaschine nach dem Wort "TEST" - in Großbuchstaben, ohne Anführungszeichen - sucht. Die URL, die dann mit der Antwortseite in der Adresszeile steht, kopiert man zuerst in die Zwischenablage. Danach gehen Sie bitte auf nachfolgend verlinkte Seite und kopieren Sie die vorher kopierte URL in das dort erscheinende Feld. Nun geben Sie noch in ein anderes Feld die Bezeichnung für die Suchmaschine ein. Die daraus resultierende XML-Datei können Sie nun entweder herunterladen oder auch direkt installieren. Danach scheint die neue Suchmaschine in Internet Explorer auf. - Auf der Website "enhanceie.com" - wie ja schon der Name vermuten lässt - gibt es auch zahlreiche weitere Tipps für individuelle Einstellungen bei Internet Explorer.

=>> www.enhanceie.com/ie/searchbuilder.asp

[!> Der Nachfolger von Internet Explorer seit Windows 10 ist der Webbrowser "Edge". Dieser bietet von Haus aus die Möglichkeit, Suchmaschinen hinzuzufügen. Dies funktioniert jedenfalls mit Suchmaschinen, die die OpenSearch-Technologie bieten. - Der Vorgang dafür ist es, die Suchseite der gewünschten neuen Suchmaschine aufzurufen und dann über das Menü von Edge "Weitere Aktionen..." - Einstellungen - Erweiterte Einstellungen anzeigen (anwählen) und dann aus der Liste auswählen "In Adressleiste suchen mit" und die neuen Einstellungen freilich abspeichern.

"praktiker" empfiehlt aktuell die Suchmaschine "Qwant" aus Frankreich auszuprobieren. Sie bietet anständige Suchergebnisse und ist daher eine attraktive Alternative zu den US-Suchmaschinen. Qwant verspricht auch, keine Daten zu sammeln. Auf der Menüleiste "Interessante Weblinks" sind ein paar Suchmaschinen aufgelistet:

==> Menüleiste "Interessante Weblinks" (bei Frametechnik im Fenster links) Menüleiste "Interessante Weblinks"

Ghostery entdeckt Spionage für Chrome, Firefox, Opera, Safari

Ghostery zeigt Spionage durch Webseiten an. Also wer was ausforscht und auch mit der Möglichkeit den betreffenden Spionagedienst auszusperren. Funktioniert großartig simpel.

"Ghostery" finden Sie bei der Funktion "Erweiterungen suchen" o.ä. des Webbrowsers. Ghostery gibt es jedenfalls für Chrome, Firefox, Opera und Safari, funktioniert aber auch mit manchen - mit diesen verwandten - anderen Webbrowsern.

=>> www.ghostery.com

Greasemonkey zur Individualisierung von Webseiten für Firefox

Mit Greasemonkey lässt sich durch kurze JavaScript-Scripts die Darstellung von Webseiten sehr gut individuell anpassen. Es gibt zahlreiche bereits fertige Scripts, man kann sie aber auch individuell erstellen. Ein Beispiel dafür ist das Ausblenden von Beiträgen in Diskussionsforen oder Kommentarbereichen oder generell von Inhaltsbereichen, die stets nach einem selben Muster erkennbar sind.

Der zweite der hier nachfolgenden Links führt zu einem Wiki für Greasmonkey mit umfangreicher Anleitung und fertigen Scripts.

=>> addons.mozilla.org/de/firefox/addon/greasemonkey/
=>> wiki.greasespot.net

Binnen-I be gone für Firefox entfernt Binnen-I in deutschen Texten

Für alle jene, denen das Lesen von politisch korrekt mit Binnen-I ausgestatteten Texten (BürgermeisterInnen, MitgliedInnen, ...) auf die Nerven geht, entfernt dieses - freilich eher nicht sehr ernsthafte - Plug-in recht zielsicher die Binnen-I-Anhängsel in deutschsprachigen Texten auf Websites.

Schön langsam entdecken die Gender-"Spezialisten", dass es im Deutschen ein sogenanntes Generisches Maskulinum gibt, das also biologisch geschlechtsneutral ist.

=>> addons.mozilla.org/de/firefox/addon/binnen-i-be-gone/

Secret Agent für Firefox verhindert Webbrowser-Fingerprint

Durch Ermitteln der Ausstattung von Software-Installationen - beispielweise die Kombination welcher Webbrowser, welche System-Schriftarten, welches Betriebssystem etc. - kann ein Gerät eindeutig identifiziert werden. Diese Art der Ausspähung nutzt die rechtliche Grauzone, dass dabei keine personenbezogenen Daten ermittelt werden. Es wird ja nur das Gerät erkannt aber nicht die Person, die dahinter steht...

Mit "Secret Agent" werden die Rückmeldungen auf solche Anfragen verfälscht und ständig geändert. Dadurch ist eine gewisse Sicherheit gegeben, dass "Webbrowser Fingerprinting" resp. "Device Fingerprinting" nicht funktioniert.

=>> www.dephormation.org.uk/index.php?page=81

Stealthy für Firefox als Tarnkappe für nach Ländern gefiltertem Content

"Stealthy" verfälscht manche Parameter - so beispielsweise den Standort des Rechners - für simple Filterungen nach Ländern oder Regionen und auch um durch Firewalls zu einer gewünschten Website zu kommen. So können beispielsweise Angebote genutzt werden, die nur für bestimmte Länder bestimmt sind oder für die das eigene Land ausgeschlossen ist. Man kann also Stealth beispielsweise so einstellen, dass in Österreich als Standort Deutschland gemeldet wird um bestimmte Angebote, die nicht für Österreicher bestimmt sind ebenfalls nutzen zu können.

=>> addons.mozilla.org/de/firefox/addon/stealthy/

Click to Flash / Click to Play für viele Webbrowser: Flash spielt nur nach Aufforderung

"Click to Flash" resp. "Click to Play" blockieren vorerst die Ausführung von Flash-Animationen. Stattdessen wird nur ein Symbol angezeigt. Bei Anklicken des Symbols startet dann die Flash-Animation.

Flash-Animationen brauchen mitunter sehr viel Rechenleistung, was die Ausführung anderer Funktionen verlangsamen, zu Erwärmung und erhöhtem Stromverbrauch führen kann, was vor allem bei Akkubetrieb sehr wesentlich ist. Wenn es sich bei der Flash-Animation um ein Video handelt, dann wird dieses freilich weder heruntergeladen noch automatisch gestartet, was unnötigen Traffic vermeidet. Es ist daher eine sinnvolle Sache, Flash-Animationen nur dann zu starten, wenn man sie auch anschauen will.

Bei einigen Webbrowsern ist es bereits von Haus aus integriert. Hier einige Beispiele:

Für Safari ab Version 5 gibt es ClickToPlugin und ClickToFlash als Plugins: hoyois.github.com/safariextensions/clicktoplugin/. "ClickToFlash" reagiert dabei nur auf Flash-Animationen; "ClickToPlugin" reagiert auch auf andere Grafik-Animationen.

Bei Internet Explorer gibt es etwas Ähnliches, aber hier gibt es nur die Möglichkeit, generell das Abspielen von Flash-Animationen je nach Website zu erlauben oder zu verbieten: Gehen Sie über den Menüpunkt "Extras" zu "Internetoptionen" und dort unter dem Reiter "Programme" zur Schaltfläche "Add-ons verwalten". Nun wählen Sie mit einem Doppelklick die Zeile mit "Shockwave Flash Object" an. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem alle Websites aufgelistet sind, deren Flash-Objekte dargestellt werden dürfen. Normalerweise ist in dem Feld ein Stern-Symbol "*" mit der Bedeutung: Alle sind zugelassen. Löschen Sie einfach dieses Sternsymbol heraus mit Anklicken des Schaltfelds "Alle Sites entfernen". Nun werden Sie bei jeder Webseite, auf der eine Flash-Animation enthalten ist, danach gefragt, ob das von dieser Webseite gezeigt werden darf. Wenn Sie das bestätigen, dann werden beim nächsten Besuch der selben Webseite die Flash-Animationen ohne weitere Rückfrage automatisch gezeigt.

Eine allgemeine Website, von der das Plug-in heruntergeladen werden kann dürfte nicht existieren. Aber bei einigen der bedeutenderen Webbrowser ist diese Funktion bereits integriert. - Hier daher nur der Link zur bereits etwas veralteten Website mit der ursprünglichen Version von "Click to Flash":

=>> clicktoflash.com

MAFF Mozilla Archive Format für Firefox: Speichern von Webseiten in einer Archiv-Datei

MAFF Mozilla Archive Format File speichert alle Dateien zu einer Webseite zusammengefasst in einer Datei - also nicht wie bei normalem Speichern einer Website mit vielen separaten Dateien - und kann auch ganze Projekte - oder alle gerade im Browser aufgerufenen Websites auf einmal - in einer Datei speichern. MAFF ist damit leistungsfähiger als das Format MHTML, bei dem nur jeweils eine Webseite zusammengefasst in einer Datei gespeichert werden kann. Zusätzlich ist MAFF im Prinzip ein ZIP-Archiv und als solches transparent und es gibt daher auch die einfache Möglichkeit beispielsweise eine Bilddatei einfach "herauszunehmen", wenn man diese separat braucht.

MAFF kann beispielsweise bei Firefox als Add-on nachinstalliert werden. Wahlweise über die im Browser gebotene Suche nach Add-ons mit dem Suchbegriff "MAFF" oder über die nachfolgend verlinkte Projekt-Website.

=>> maf.mozdev.org/installation.html

==> Für Web-Einsteiger: Seiten offline lesen, speichern als HTML, MHTML, MAFF, PDF

Flash Video Downloader für Firefox, IE, Opera für Download von Videos bei YouTube & Co.

"Flash Video Downloader" gibt es als Add-on / Plug-in für die drei Web-Browser Firefox, Internet Explorer und Opera. Bei dem erscheinenden Fenster wird einfach die URL jener Seite angegeben, auf der sich das Video befindet. Danach erscheint eine Liste, aus der das gewünschte Video ausgewählt und heruntergeladen wird. Funktioniert speziell mit Flash-Video wie sie prominent von YouTube, Google Video und anderen Video-Content-Websites bereitgestellt werden.

=>> www.flashvideodownloader.org

LastPass für Firefox, IE, Chrome, Safari etc. speichert Passwörter, loggt ein, füllt Online-Formulare aus

LastPass verwaltet im Zusammenspiel mit den gängigeren Webbrowsern wie Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari etc. Zugangsdaten und andere persönliche Daten. Mit diesen Daten kann das Einloggen zu geschlossenen Bereichen automatisiert werden. Zudem können damit Online-Formulare extrem beschleunigt ausgefüllt werden indem auf Basis der Feldnamen die passenden persönlichen Daten an das Online-Formular übergeben werden.

Interessant dabei ist, dass es LastPass auch in einer "portablen" Version gibt, die also auf ein externes Laufwerk installiert und von dort aus verwendet werden kann - beispielsweise USB-Stick, was in Verbindung mit Portable-Versionen von einigen Webbrowsern funktioniert; wenn also auch der Webbrowser nicht regulär installiert ist.

Als Besonderheit zum bisher von "praktiker" für diesen Zweck empfohlenen Programm "Roboform" können LastPass-Datenbanken aufeinander synchronisiert werden. LastPass ist in der Basisversion kostenlos.

Es gibt einen integrierten Passwort-Generator, wodurch das Erraten eines Passworts unmöglich und daher die - typischerweise sehr heiklen - Daten sehr gut gesichert sind.

LastPass ist webbasierend, man muss einen Account bei LastPass erstellen. Daraus ergibt sich der Vorteil, auf die eigenen Passwörter von jedem Gerät aus zugreifen zu können. Gegen Bezahlung ist auch die Nutzung über Smartphones möglich. Die Nutzung ist also nur sinnvoll in Verbindung mit Webbrowser, wovon die neueren inzwischen bereits über Speicherung von Passwörtern verfügen.

Wenn man die Passwörter also sowieso immer nur mit dem selben Webbrowser verwendet, dann bietet der Webbrowser eine solche Funktion bereits. Für das Speichern von anderen geheimen Daten wie Code für den Wandsafe oder Kreditkartendaten - was also auch ohne Internet-Zugang verfügbar sein muss - ist LastPass nicht sinnvoll.

=>> lastpass.com

Quero Toolbar für MS-IE und MS-Edge unter Windows

Aus Österreich kommt die "Quero Toolbar" als Erweiterung der Funktionalität von Internet Explorer. Die Toolbar wird als zusätzliche Leiste - oder besser: statt der Standard-Adress-Leiste - in den Bedienbereich des IE integriert.

Quero Toolbar bietet hinsichtlich Erscheinungsbild - beispielsweise durch "Aero Glass"-Design - und auch hinsichtlich des Funktionsumfangs eine gewaltige Erweiterung der Möglichkeiten sowohl für verbesserte Effizienz beim Websurfen als auch für den Web-Entwickler. U.a. gibt es beispielsweise Funktionen wie das Ermitteln der tatsächlichen Domain - sofern diese nicht mit der angezeigten Domain übereinstimmt - und es gibt einen integrierten Filter für Werbebanner. Ein großartiges Add-on für den Power-User, der mit Internet Explorer arbeitet.

Quero Toolbar funktioniert auch mit MS-Edge - also dem Nachfolger von Internet Explorer seit Windows 10 -, allerdings ist dabei der Werbefilter eingeschränkter wirksam. Der Grund dafür ist, dass es bei MS-Edge die bisher dafür genutzte TPL Tracking Protection List wie bei Internet Explorer nicht gibt.

=>> www.quero.at

DownThemAll für Firefox erleichtert Download von Videos bei YouTube & Co.

DownThemAll ist ein Add-on / Plug-in für Firefox. Dieser Downloadmanager erleichtert das - über den Browser normalerweise nicht so einfach mögliche Herunterladen von Videos und anderen AV-Dateien, insbesonders im Dateiformat Flash. Vor allem Videos auf Webseiten werden bevorzugt im Flash-Format bereitgestellt. Beispielsweise bei YouTube.

=>> www.downthemall.net

NoScript für Firefox blockiert selektiv JavaScript, Java und Flash

NoScript ist ein Plug-in für Firefox. Damit werden auf Basis einer Positiv-Liste JavaScript, Java und Flash freigeschaltet. Von vornherein ist die Unterstützung für JavaScript, Java und Flash generell abgeschaltet. Man aktiviert also explizit für Websites denen man vertraut, und bei denen man diese Programmunterstützung braucht JavaScript, Java und Flash. So beispielsweise Telebanking. Das ist einerseits sicherer und - vor allem wichtig bei Akku-Betrieb von Netbooks oder Laptops - spart die teilweise eklatant erhöhte Leistungsaufnahme, die vor allem durch Flash verursacht wird.

=>> noscript.net

Who stole my pictures? für Firefox sucht nach identen Bildern

Mit "Who stole my pictures?" werden gleiche - oder ähnliche - Fotos aufgefunden. Solcherart kann man feststellen, ob ein selbst auf einer Website veröffentlichtes Foto sonstwo auf Webseiten verwendet wird. Also um beispielsweise um illegale Verwendung eigener Fotos zu entdecken. Ausgewertet werden derzeit die Bildersuchdienste von Yandex, Tineye, Google, Baidu und Cydral. Es wird dafür einfach das Originalbild angewählt und über das erweiterte Menü - mit Rechtsklick - die Suchfunktion ausgelöst. Das funktioniert zunehmend besser, weil Datenbestände noch im Aufbau und die dahinter stehende Technologie noch nicht ausgereift ist.

=>> addons.mozilla.org/en-us/firefox/addon/who-stole-my-pictures/

Kill-ID für Google Chrome - verhindert Berichte an den Hersteller

Google Chrome zeichnet Eingaben und Surfverhalten auf. Bei einem Fehler werden evtl. auch die Inhalte aller am PC offenen Dokumente an den Hersteller zur Fehleranalyse übertragen. Dies wird vom User über die Nutzungsbedingungen gestattet.

Kill-ID löscht diese Funktionen sowie auch - daher der Name dieses kleinen Hilfsprogramms - die ID, über welche jede Browser-Installation identifiziert wird. Kill-ID funktioniert nur mit regulär installiertem Google Chrome.

=>> www.almisoft.de/?cont=kchrome

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Lokales Speichern kompletter Websites

Früher, als es noch nicht üblich war, dass man praktisch überall einen Internet-Zugang hat, war die Offline-Nutzung von Webinhalten sehr populär. So konnte man beispielsweise einen Auszug der aktuellen Tageszeitung während des Frühstücks daheim auf seinen Taschen-Computer - damals beispielsweise Palm oder Pocket-PC - laden und dann ohne Verbindung zum Internet tagsüber lesen.

Heute ist zwar diese Anwendung nicht mehr so sehr sinnvoll - und speziell dafür ausgelegte Inhalte und Dienste gibt es mittlerweile nicht mehr -, aber es ist nun sinnvoll, komplette Websites - oder Teile davon - für die Offline-Nutzung lokal zu "spiegeln". Interessant ist das vor allem dann, wenn angekündigt wird, dass eine Website mit wertvollen Inhalten vom Netz genommen wird. Beispielsweise, weil der bisherige Betreiber das Interesse daran verloren hat. Solcherart kann man diese für die eigene Nutzung bewahren.

HTTrack Website Copier spiegelt komplette Websites für Offline-Verwendung

Mit HTTrack Website Copier werden komplette Websites oder Bereiche davon so herunterkopiert, sodass sie lokal so genutzt werden können wie online. Dafür werden beispielsweise alle internen Links mit relativen Pfaden eingetragen und es wird weitgehend vermieden, Seiten und sonstige Dokumente mehrfach zu speichern.

Die Bedienung ist sehr einfach. Wenn man keine Sonderwünsche hat, genügt die Angabe der Domain-Adresse und des Zielordners, wo das am eigenen PC gespeichert werden soll. Das Ergebnis funktioniert weitestgehend so, wie wenn die Seiten normal online aufgerufen würden. Und zwar sogar dann, wenn diese bei normalem Online-Betrieb - über ein Content-Management-System - aus Datenbanken generiert werden.

Es werden auch viele Besonderheiten und Merkwürdigkeiten in der Struktur von Websites berücksichtigt. So gibt es oft typischerweise beispielsweise im Hauptordner des Webprojekts dann sowohl die Datei index.html und index-2.html. Dadurch werden sowohl Aufrufe von domain.com als auch domain.com/index.html berücksichtigt. Normalerweise wird das in beiden Fällen die Datei domain.com/index.html aufrufen. Falls beim betreffenden Server aber beispielsweise home.html als Standard-Vorgabe gilt, dann nicht. Also auch solche eigenartigen Fälle werden berücksichtigt um korrektes Funktionieren der Website zu ermöglichen.

HTTrack Website Copier arbeitet als Webcrawler wie eine Suchmaschine. Es werden daher auch die Angaben der Datei robots.txt am Webserver der Website berücksichtigt. Dabei handelt es sich u.a. um Dateien, die für den Zugriff von Suchmaschinen gesperrt sind. Falls nach dem Spiegeln einer Website diese lokal nicht gut funktionieren sollte - evtl. Inhalte fehlen -, dann sollte die Option - unter Einstellungen, dort Reiter "Spider" und Option bei "Spider" auf "Regeln in robots.txt ignorieren" - ausgeschaltet werden, sodass die Angaben in robots.txt ignoriert werden. Normalerweise werden aber über robots.txt Bereiche und Dateien gesperrt, die für die Nutzung nicht relevant sind. Man erspart sich also mit der Voreinstellung - Berücksichtigung von Angaben in robots.txt - das Herunterladen unnötig großer Datenmengen.

Je nach Umfang der zu spiegelnden Website kann das Spiegeln auch mehrere Stunden lang dauern. Allerdings muss man dem Programm dabei ja nicht zuschauen.

Der einzige bemerkenswertere - von "praktiker"-Testern entdeckte - Fehler, der von HTTrack gemacht wird ist, dass Aktionen, die innerhalb einer nur von Internet Explorer ausgewerteten Conditional-Comments-Bedingung durchgeführt werden sollen, ignoriert werden. So wird beispielsweise eine solcherart selektierte CSS-Datei nicht in die Spiegelung aufgenommen. Dies muss evtl. manuell nachgebessert werden, sofern die Spiegelung über IE bis inklusive Version 9 optimal funktionieren soll. - Conditional Comments erlauben die Selektion zwischen den Browser-Versionen von Internet-Explorer bis Version 9. Ab IE Version 10 funktionieren Conditional Comments nicht; resp. wird darauf so reagiert wie jeder Webbrowser, der nicht Internet Explorer ist.

HTTrack Website Copier gibt es auch in einer installationsfreien Variante.

=>> www.httrack.com

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Download von Videos mit separater Anwendung

Viele Medieninhalte - insbesonders Videos - lassen sich direkt von Websites - die diese Möglichkeit anbieten - oder über Plugins zu Webbrowsern auch herunterladen und lokal speichern. Für diesen Zweck gibt es auch eigenständige Anwendungen.

MediathekView für lokales Speichern von Videos aus TV-Mediatheken

Viele Fernsehstationen bieten ihre Fernsehsendungen kurz nach deren normaler Ausstrahlung zum Herunterladen von ihrer Website in einer sogenannten "Mediathek" an. Normalerweise können diese Videos nur direkt abgespielt und als Stream angeschaut werden. MediathekView bietet die Möglichkeit, diese Fernsehsendungen als Videos lokal abzuspeichern. Dies ist praktisch, wenn man vergessen hat, eine Sendung mit Videorecorder aufzuzeichnen oder eben auch generell statt der Aufzeichnung über einen Videorecorder.

Zur Auswahl angeboten werden zahlreiche deutschsprachige Fernsehprogramme - darunter auch der ORF - und dann eine Liste mit den Fernsehsendungen, die heruntergeladen werden können. Mit Suchbegriffen und Kategorien kann eine Sendung sehr einfach gefunden werden. Die Bedienung ist insgesamt sehr gut und übersichtlich.

Die Fernsehsendungen werden als mp4-Datei heruntergeladen und gespeichert. Mitunter stehen unterschiedliche Auflösungen zur Auswahl.

MediathekView erfordert eine Java-Laufzeitumgebung (Java-Runtime). Sofern diese am PC nicht vorhanden sein sollte, wird der Webbrowser aufgerufen und Download und Installation der Java-Runtime angeboten.

=>> zdfmediathk.sourceforge.net

SMPlayer Universeller Video-Player mit YouTube-Browser, YouTube-Download

Die Video-Player-Anwendung SMPlayer bietet als eine ihrer zahlreichen Funktionen auch einen YouTube-Browser, mit dem YouTube-Videos auch einfach heruntergeladen werden können. Dafür wird einfach der Link der Seite, auf der das Video bei YouTube gezeigt wird, eingegeben.

In den Voreinstellungen von SMPlayer kann die gewünschte Qualität vorgegeben werden. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Qualität zugunsten einer kleineren Dateigröße - oder auch zur Wiedergabe über kleinere Displays - geringer sein soll. Es wird dabei das Original-Dateiformat heruntergeladen, also nicht in ein anderes Format konvertiert. Die verschiedenen Auflösungs-Varianten werden von YouTube geboten.

Der kleine YouTube-Browser erlaubt die direkte Suche nach Videos und gibt auch Vorschläge aktuell besonders beliebter Videos.

SMPlayer wird von "praktiker" auch wegen seiner Haupfunktion als Videoplayer auf nachfolgend verlinkter Seite unter "Winodws (Desktop): Kostenlose Viewer, Player" empfohlen.

==> Microsoft Windows (Desktop): Kostenlose Viewer, Player

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E-Mail-Client - "praktiker"-Empfehlungen zur Auswahl

Bei Mozilla SeaMonkey und bei Opera - bei Opera nur bis Version 12.x - ist ein E-Mail-Client integriert. Andere Web-Browser greifen zumeist auf eine - einstellbare - separate Anwendung zu.

Der E-Mail-Client ist weitestgehend Geschmackssache. "praktiker" empfiehlt, sich Mozilla Thunderbird, Pegasus Mail und eventuell auch das etwas spartanischere nPOPuk anzuschauen. Outlook ist großartig, aber etwas spannend, wenn die nächsten Macroviren wieder per E-Mail verschickt werden.

Pegasus Mail - tiefgreifend konfigurierbar

Pegasus Mail ist kostenlos, bietet als einer der ältesten E-Mail-Clients enormen Leistungsumfang. Bemerkenswert sind sehr tiefgreifende Konfigurierbarkeit und Möglichkeiten für den professionellen Einsatz; darunter auch mehrere Benutzer am selben Rechner und Betrieb im LAN (u.a. Novell NetWare) sowie Versand an mehrere Empfänger. Unterstützt werden nahezu alle im Zusammenhang mit E-Mail bekannten Standards. Es gibt 16- und 32-bit-Versionen für Windows - für Windows ab 3.1 - und eine für DOS. Die 32-bit-Version ist u.a. auch in Deutsch verfügbar.

=>> www.pmail.com

nPOPuk - Die "praktiker"-Empfehlung für effizienten Umgang mit E-Mail

nPOPuk (vorher: nPop UK-fix) ist eine genial einfache Sache für Puristen und ist zudem kostenlos. nPOPuk ist so konzipiert, dass vorgabemäßig alles innerhalb eines Ordners ist: Programm, Konfigurationsdatei, Adressbuch und pro Mailbox eine Datei. HTML und auch Ausdrucken wird nicht direkt unterstützt.

Bei der Detail-Anzeige eines E-Mails wird dessen Inhalt als Nur-Text angezeigt. Auch HTML-E-Mails sollten - so ist es jedenfalls Standard - einen Bereich enthalten in dem der selbe Inhalt als Nur-Text verfügbar ist. Dies ist für einfachere E-Mail-Clients wie eben auch nPOPuk. Allerdings trifft das nicht auf alle E-Mails zu. Für diese Fälle gibt es einen Filter, der die HTML-Auszeichnungen ausblendet und den Inhalt als Nur-Text gut brauchbar darstellt. Bei HTML-E-Mails kann die HTML-Version des E-Mails über den am jeweiligen Rechner installierten Webbrowser angezeigt werden.

Es wird dadurch eine optimal mögliche Anzeige der HTML-Seite realisiert ohne dafür das Programm als solches aufzublasen. Je nach Betriebssystem-Version hat nPOPuk - es besteht aus nur einer Programm-Datei pro Systemvariante - eine Größe von grob 2MB, ist also extrem "schlank".

Von jeder Systemvariante gibt es eine Version mit oder ohne SSL-Verschlüsselung. Mittlerweile funktionieren die meisten E-Mail-Server nur mit SSL.

Besonderheit: nPOPuk gibt es in Versionen für Windows ab Windows NT (nicht die auf DOS aufgesetzten Windows-Versionen bis inkl. Windows ME), Windows Mobile Pocket-PC, Windows Mobile Smartphone, Windows-CE Handheld-PC.

[!> nPOPuk funktioniert nicht mit Windows Phone seit Windows Phone 7. Windows Phone ist das Nachfolgesystem von Windows Mobile, aber nicht kompatibel. nPOPuk für Windows Phone ist nicht angekündigt. nPopUK dürfte allerdings mit Windows 10 funktionieren, das als einheitliches Betriebssystem für alle Gerätetypen wie Smartphone, Tablet und PC im Jänner 2015 angekündigt worden ist.

Genial für alle jene, die nPOPuk sowohl unter Desktop-Windows als auch unter Windows Mobile nutzen ist, dass die selben Daten auf allen unterstützten Systemen verwendet werden können. Die Konfigurationsdatei beinhaltet die Einstellungen für alle mit nPOPuk verwendeten Systeme. Abgesehen von der Programmdatei als solcher wird also auf jedem damit verwendbaren Gerät mit den selben Daten gearbeitet.

In der Praxis gehen Sie also folgendermaßen vor:

Der große Vorteil ist also, dass man jeweils mit den kompletten E-Mail-Daten arbeitet und nicht - wie sonst meist üblich, wenn man abwechselnd mit verschiedenen Rechnern arbeitet - verschiedene E-Mail-Clients miteinander synchronisieren muss. Solcherart hat man immer die kompletten E-Mail-Daten zusammengefasst. Wenn man die Versand-Datei archiviert - beispielsweise jährlich -, dann hat man damit ein E-Mail-Archiv, das leicht mit jedem Text-Programm durchsucht werden kann (es ist alles in Klartext).

Die Verwendung auf fremden Rechnern ist unproblematisch, da keine Daten am fremden Rechner gespeichert werden. - Unbedingt anschauen.

=>> npopuk.org.uk

==> E-Mail-Client nPOPuk - Eintrag in Registry als E-Mail-Client
==> E-Mail-Client nPOPuk für Windows Mobile Pocket-PC / Handheld-PC / Windows Mobile Smartphone

Thunderbird - für lokale Spam-Abwehr und Mega-Korrespondenz

Thunderbird kommt wie Firefox ebenfalls aus dem Mozilla-Umfeld. Ein gewaltig umfangreicher E-Mail-Client mit besonderen Fähigkeiten zum Abwehren von Spam. Ganz besonders interessant bei der Handhabung großer E-Mail-Volumina.

=>> www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/

Koma-Mail - Schlanker Mail-Client mit HTML-Anzeige und starkem Spam-Filter

Ein sehr simpler Mail-Client ist "Koma-Mail", der auch in einer installationsfreien Version verfügbar ist und daher einfach auf einem USB-Speicherstick mitgenommen und auf jedem Windows-Computer verwendet werden kann.

Koma-Mail kann sehr fein hinsichtlich des Umgangs mit den einlangenden E-Mails konfiguriert werden. So kann beispielsweise verhindert werden, dass referenzierte Inhalte aus dem Internet abgerufen werden. Also wenn beispielsweise ein Bild nicht im E-Mail selbst vorhanden, sondern nur referenziert ist um bei Öffnen des E-Mails dieses abzurufen. Diese haben mitunter nur den Zweck, dass der Absender sehen kann, wer wann ein E-Mail geöffnet hat und evtl. auch um die aktuelle E-Mail-Adresse oder weitere Daten auszulesen. Dagegen kann man das entweder generell sperren oder man kann auch dezidiert die E-Mails bekannter - vertrauenswürdiger - Absender dafür freigeben.

Sehr interessant - obwohl das Programm so klein ist -, ist auch ein lokal funktionierender Spamfilter. Dieser ermöglicht auch komplexeres Erkennen unerwünschter Mails; also nicht nur auf Basis des Vorkommens bestimmter Wörter oder Zeichenfolgen.

=>> ge.koma-code.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=39

MS-Outlook - leider zu beliebt bei Wurm- und Viren-Versendern

MS-Outlook ist zu sehr beliebt - auch bei Viren-Versendern. Es gibt eine ständig wachsende Gruppe krimineller Elemente, die Macroviren massenweise per E-Mail versenden, welche speziell auf die automatisierbaren Funktionen von Outlook und anderen MS-Office-Produkten zugreifen. Ein großer Teil der Anwender - vor allem im Geschäftsbereich - verwendet Outlook, wodurch mit solchen Attacken eine riesige Gruppe getroffen wird.

Es mag zwar unfair erscheinen, diesem Druck krimineller Elemente nachzugeben, aber: Niemand zahlt dafür, wenn man Outlook verwendet und dann beim nächsten kursierenden Macrovirus einen Datenverlust hat, der die eigenen Daten - bzw. in der Büroanwendung das Geschäft - in Gefahr bringen kann.

Dennoch wird MS-Outlook als Standard-E-Mail-Client in zahlreichen Unternehmen eingesetzt, dessen - fraglos genial durchdachte und zwischen den Programmkomponenten großartig zusammenspielende - Funktionen für die sonstige Arbeits-Organisation in Unternehmen genutzt werden.

==> Für Einsteiger: Ezzes für Ihren Umgang mit E-Mail

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Sinnvolle Hilfsmittel für den Umgang mit E-Mail

Die wichtigste Ergänzung zu einem E-Mail-Client sind die - in der Regel sowieso am Rechner vorhandenen Programme zum Betrachten und / oder Bearbeiten von Dokumenten in den Standard-Formaten. Damit also via E-Mail einlangende Dokument-Dateien überhaupt verwendet werden können.

==> Microsoft Windows (Desktop): Kostenlose Viewer, Player

Fentun zur Nutzung von angehängten Dateien "winmail.dat"

So verhindern Sie bei MS-Outlook das Verpacken von E-Mail-Attachments in winmail.dat

Wenn Sie selbst MS-Outlook verwenden, können Sie die Methode, Attachements an E-Mails anzuhängen auswählen. Das Verpacken in eine Datei winmail.dat passiert dann, wenn Sie "Rich-Text" (RTF) als Dateiformat für die E-Mails auswählen. Das geschieht an zwei Punkten unter den Einstellungen:

Gehen Sie im Menü von MS Outlok unter Extras > Optionen > E-Mail-Format > Rubrik Nachrichtenformat > Verfassen im Nachrichtenformat - wählen Sie hier aus: entweder "HTML" oder "Nur-Text".

Wählen Sie von dort aus den Button "Internetformat..." an. Gehen Sie zur Rubrik "Outlook Rich-Text-Optionen" und wählen Sie dort aus: entweder "In HTML-Format konvertieren" oder "In Nur-Text-Format konvertieren"

Allgemein ist es am besten "Nur-Text" resp. "In Nur-Text-Format konvertieren" auszuwählen. HTML ist nicht so sehr günstig, weil sich viele Empfänger die E-Mails nur im Nur-Text-Format anschauen. Wenn Sie allerdings MS-Word zur Bearbeitung von E-Mails verwenden wollen, so müssen Sie "HTML" wählen. Bei Nur-Text steht MS-Word als Editor für E-Mails nicht zur Verfügung.

Bei Auswahl von "Rich-Text" bei den beiden Punkten würden die E-Mail-Attachments in die Datei winmail.dat verpackt werden, mit der die allermeisten E-Mail-Programme - und damit die Empfänger des E-Mails - nichts anfangen können.

Bei bestimmter Konfiguration von MS-Outlook werden an das E-Mail angehängte Dateien in eine Datei winmail.dat gepackt und so verschickt. Diese Format-Variante ist im Code des E-Mails als application/ms-tnef bezeichnet. Eine solche Datei kann außer wiederum MS-Outlook kaum ein E-Mail-Client entpacken. Das kleine Hilfsprogramm fentun.exe kann winmail.dat resp. ein Attachment im Format application/ms-tnef - öffnen.

Wenn also ein E-Mail mit einer Datei winmail.dat einlangt, so wird diese Datei vorerst ganz normal am Rechner gespeichert und danach über fentun.exe geöffnet. Fentun listet dann die darin enthaltenen Dateien auf, die entweder alle oder einzelne davon hergestellt werden können. Winmail.dat ist also so eine Art Archiv-Datei - wie ZIP. Besonderheit ist, dass eine solche Datei immer den Namen winmail.dat hat.

Freilich gilt für die in winmail.dat enthaltenen Dateien die selbe Vorsicht wie bei allen anderen Dateien, die Sie per E-Mail erhalten. Dateien, über deren Zweck Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie lieber nicht aus winmail.dat extrahieren. Es könnte sich schließlich auch um einen Virus, Wurm oder ein Script handeln.

Der umgekehrte Weg - also ohne MS-Outlook eine Datei winmail.dat mit den angehängten Dateien zu erstellen - ist freilich sinnlos, da ein Empfänger mit MS-Outlook auch standardgerecht an ein E-Mail angehängte Dateien verarbeiten kann.

=>> www.fentun.com

IMAPSize für lokale Sicherung von E-Mails ohne E-Mail-Client

Vor allem dann, wenn man auf seine E-Mails über ein Web-Interface zugreift - also über den Webbrowser statt über einen E-Mail-Client -, dann hat man vielleicht den Wunsch seine E-Mails zusätzlich auch am eigenen PC zu archivieren. "IMAPSize" ermöglicht es, alle seine E-Mails lokal zu speichern und solcherart ein Archiv seiner E-Mails zu haben.

Voraussetzung für das Funktionieren ist, dass der E-Mail-Anbieter das IMAP-Protokoll unterstützt. Das so entstehende lokale Archiv kann jeweils am aktuellen Stand gehalten werden, wobei ältere E-Mails, die am Mailserver nicht mehr vorhanden sind, freilich nicht gelöscht werden.

IMAPsize gibt es für installationsfreie Verwendung auch als ZIP-Version.

=>> www.broobles.com/imapsize/

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RSS-Feed-Reader - "praktiker"-Empfehlungen zur Auswahl

RSS-Feeds - oder auch ATOM-Feeds haben sich gut als Dienst etabliert, der ohne speziellen Besuch einer Website auf deren Neuerungen aufmerksam macht. Zumindest die meisten größeren Websites bieten Feeds an. RSS und ATOM sind Standard-Strukturen für Feed-Dateien. Manche Websites bieten Feeds nach beiden Standards an, manche nur entweder ATOM oder - überwiegend - RSS. Es ist daher sinnvoll, wenn ein Feed-Reader sowohl RSS als auch ATOM verarbeiten kann.

Feed Reader gibt es sowohl als eigene Anwendungen als auch als Zusatzfunktion bei den meisten Webbrowsern.

Feed-Reader als separate Anwendungen

Separate Feed Reader bieten typischerweise tiefergreifende Konfigurationsmöglichkeiten und sind daher für intensive Nutzung evtl. sinnvoller. Mittlerweile sind allerdings die in Webbrowser integrierten Feed-Reader-Funktionen für die Bedürfnisse der meisten User bereits sehr gut gerüstet. Ein separater Feed-Reader ist also vor allem für spezielle Bedürfnisse oder besonders intensive Nutzung interessant. Hier unsere Empfehlungen für die beiden großen Hauptanwendungen entweder für Nachrichten oder für AV-Medien; hier gibt es innerhalb dieser Auswahl keine besondere Empfehlung, da die Entscheidung stark von individuellen Wünschen abhängt:

QuiteRSS - Feed-Reader mit integriertem Browser für Power-User

QuiteRSS ist ein Feed-Reader für Power User. Versteht Feeds nach RSS- und Atom-Standard und hat als Besonderheit einen integrierten Webbrowser, sodass die aufgerufenen Webseiten direkt - und eben nicht über einen Webbrowser - angeschaut werden können. QuiteRSS ist sehr tiefgreifend konfigurierbar und daher für weniger hohe Ansprüche vielleicht etwas zu sehr mit Funktionen beladen. Es gibt zahlreiche integrierte Sortier- und Selektionsmöglichkeiten. Empfehlenswert vor allem dann, wenn Sie sehr viele Feeds verfolgen wollen. QuiteRSS ist OpenSource und daher kostenlos.

=>> code.google.com/p/quite-rss/

Juice - Feed-Reader speziell für Podcasts

Juice ist ein für alle wesentlichen Computersysteme erhältlicher "Podcast-Receiver". Ganz einfach und daher mit jedem mp3-Player verwendbar: Die automatisch heruntergeladenen Dateien werden in jenen Datei-Ordner am PC überspielt, mit dem ein mp3-Player synchronisiert wird. Beim jeweils nächsten Synchronisier-Vorgang sind alle neu heruntergeladenen Podcasts auf dem mp3-Player. Genauso gut können die Dateien freilich am PC angehört werden; also auch ohne mp3-Player. Ist sehr gut durchdacht und funktioniert reibungslos. Wurde übrigens von "Podcast-Erfinder" Adam Curry maßgeblich mitkonzipiert. Arbeitet auch mit iTunes zusammen.

=>> juicereceiver.sourceforge.net
=>> www.softpedia.com/get/PORTABLE-SOFTWARE/Internet/Newsgroups-Feed-Blog-Tools/Juice-Portable.shtml (Installationsfreie Version von Juice)

Feed-Reader für Nachrichten als Zusatzfunktion bei Webbrowsern

Alle aktuellen Versionen der wesentlichen Webbrowser bieten eine mehr oder weniger komfortable Möglichkeit, Feeds zu nutzen. Probieren Sie es aus, ob Ihnen die Feed-Funktion bei Ihrem bevorzugten Webbrowser ausreicht. Es ist freilich immer besser, nicht unnötig viele Programme zu verwenden. - In der Reihenfolge, wie umfangreich die Feed-Reader-Funktion ausgestattet ist hier einige Beispiele:

Feeds sorgen freilich dafür, dass ein User - ohne Umweg über fremde Dienste - direkten Kontakt zu einer Website behält. Das Interesse von Suchmaschinen liegt eher darin, möglichst jeden Besuch einer Website sozusagen selbst zu vermitteln und solcherart auch die Hoheit darüber zu haben, was wichtig und was unwichtig ist. Eine Suchmaschine lebt zudem von der Werbung die bei der Suche angezeigt wird - und teilweise wohl auch davon, zu wissen, was sich wer anschaut. Es ist daher naheliegend, dass der Webbrowser von Google von Haus aus keine lokal verwalteten Feeds unterstützt und damit auch seinen öffentlichen Feed-Reader genutzt sehen will.

==> Signalisierung von Nachrichten, Neuigkeiten via RSS-Feed

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FTP-Client - "praktiker"-Empfehlungen zur Auswahl

FTP-Clients sind nötig für das Hoch- und Herunterladen von Dateien von der eigenen Website. Auch bieten manche Websites parallel einen Download-Bereich mit FTP-Zugang an. Prinzipiell funktionieren FTP-Clients wie ein Dateimanager, wobei es ein Fenster mit den lokal gespeicherten Dateien und eines mit den Dateien auf dem FTP-Server gibt. Es wird einfach hin oder her kopiert.

Eine wesentliche Funktion ist "force lowercase" für die Dateinamen. Dabei werden alle Dateinamen in Kleinbuchstaben umgewandelt. Da die meisten Webserver unter Betriebssystemen arbeiten, die zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden wird für die Dateinamen von Web-Dokumenten in der Regel ausschließlich Kleinschreibung verwendet um Fehler wegen Groß- und Kleinschreibung zu vermeiden. Die hier empfohlenen FTP-Clients bieten diese simple, aber wesentliche Funktion.

Total Commander - Dateimanager mit FTP-Fähigkeiten

Total Commander ist ein Dateimanager, der sehr stark an den Norton Commander angelehnt ist. Es gibt dabei auch einen einfach gelösten - und besonders schnell arbeitenden - FTP-Client-Modus, wobei der Webserver gleich behandelt wird wie ein Ordner oder eine Datei am eigenen PC. - Total Commander ist Shareware und daher nicht kostenlos.

Total Commander ist aber auch als Dateimanager interessant für alle jene, die den Norton Commander aus MS-DOS-Zeiten wieder gerne hätten. Und damit auch Funktionen, wie sie der Explorer nicht bietet. So beispielsweise simples Vergleichen und Synchronisieren von Ordnern oder Umbenennen mehrerer Dateien nach selber Logik in einem Arbeitsgang etc.

=>> www.ghisler.com/deutsch.htm

WinSCP - Die "praktiker"-Empfehlung mit gewaltigem Funktionsumfang

WinSCP ist ein Open-Source-SFTP-Client für Windows. Mit SSH wird ein geschützter Dateitransfer zwischen Rechnern durch die Nutzung geschützter "Tunnel" ermöglicht. Hinsichtlich der Bedienlogik und Erscheinungsbild kann zwischen den Oberflächen "Norton Commander" und "Internet Explorer" gewählt werden. Die Nutzung ist frei (Open Source). Bis zu einem gewissen Grad stehen auch mehr Dateimanager-Funktionen zur Verfügung, als dies für einen FTP-Client üblich ist, was manche Vorgänge in Verbindung mit den lokal gespeicherten Dateien zusätzlich vereinfacht.

Besonderheit: Bei den Einstellungen kann statt Eintragung in die Registry die Verwendung einer eigenen Konfigurationsdatei eingestellt werden, die im selben Ordner wie das Programm abgelegt wird. Dadurch ist die Verwendung von Wechseldatenträgern aus auf beliebigen Windows-Rechnern möglich.

WinSCP bietet inzwischen sowohl einen gewaltigen Leistungsumfang für sehr hohe Ansprüche als auch für rudimentäre Bedürfnisse mit den Voreinstellungen - also ohne besondere Anforderungen an den User - sehr einfache Handhabung.

=>> winscp.net/eng/docs/lang:de

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Generelle Sperre für URLs durch Eintrag in hosts-Datei

Unter Windows - und auch anderen Computer-Betriebssystemen - gibt es die Möglichkeit, systemweit die Verbindung zu bestimmten URLs - Domains - zu sperren. Dies erfolgt durch einfachen Eintrag in die Datei hosts. Damit kann man also auch bekannte Werbeanbieter generell ausschließen. Genauso kann man damit beispielsweise auch den Kontakt zu einer Domain unterbinden, wenn ein Programm immer wieder Kontakt mit dem Hersteller aufnimmt - beispielsweise um nach Updates zu "fragen" oder auch - wohl illegal - dort Nutzerdaten abzuliefern.

Die hosts-Datei liegt unter Windows im Ordner c:\windows\system32\drivers\etc\. Der Dateiname ist hosts - es gibt dabei also keine Dateinamenserweiterung.

Eine solche hosts-Datei mit selber Funktion gibt es auch bei anderen Betriebssytemen. So beispielsweise unter Ubuntu/Linux im Ordner /etc/ oder unter MacOS im Ordner /private/etc/.

Innerhalb der Datei ist ein Muster, wie die zu blockierenden Domains anzugeben sind. Anfragen an die dort aufgeführten Domains werden dabei also auf den eigenen Rechner umgeleitet und gehen somit ins Leere. Zu beachten dabei ist allerdings, dass eine extrem umfangreiche hosts-Datei die Anfragen ins Internet stark verlangsamen kann.

Wenn damit Werbung blockiert werden soll, ist dies aber nur eine Lösung bei jenen Werbeanbietern, die die Werbung über eigene Server ausliefern. Werbung, die vom Betreiber der jeweiligen Website ausgeliefert wird, kann über die hosts-Datei nur dann geblockt werden, falls dieser dafür eine eigene Subdomain verwendet.

Das Problem bei der hosts-Datei ist allerdings, dass bei dieser die komplette Domain - inklusive Subdomain! - passend angegeben sein muss. Wenn also beispielsweise angegeben ist www.domain.com, dann wird damit der Kontakt zu beispielsweise subdomain.domain.com nicht blockiert. Es müssen daher auch alle möglichen Subdomains separat angegeben sein. Besonders bei Werbungsanbietern wird mit zahlreichen unterschiedlichen Subdomains gearbeitet.

Um die hosts-Datei ändern zu können, müssen Admin-Rechte vorhanden sein.

Es gibt zahlreiche herunterladbare hosts-Dateien, mit denen die bekannten unerwünschten Domains ausgefiltert werden können. Mit dieser ersetzt man dann einfach die hosts-Datei.

Zu beachten dabei ist allerdings, dass eine extrem umfangreiche hosts-Datei die Anfragen ins Internet stark verlangsamen kann. Vorlagen für hosts-Dateien findet man über eine Suchmaschine. - Hier ein Beispiel für eine solche hosts-Datei, die laufend aktualisiert wird:

[TXT] winhelp2002.mvps.org/hosts.txt

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